Fussballverband Region Zürich

Schiedsrichter-Werbung: Der FVRZ unterstützt die Vereine!

Am 8. Februar 2017 führte der FVRZ mit dem FC Rüti einen Schiedsrichter-Infoanlass durch.

Mehr als 100 Vereinsmitglieder begrüssten Sandro Schärer zu einem Vortrag über diese Tätigkeit, welche er inzwischen zu seinem Beruf gemacht hat. Für alle Teilnehmenden war dies eine tolle Gelegenheit, die Perspektive eines Schiedsrichters einzunehmen und sich gleichzeitig zu überlegen, ob dies für sie nicht auch eine tolle Ergänzung wäre. 

«Wir haben zu wenig Schiedsrichter im Verein und möchten etwas dagegen unternehmen», so lautet kurz und bündig die Antwort von Roger Simonelli, dem Präsidenten des FC Rüti, auf die Frage, warum man einen solchen Infoanlass durchgeführt habe. Auf der Homepage des FVRZ fand er heraus, dass die Abteilung Schiedsrichter die Vereine bei solchen Anlässen unterstützt. Kurzerhand wurden sämtliche Aktiven sowie die Junioren A bis C zu diesem Anlass eingeladen. Kein geringerer als FIFA-Schiedsrichter Sandro Schärer stand dann am Mittwochabend vor den Leuten, um in einem Referat einerseits von seiner Karriere zu erzählen und andererseits die Perspektive eines Schiedsrichters zu beleuchten. 

«Das Referat war äusserst interessant. Bei gewissen Videoszenen resultierten bis zu acht unterschiedliche Meinungen bei den Teilnehmern», lässt sich Roger Simonelli zitieren. Vom Anlass erhofft er sich, dass in seinem Verein der eine oder andere die Motivation findet, eine Laufbahn als Schiedsrichter einzuschlagen. Noch hat sich keiner für den Grundkurs angemeldet, trotzdem glaubt der Vereinspräsident an die Wirkung: «Gut möglich, dass es Spieler oder Spielerinnen gibt, welche in ein, zwei Jahren als Fussballer an einem anderen Punkt stehen und dann auf die Alternative Schiedsrichter zurückgreifen». 

Der FVRZ unterstützt seine Vereine bei der Neuschiedsrichter-Akquisition und empfiehlt die Durchführung solcher Infoanlässe wärmstens. Bei Interesse wende man sich bitte an Jonas Erni (Leiter Projekt Entwicklung Schiedsrichter / Mail: erni.jonas@football.ch). 

Das Referat von Sandro Schärer führte im gut durchmischten Publikum zu spannenden Diskussionen.

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Anmeldeschluss: Montag, 15. Januar 2018!
Dokumente:

FCs als Bewegungs-Auffangbecken

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
 

Bei einem Kollegen und dessen Partnerin zum Nachtessen eingeladen – es gibt Milchreis mit Zimt, inklusive Zwetschgen. Dafür ginge ich meilenweit, bin aber dennoch froh, dass die Fahrt nur eine knappe Viertelstunde dauert. Da parkieren wir mal und gehen ein paar Treppenstufen hoch bis vors Haus in der Überbauung.

Immer einen Fotoapparat dabei für den Fall wie diesen: Ein schönes grünes, aber kleines Feld mit eben dieser Tafel. Für einen Fussballangefressenen löst dies zwangsläufig innere Reaktionen aus. Die erste: Aha – ein Hundekotverbot findet sich nirgends; Fussball spielende Kinder sind «gefährlicher». Ein Erinnerungs-Fallrückzieher in die eigene Damals-Zeit: Luxus pur. Zehn Meter neben dem Elternhaus eine Kuhwiese zum Fussball spielen, Ski fahren und Schlitteln, 200 Meter weiter hinten ein grosser Wald. Spielplätze «zum versaue». Heute: die Wiese ist komplett verbaut (oder gar «versaut»?). Spielende Kinder: höchstens auf einem kleinen, betonierten Vorplatz.

Aber ich kann nicht innerlich lospoltern kontra dieser Tafel und den «bösen Erwachsenen», die dahinter stecken. Sie haben auch ein Recht auf Ruhe. Gerade in Überbauungen – je nachdem, wie sie angeordnet sind – löst Lärm zusätzliche Echos aus. Am 1. August beispielsweise muss man die sinnlose Knallerei gleich dreifach reinziehen. So schüttelt ob dem Fussballverbot höchstens das Herz den Kopf (geht dies überhaupt?).

Ein Fussballclub, ein Sportverein allgemein muss mit seinem Engagement für die Jugend dieses nach und nach gewachsene, auch durch äussere Umstände entstandene Bewegungs-Manko ausgleichen. Und dieser kaum irgendwo deklarierte Auftrag ist allemal weit, weit wichtiger als die möglichst höchste Ligazugehörigkeit einer ersten Mannschaft. Ein Sportclub steht als Bewegungs-Auffangbecken am Anfang (oder am Ende – je nachdem …) einer Gesellschaft, die wächst und wächst und ihren Raum braucht und nimmt.

Und es sind nicht «die andern»: Wir alle wohnen irgendwo, wos mal jungfräulich grün war und Kicken erlaubt, verboten oder immerhin «geduldet» war.