28.09.2016

Leiter Projekt Entwicklung Schiedsrichter

Jonas Erni ist ab 1. Oktober 2016 neuer Projektverantwortlicher.

26.09.2016

«Bin wohl eher Captain als Chef»

Die ersten 14 Monate von Sandro Stroppa als FVRZ-Präsident.

21.09.2016

Vereins-Jubiläum

50 Jahre FC Effretikon

Fussballverband Region Zürich

Auswüchse ohne Ende?

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch

In den 70-er Jahren schüttelten sich da und dort schon Köpfe ob der Salarierung von Spitzenfussballern. Im Vergleich zu heute wurden dannzumal Trinkgelder ausgeschüttet. Der finanzielle Wahnsinn scheint kein Ende zu nehmen. Im Kreislauf von Brot und Zirkus ist die Tendenz weiterhin – offenbar ungehindert – nach oben offen. «Unser» Fussball steht neben dem effektiven Wettbewerb auf den Rasengrün längst in einem andern: Es ist der nicht zu stoppende Wirtschaftszweig Fussball.

So als ganz normaler Bürger und Fussballfan fragt man sich schon, was diese Perversität soll. Es ist Kapitalismus in seiner reinsten Negativform. Menschen können sich fast ungehindert aufregen, wenn Spitzenbanker nebst ihrem horrenden Grundsalär noch Boni garnieren. Unerhört sowas. Wer sich darüber echauffiert, darf dann – von wem auch immer – das Wort «Neidkultur» empfangen. Nein, das ist kein Neid – es ist einfach und schlicht «total denäbed».

Die globalen Spitzenkicker sind unterdessen so gut wie exakt in derselben Gehaltskategorie wie eben jene. Na ja – vielleicht da und dort ein Kopfschütteln, nicht mal stärker als damals in den 70-er Jahren. Aber emotional akzeptiert man dieses Salär gegenüber jenem ohne grossen Aufhebens. Es sind ja «unsere» Fussballer. Das asoziale Element wird weg geblendet. Hauptsache, dass da der Ball und dort der Rubel rollt.

Der Breitenfussball – er war einst die Basis allen fussballerischen Tuns – fristet daneben ein gar kümmerliches Dasein. Vielleicht ists halt ganz einfach so: Dort, wo Herz und Engagement die Triebfedern sind, kann das, was am Tropf der pulsierenden Finanzen hängt, so gut wie nur noch Kopfschütteln auslösen. Toll, dass der eigene Verein wichtiger ist und bleibt – egal, in welche Perversionen der «grosse» Fussball noch ausschlagen mag.