Fussballverband Region Zürich

Den Dienstleistungsmodus weiter intensivieren

In der Woche vom 3. bis 7. April wurden die Vereinspräsidenten der 183 FVRZ-Clubs zu den traditionellen, jährlich stattfindenden Konferenzen eingeladen.

Diese fanden beim FC Rot Weiss Winikon, beim FC Tuggen, beim FC Ramsen sowie zwei Mal beim FVRZ-Premium Partner med&motion in Zürich statt. Die Traktandenliste umfasste acht Punkte. Sieben Regionalvorstandsmitglieder beziehungsweise Ressortverantwortliche bestritten den Hauptteil mit informativen Referaten beziehungsweise Informationen betreffend Planungen und Neuerungen. Einige sind bereits umgesetzt; über andere wurden die Vereinsvorsitzenden zum Teil bereits vorab informiert.
Obwohl die modernen Medien eine nicht mehr wegzudenkende Kommunikationsplattform darstellen, ist der persönliche Austausch ein vielfach unterschätztes Kriterium. Sich von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, ist und bleibt – nebst den zu behandelnden Fakten – das psychologische Plus der Präsidentenkonferenzen.
Uneingeschränkt will der Verband seine Primäraufgabe, den Vereinen wo und wie auch immer unterstützend zur Seite zu stehen, mit Engagement weiter ausbauen und den Dienstleistungsmodus weiter intensivieren. So wie Vorstandsmitglieder primär Dienstleiter ihrer Vereinsmitglieder sind, bewegt sich dasselbe hierarchisch eine Stufe höher.

Rücktritt
Während 29 Jahren als FVRZ-Finanzchef tätig, tritt Bruno Bolliger anlässlich der 98. Delegiertenversammlung vom Freitag, 18. August (ab 19.30 Uhr, Gemeindesaal «Gsellhof», Brüttisellen) zurück. An der letzten Konferenz wurde dem Finanzchef als Erinnerung ein Ball mit den Unterschriften aller Teilnehmer überreicht.

Informationen in Kurzform

  • 98 Prozent des Schweizer Fussballs findet im Breitensport statt

  • 4. und 5. Liga spielen ab der Saison 2017/18 nur noch in Sonntagsgruppen

  • Das Formular für den Wettbewerb «Vorbildlicher Verein» wurde vereinfacht und kann in Zukunft neu per Internet ausgefüllt werden; eine Arbeitsgruppe mit Vereinen wird zudem bis Ende Mai überlegen, ob weitere Anpassungen nötig sind (z.B. wie viele Vereine sollen ausgezeichnet werden)

  • Die Zahl lizenzierter Frauen und Mädchen ist unterdessen grösser als diejenige aller Eishockeyspieler in der ganzen Schweiz

  • Die Kommunikation beim «Footeco» wird fokussiert und verbessert

  • Dem Clubcorner kommt immer grössere Bedeutung zu und wurde durch die Funktion «MyClub» erweitert

  • Das Mini-Schiedsrichter-Konzept soll dem stetigen Mangel an Unparteiischen spürbar entgegen wirken

  • Die Integration von Flüchtlingen in den Schweizer Fussball («Together – Fussball vereint») wird sowohl vom SFV wie den Regionalverbänden konkret verfolgt und praktisch angegangen

 

Impressionen (Bilder: Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)

Beim zweiten Abend waren die Vertreter der Gruppe 2 zugegen. Sie waren Gast beim FC Tuggen.

Verbandspräsident Sandro Stroppa hiess an den fünf Abenden total 171 Vereinsvorsitzende willkommen.

Finanzchef Bruno Bolliger resümierte in Kurzform seine Zeit als FVRZ-Finanzchef.

Jonas Ernis Kernaufgabe ist die Unterstützung beim Rekrutieren von neuen Schiedsrichtern.

Tatjana Haenni, für den Frauenfussball zuständig, konnte erneut steigende Mitgliederzahlen bekannt geben.

Über Neuerungen beim Spielbetrieb gab Willy Scramoncini Auskunft.

Theo Widmer versprach Kommunikationsverbesserungen beim «Footeco».

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Der Fussballplatz-Sammler

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
 

Sonntagmorgen. Mit dem Auftrag, die «Mutter aller Derbys» – Feusisberg-Schindellegi gegen Wollerau 2 – zu fotografieren, treffe ich gegen 10.10 Uhr auf der Weni ein. Nebst den einlaufenden Teams präsent: die Kioskfrau (für den Kaffee mit Gipfeli) und ein Mann, so um die 40 Jahre, mit Rucksack. Er setzt sich hin; auf seiner Stirn funkeln Schweisströpfchen. «Vom Bahnhof hierher gewandert», meint er kurz.

Im weiteren Gesprächsverlauf gibt er in echtem Berner Dialekt Preis, dass er heute die Weni und den Peterswinkel in Lachen besuche. Ein Fussballplatz-Sammler! Seit sieben Jahren sei er während der Saison unterwegs, habe schon zirka zwei Drittel aller Schweizer Fussballterrains «abgegrasen» – inklusive einer Partie, möglichst jeweils der ersten Mannschaft. Die grösseren Stadien sind längst besucht – jetzt sind die regionalen Plätze dran. Appenzell, Schwyz, Tessin, Jura – die Schweiz ist für ihn «angenehm klein; in Deutschland könnte ich dies nicht machen.»

Gerne nimmt er die Offerte an, dass ich ihn nach dem Spiel nach Pfäffikon zum Bahnhof chauffieren würde. Während der kurzen Fahrt gibt Dominik weitere Einzelheiten seines Engagements bekannt: Er führt keine Statistiken, wo er schon alles gewesen ist. Er macht auch keine Fotos – er hat alles im Kopf gespeichert. Stolz erzählt der Sammler, dass er sein jährliches GA «hundert Mal» heraus schlage – oder gar noch mehr. Er sei leidenschaftlicher YB-Fan, aber primär sei er fussball-angefressen. «Aber immer friedlich» sei er unterwegs. «Isch haut mis Hobby», meint er beim Aussteigen trocken. Danach wartet er auf den Zug nach Lachen, und nach dieser Partie gehts zurück nach Bern HB. 

Na dann: Weiterhin gute Reisen, Dominik – wohin auch immer die weiteren Ziele führen mögen …