Fussballverband Region Zürich

D-Promotionsgruppen

Demo-Training und Theorie für Trainer.

Rund 20 Trainer der zwei D-Promotionsgruppen fanden sich am Dienstagabend des 28. März in der Sportanlage in Wallisellen («Spöde») zur alljährlich obligatorischen Frühlingssitzung ein (die Promotionsgruppen werden nur im Frühling und nur beim FVRZ angeboten).

Das Programm wich zu früheren Jahren ab und begann mit einem praktischen Teil. Der Technische Leiter des FVRZ, Pascal Humbel, zeigte den Trainern zusammen mit den D-Junioren des FC Wallisellen ein Demotraining mit dem Schwerpunkt 1:1. Dabei bewies Humbel, dass er ein Mann der Praxis ist. Als langjähriger Technischer Leiter des FC Winterthur gelang es ihm schnell, den Draht zu den jungen Spielern zu finden.

Im Anschluss an diesen praktischen Teil, der bei den Teilnehmern guten Anklang fand, wurde danach im Restaurant «Spöde» der administrative Teil abgehandelt. Dabei ging es um den Spielplan und die gemeinsamen Comitments der Trainer. Die vier zentralen Punkte dieser Abmachung sind:

  • unsere D Junioren erleben fröhliche Spiele
  • Ausbildung und Fairplay kommen vor dem Leistungsdenken
  • Erlebnis ist wichtiger als das Ergebnis
  • Trainer, Schiedsrichter und Eltern leben Respekt und Einhaltung der Regeln vor

Nach rund zwei Stunden konnten die Trainer den Heimweg antreten und die gewonnenen Eindrücke ab kommenden Samstag in die beginnende Meisterschaft einbringen.

 

Aufmerksam interessierte Beobachter am Spielfeldrand.

Pascal Humbel leitete das Demotraining.

Ebenfalls präsent: Die FVRZ-Vorstandsmitglieder Sandro Stroppa (links) und Theo Widmer.

(Text und Bilder: Edi Koller, Leiter Ressort Junioren FVRZ)

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Abstiege als Herausforderungen

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
 

Zugegeben: Hatte ja fast einen Herzbruch, als der TSV 1860 München kürzlich die Relegationsspiele verlor und sportlich den Weg in die dritte Liga anzutreten hatte. Dies reichte aber noch nicht: Infolge administrativer Unzulänglichkeiten dürfen/müssen die Sechziger ihren Neuanfang in der Regionalliga starten. Raus aus der Allianz-Arena, zurück ins Grünwalder Stadion.

Das tut weh, wenn man von Kleinauf „wenn schon München, dann 1860“ in Kopf und Herz hatte. Jahrelanges Missmanagement, Führungslosigkeiten auf höchster Vereinsebene, Verkennung von Realitäten, kommunikativ katastrophal – es hat wohl so kommen müssen. Und wenn schon absteigen, dann richtig – in der dritten Liga wäre das Chaos wohl weiter gegangen. Jetzt müssen die Verantwortlichen den Traditionsverein an allen Ecken und Enden neu aufstellen – zu gut deutsch: Grundlagen zur völligen Genesung des Patienten schaffen.
Was denn haben die Sechziger in dieser Kolumne auf der FVRZ-HP zu suchen? Eigentlich nichts. Aber dennoch etwas. Nämlich diese Erkenntnis: Ist doch alles halb so schlimm. Ja und? Abstiege sind Chancen. Wer jammert, hat schon verloren. Relegationen sind Zeichen, dass zu viel falsch läuft – sowohl auf wie neben dem Platz. Und dies geht jeden Verein an, seis in der Bundesliga, der Super League oder im Amateurfussball.

Alles, was man an Arbeit investiert, soll so gut wie möglich geschehen, am Optimalen kitzeln. Aber so wie im Spiel selbst, sind die absolvierten Partien für einen aktuell arbeitenden Trainer immer die Vorlage dazu, im Training erkannte Schwächen zu verbessern. Exakt gleich verhält sich das Szenario bei einem Abstieg. Ein solcher ist – gerade im Amateurfussball – kein Weltuntergang. Augen auf und durch – und sich in Selbstbespiegelung berechtigte Fragen stellen, die man im Lauf der Saison meist ausblendet.