Fussballverband Region Zürich

Projekt Leiternachwuchs Kanton Zürich

Für die 1418coach-Kurse im 2017 in Filzbach sind noch Plätze frei!

Sollte ein FVRZ-Verein (Verein muss aber im Kanton Zürich sein) Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren als (Hilfs-)Leiter oder Assistenz-Trainer einsetzen, wäre dieser Kurs eine ideale Ausbildung für Jugendliche.

Das Finden und Behalten von ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern steht im Sorgenbarometer der Vereine ganz oben. Das Sportamt des Kantons Zürich lancierte im Jahre 2015 in Zusammenarbeit mit dem FVRZ ein neues Projekt für den Leiternachwuchs im Kanton Zürich. Bei «1418coach» werden 14- bis 18-Jährige an erste Leitertätigkeiten herangeführt und ihre Einsätze im Verein werden mit Beiträgen aus dem kantonalen Sportfonds entschädigt.

Ausbildungsdaten, Anmeldekarte und mehr Informationen

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Ein «vergessenes» Fairplay?

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
 

Den Hut ziehen vor all jenen Vereinen, die nie in irgend welche Schlagzeilen kommen: So nach und nach muss nicht, aber kann der Fokus dahin gehen. Jene Vereine, die einfach ihre Primäraufgabe erfüllen, Kindern und Jugendlichen die Plattform «Sport» zu offerieren. Dies war, ist und bleibt Hauptaufgabe aller Sportvereine – egal, ob Fussball, Schwingen, Ski fahren oder was auch immer an Möglichkeiten offen stehen.

Sie, die begrenzte Ressourcen haben, um im sportlichen Wettbewerb eine Rolle zu spielen. Sie, die sich mit teils minimalen Mitteln über Wasser halten und unermüdlich weiter arbeiten. Dies ist auch – auf eine andere Art – Fairplay: Das «Aushängeschild» erste Mannschaft gibt Preis, wies im Gesamtverein steht. Deren Ligazugehörigkeit ist Zeugnis dessen, wie viel finanzielle wie personelle Möglichkeiten investiert und ausgeschöpft werden können.

Immer mehr komme ich zu diesem Schluss: Châpeau für all eben jene. Kein Châpeau hingegen für andere, die sich eine möglichst hohe Ligazugehörigkeit der ersten Mannschaft mit auswärtigen Spielern erkaufen, damit sie «jemand sind». Kein Châpeau für jene Clubs, die die eigene Juniorenabteilung im Breitensport kochen lassen, fürs Essen aber auswärtige Fertiggerichte einkaufen.

All dies gibt ein seltsames Zerrbild ab. Man könnte auch sagen: es wird gelogen, was die Möglichkeiten her geben. Oder auch: Man folgt jener oberflächlichen Meinung, dass die Ligazugehörigkeit der ersten Mannschaft eine möglichst positive Qualität des Gesamtvereins suggerieren. Wer sich dann informiert, wo die zweite und dritte Mannschaft stehen und welche Wettbewerbs-Ausbeute die Juniorenklassierungen Preis geben, wird da vielfach eines Schlechteren belehrt.

Fairplay kennt viele Fragmente. Eines davon wäre, all die Gelder, die da für Fremdkicker ausgegeben werden, im und in den eigenen Verein zu investieren und die eigenen Ressourcen zu stärken. Da liegt in jedem Verein fast unendlich viel Potenzial, das angeknabbert werden könnte – wenn man denn wollte …