Fussballverband Region Zürich

Adieu 2016 und (vorübergehend) Kongresshaus

Mit der traditionellen, zum 15. Mal durchgeführten Gala des Breitensports fand das Fussballjahr 2016 am Freitag im Zürcher Kongresshaus seinen Abschluss.
Fotos: Update "Mediacenter" erfolgt!

An die 850 Personen fanden sich am Freitagabend zum knapp fünfstündigen Jahr-2016-Adieu ein. Anwesend und von FVRZ-Präsident Sandro Stroppa willkommen geheissen waren nebst illustren Gästen aus Sport, Politik, Wirtschaft und Verbänden namentlich rund 130 Clubs des FVRZ beziehungsweise deren Vertreter. Die Journalistin Daniela Milanese führte erneut souverän durch den mit Unterhaltung, Verpflegung und Ehrungen gemixten Abend.

Die in einem Block durchgeführten traditionellen Ehrungen «Schiedsrichter des Jahres» (Gewinner Hanspeter Beutler, FC Hinwil) oder «Ehrenamtlicher des Jahres» (Roger Kilchör, VFC Neuhausen 90) bedeuten immer sowohl individuell-persönliche wie symbolische Anerkennungen. Beim «Vereins-Fairplay» stand der FC Seuzach auf dem obersten Podestplatz und war noch ein Spürchen besser als Wiesendangen (2.) und Unterstrass (3.) klassiert.

50 Vorbildliche Vereine
50 Klubs (im Vorjahr deren 46) wurden als «Vorbildliche Vereine» auf die Bühne gebeten. In dieser Sparte wird honoriert, wer seiner Aufgabe als Sportverein sowohl intern wie extern initiativ und nachhaltig nachkommt. Ligazugehörigkeiten oder Spitzenklassierungen einer ersten Mannschaft ergeben vielfach Zerrbilder über die tatsächliche Vereinsqualität. Die so wichtige sport-soziale Knochenarbeit an der Basis produziert bekanntermassen so gut wie nie irgendwelche Schlagzeilen.

60'000 Franken ausgeschüttet
Insgesamt schüttete der Verband erneut rund 60'000 Franken in Form von Gutscheinen, Bällen und Bargeld aus; zwar eine enorme Summe, und doch nur ein Bruchteil dessen, was die Vereine beziehungsweise deren Funktionäre und Trainer während des Jahres an ehrenamtlichem Einsatz leisten.
Den musikalischen Unterhaltungspart bestritt die unterdessen zu so etwas wie die «FVRZ-Hausmusik» aufgestiegene «Peacock Party Band». Comedian Fabian Unteregger, die Luftakrobatin Janine Eggenberger sowie «Die Drei» (Musik-Comedy-Showband) brachten die Besucher zum Lachen, zum Staunen und zum aktiv Mitmachen.

Drei Mal in Stettbach
Infolge Umbau/Renovation des Kongresshauses werden die FVRZ-Galas der Jahre 2017 bis 2019 neu in der Samsung Hall in Stettbach (Dübendorf) stattfinden. 

Die an der Gala 2016 Ausgezeichneten

Ehrenamtlicher des Jahres
Roger Kilchör (VFC Neuhausen 90)
Nominierte:
Otto Kuhn (FC Hard Zürich)
Hans-Jörg Meier (FC Thalwil)

Schiedsrichter des Jahres
Hanspeter Beutler (FC Hinwil)
Nominierte:
Walter Keller (SV Rümlang)
Evelyn Eichenberger (SC Veltheim)

Vereins-Fairplay
1. FC Seuzach
2. FC Wiesendangen
3. FC Unterstrass

Special Award
keine Auszeichnung

Vorbildliche Vereine
Platin (20 Vereine; 13. bis 16. Auszeichnung):
FC Bassersdorf, FC Dietikon, FC Effretikon, FC Ellikon/Marthalen, FC Fehraltorf, FC Freienbach, FC Kloten, FC Männedorf, VFC Neuhausen 90, FC Niederweningen, FC Oetwil-Geroldswil, FC Pfäffikon, FC Seuzach, SC Veltheim, FC Wallisellen, FC Wetzikon, FC Wiesendangen, FC Witikon, FC Wollerau, FC Wollishofen.
Gold (9 Vereine; 9. bis 12. Auszeichnung):
FC Affoltern am Albis, FC Feusisberg-Schindellegi, FC Neftenbach, FC Oberwinterthur, FC Stäfa, FC Unterstrass, FC Uster, FC Wädenswil, FC Wettswil-Bonstetten.
Silber (11 Vereine; 5. bis 8. Auszeichnung):
FC Bäretswil, FC Brüttisellen-Dietlikon, FC Buttikon, FC Embrach, FC Hinwil, FC Kempttal, FC Russikon, Sporting Club Schaffhausen, FC Volketswil, FC Wiedikon, SC YF Juventus.
Bronze (10 Vereine; 1. bis 4. Auszeichnung):
FC Beringen, FC Engstringen, FC Herrliberg, FC Ramsen, FC Red Star, SV Schaffhausen, FC Stein am Rhein, FC Thayngen, FC Weisslingen, FC Wülflingen. 

