Fussballverband Region Zürich

Weiterbildung Ausbildner und Turnier FE12 Region Zürich

Am Sonntag, 25. März 2018 organisierte der FVRZ im Stadion Schützenwiese in Winterthur einen Ausbildungstag für Ausbildner und Spieler der Region Zürich auf Stufe FE12.

Zuerst stand eine obligatorische Weiterbildung für die Ausbildner auf dem Programm, danach fand ein Sichtungsturnier mit Spielern aus den FE12-Teams und den FE12-Stützpunkten der Partnerschaften FC Zürich, Grasshopper-Club und FC Winterthur statt.

Theo Widmer, Koordinator Footeco Zürich, begrüsste über 30 Ausbildner zur obligatorischen Weiterbildung und bedankte sich beim FC Winterthur, insbesondere seinem Technischen Leiter Philipp Dux, für das Gastrecht und die Mitorganisation des Anlasses.

Der Technische Leiter des FVRZ, Pascal Humbel, wies im folgenden Theorieteil auf Ziele, Ausbildungsphilosophie und Anforderungen an die Ausbildner des SFV-Projekts Footeco hin. Um die wichtige Übergangsphase vom Breitenfussball in den Juniorenspitzenfussball sinnvoll und erfolgreich zu gestalten, ist die Rolle der Footeco-Ausbildner ganz zentral. Theo Widmer lieferte als wichtigen Einschub den Stand der aktuellen Sichtung für die FE12-Stützpunkte. Die Breitenvereine meldeten insgesamt 440 Kinder, was einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Als Überleitung für den Praxisteil präsentierte Pascal Humbel die neue Ausbildungs- und Spielphilosophie des SFV. Auf dem Platz standen dann die offensiven Aspekte der Ausbildung im Vordergrund. Walter Iselin, SFV-Footeco-Verantwortlicher Region Zürich, und Pascal Humbel demonstrierten mit einer Gruppe von FE12-Spielern spielnahe Formen, welche auf dieser Stufe angewendet werden können. Mit grossem Interesse verfolgten die Ausbildner das Demo-Training. Lobenswert waren auch die fussballerischen Qualitäten und das tolle Engagement der teilnehmenden Jungs.

Im anschliessenden Turnier trafen je sechs Teams von GC und FCZ, drei Teams des FCW und eines des FC Schaffhausen aufeinander und zeigten bei wunderschönem Frühlingswetter ihr Können. Die vielen anwesenden Ausbildner und Scouts der Spitzenvereine konnten so wichtige Erkenntnisse für ihren Selektionsprozess im Hinblick auf die FE13 gewinnen. Die Spiele wurden von den über 100 Kindern (darunter auch einige Mädchen) mit viel Eifer und Ehrgeiz, aber immer sehr fair, bestritten, und dies alles ohne Schiedsrichter.

Der FVRZ zeigte sich mit dem intensiven Ausbildungstag sehr zufrieden und konnte viele positive Rückmeldungen der Teilnehmer entgegen nehmen. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön den vielen Ausbildnern aus den Spitzenvereinen für ihren Einsatz sowie dem FC Winterthur für das Benützen der Infrastruktur und die Unterstützung bei der Organisation.

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Von Ernst- und Spasskämpfen

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Trainieren heisst: auf den «Ernstkampf» vorbereiten. «Ernstkämpfe» sind Meisterschafts- und Cupspiele. Aber wie Figura zeigt, sind auch Testpartien – im sprachlichen Gegensatz – nicht zwingend «Spasskämpfe». Dies bis hinab in den Breitensport, der sich – zuweilen ziemlich ungesund – am Profifussball orientiert. An ihm, der «die Spitze» bedeutet – aber was genau hat der Amateurkick mit ihm gemein?

Ist das zu einfach gesehen? Trainer üben während der Einheiten das, was in der nächsten Partie das Dringlichste ist oder zu sein scheint, um sie möglichst erfolgreich zu absolvieren. Und eben dieses nächste Spiel gibt vor, was intakt scheint und worans noch mangelt. Trainer nicht als Zappelphilipp an der Linie, sondern mehr oder weniger stiller Beobachter dessen, was ihm sein eigenes Team an Herausforderungen für die nächste Trainingseinheit zu beobachten und zu erkennen gibt.

Flexibel darauf reagieren, was verbessert werden kann und soll. Die Individuen der Mannschaft mit einbeziehen, was ihnen aufgefallen ist. Und in der Folgewoche nach besagtem Spiel liegt der Primärfokus allen Tuns gemeinsam bei der Verbesserung der gemeinsam festgestellten Mankos. Die Spieler sollen mit-erkennen statt nur einseitige theoretische Stellungnahmen anhören müssen. Auch die so genannten «Ernstkämpfe» sind demnach – so gesehen – nur Testpartien.

Gewiss: Man kann individuelles Engagement nie zu einer Einheit formen. Es gibt Trainer, die von der ersten Minute an erst so auf Betriebstemperatur kommen, wenn sie stetig lauthals Anweisungen absondern müssen. Lauf da hin, mach dies und jenes, aber wieso dieser Pass, weshalb stehst du so falsch. Je nach Spielertyp: es nervt. Und gibt mir exakt diesen Eindruck: mein Trainer hat null Vertrauen. Oder der (abgewandelte) Spruch: «Ohren zu und durch».

Übungsleiter, die glauben, sie seien gerade in einem Teamsport ultimative Vordenker bis hin zum Befehlsgeber, verschliessen sich einer wichtigen Komponente: Umgekehrt sie sollten vom Kollektiv des Teams wie von den Individuen, die es ausmachen, mindestens so viel lernen wie umgekehrt. Die Dynamik eines Teams ist nie statisch; wer den Mut aufbringt, sie zuzulassen und gar zu fördern, wird im menschlich-kommunikativen Bereich enorm viel bewirken können. Wer hingegen Angst vor Hierarchieverlust hat, ist als Trainer nicht geeignet.