Fussballverband Region Zürich

Handbuch Spielbetrieb und Weisungen FVRZ

Die Weisungen wurden aktualisiert (Saison 2016/17 - Rückrunde).

Das Handbuch Spielbetrieb ist in der Rubrik "Weisungen" unter den folgenden Themen aufgeschaltet:

Wichtigste Neuerungen

Alle Weisungen diverser Junioren-/Juniorinnenkategorien findet man unter der Rubrik "Spielbetrieb-Weisungen pro Kategorie". Ebenfalls stehen alle anderen Kategorien (Aktive Herren, Aktive Frauen und Senioren) als Hilfsmittel für die Vereine zur Verfügung.

Die aktualisierten Links zu den wichtigsten Reglementen des SFV findet man als Hilfestellung ebenfalls unter der Rubrik "Weisungen".

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Ein Doppel-Pass der anderen Art

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch

Menschen ticken so und anders. Immer wieder von Neuem interessant, was so aus den verschiedenen Stimmbändern nach aussen dringt. Zuhören ist immer wichtiger als selbst erzählen. Bei den einen Aussagen nickt der innere Kopf, bei andern wird er ziemlich geschüttelt.

Noch immer ein Thema bei diesen und jenen: Die Nicht-«Vollblut-Schweizer» singen bei einem Länderspiel die Schweizer Landeshymne nicht mit. Sie finden dies «denäbed»: «Entweder bekennt man sich zum Land oder nicht.» Egal, ob man halt wirklich ein Herz hat, in dem zwei Heimatländer pochen. Für einmal ein nicht fussballspezifischer Doppel-Pass ist und bleibt bei (zu?) vielen ein Dauerthema.

Ich kanns nicht lassen und frage nach: «Wie ists denn bei dir? Singst du am 1. August bei einer der vielen Bundesfeiern die Hymne mit?» Ich höre ein unverständliches Brummen. Es kommt mir vor, als ob ich einen Bären aus 300 Meter Entfernung – gegen den Wind! – besser verstanden hätte. Muss daraus schliessen: Mein Gegenüber kommt eher nicht im Morgenrot daher. Ob er eine fromme Seele hat, bleibt ausgespart.

Die Konversation geht noch ein bisschen weiter. Er ping, ich pong. Mal ein bisschen lauter, dann wieder in normaler Frequenz. Meine Auslegung, dass man dies Nicht-Mitsingen durchaus als Respekt gegenüber den «echten Schweizern» interpretieren könnte, ist gleich einer Volley-Abnahme, bei der das Leder hoch über den Ballfänger fliegt – ein glatter Fehlschuss.

Bei der Heimfahrt kommt mir noch dieser Gedanke: Eigentlich schade, dass all die Secondos und da und dort schon Terzos nicht mal den Test machen und alle lauthals den Alpenfirn preisen. Da könnte man so gut wie sicher sein: Es würde wieder welche geben, die zu motzen haben. Was denen einfällt, sich als Nicht-Echt-Schweizer an der Landeshymne zu vergreifen – die sollen schön ihren Mund halten. Irgendwie scheint das «Morgenrot» urheberrechtlich eben doch allein den blutechten Schweizern vorbehalten.