Bilder/ Impressionen (von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)
(Weitere Bilder der 15. FVRZ-Gala: Mediacenter)

Flammentänzchen an der Spitze der Kerzen kündigten die baldigen Weihnachtstage an.

Daniela Milanese führte erneut souverän durchs Programm.

Comedy und Musik fein gemixt und aufeinander abgestimmt: das Berner Trio «Die Drei».

Ehrenamtlicher des Jahres wurde Roger Kilchör (VFC Neuhausen 90; Mitte). Nominiert waren Otto Kuhn (FC Hard Zürich; links) und Hans-Jörg Meier (FC Thalwil).

Unermüdliche Helferinnnen in schwarz: die vier Ehrendamen.

Comedian Fabian Unteregger provozierte manchen Lacher.

Der FC Seuzach (Präsident Matthias Aeppli; Mitte) gewann den Wettbewerb Vereins-Fairplay. Auf Rang zwei klassierte sich der FC Wiesendangen (Präsident Martin Keller; links) vor dem FC Unterstrass (Sportchef Christoph Röthlisberger).

Grösseres Staunen an den Besuchertischen: Janine Eggenberger zeigte Luftakrobatik der hochprofessionellen Art.

40 Junioren des FC Wallisellen bildeten zu Beginn der Gala das traditionelle Spalier.

Erneut war die Peacock Party Band für die den Anlass begleitende Musik zuständig.

Bis auf den letzten Platz gefüllt: das Zürcher Kongresshaus war zum 15. Mal «Heimat» der FVRZ-Gala.

FVRZ-Präsident Sandro Stroppa konnte an die 900 Besucher begrüssen.

Der Schiedsrichter des Jahres, Hanspeter Beutler (FC Hinwil), wird flankiert von den Nominierten Evelyn Eichenberger (SC Veltheim) und Walter Keller (SV Rümlang).

Exakt 50 Clubvertreter konnten sich Preise der Auszeichnung «Vorbildlicher Verein 2016» abholen.

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Ein Doppel-Pass der anderen Art

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch

Menschen ticken so und anders. Immer wieder von Neuem interessant, was so aus den verschiedenen Stimmbändern nach aussen dringt. Zuhören ist immer wichtiger als selbst erzählen. Bei den einen Aussagen nickt der innere Kopf, bei andern wird er ziemlich geschüttelt.

Noch immer ein Thema bei diesen und jenen: Die Nicht-«Vollblut-Schweizer» singen bei einem Länderspiel die Schweizer Landeshymne nicht mit. Sie finden dies «denäbed»: «Entweder bekennt man sich zum Land oder nicht.» Egal, ob man halt wirklich ein Herz hat, in dem zwei Heimatländer pochen. Für einmal ein nicht fussballspezifischer Doppel-Pass ist und bleibt bei (zu?) vielen ein Dauerthema.

Ich kanns nicht lassen und frage nach: «Wie ists denn bei dir? Singst du am 1. August bei einer der vielen Bundesfeiern die Hymne mit?» Ich höre ein unverständliches Brummen. Es kommt mir vor, als ob ich einen Bären aus 300 Meter Entfernung – gegen den Wind! – besser verstanden hätte. Muss daraus schliessen: Mein Gegenüber kommt eher nicht im Morgenrot daher. Ob er eine fromme Seele hat, bleibt ausgespart.

Die Konversation geht noch ein bisschen weiter. Er ping, ich pong. Mal ein bisschen lauter, dann wieder in normaler Frequenz. Meine Auslegung, dass man dies Nicht-Mitsingen durchaus als Respekt gegenüber den «echten Schweizern» interpretieren könnte, ist gleich einer Volley-Abnahme, bei der das Leder hoch über den Ballfänger fliegt – ein glatter Fehlschuss.

Bei der Heimfahrt kommt mir noch dieser Gedanke: Eigentlich schade, dass all die Secondos und da und dort schon Terzos nicht mal den Test machen und alle lauthals den Alpenfirn preisen. Da könnte man so gut wie sicher sein: Es würde wieder welche geben, die zu motzen haben. Was denen einfällt, sich als Nicht-Echt-Schweizer an der Landeshymne zu vergreifen – die sollen schön ihren Mund halten. Irgendwie scheint das «Morgenrot» urheberrechtlich eben doch allein den blutechten Schweizern vorbehalten.