Fussballverband Region Zürich

Projekt «werdeschiri»

werdeschiri.ch als Plattform für die Schiedsrichterrekrutierung

Der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) ist Mitglied der Interessensgemeinschaft «werdeschiri», welche Unterstützung bei der Rekrutierung von neuen Schiedsrichtern bietet.

Die Homepage www.werdeschiri.ch bietet jedem Besucher die Möglichkeit, für einmal die Perspektive eines Schiedsrichters einzunehmen. Gleichzeitig gibt es Informationen für Personen, welche sich für die Ausbildung zum Schiedsrichter interessieren. Durch Ausfüllen eines Kontaktformulars wird man anschliessend direkt kontaktiert.

Im Rahmen dieses Projektes werden auf den Sportplätzen des FVRZ-Verbandsgebiets «werdeschiri»-Blachen aufgehängt, um die Plattform aktiv zu bewerben. Diese Blachen werden kommende Woche an den Präsidentenkonferenzen an die Vereine verteilt.

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Eishockey als Lernfaktor

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Ein paar Ferientage in Kanada. Statt Fussball Eishockey, kreuz und quer, rauf und runter, vertikal, horizontal und – dank der Videowürfel – auch digital. Zwei Spiele der Junioren Kelowna Rockets live mitverfolgt, ansonsten so gut wie jeden Abend die ersten Partien der NHL-Playoffs.

Spiele, die an Intensität kaum mehr zu überbieten sind. Rauf und runter ohne Ende in einem Tempo, das an der obersten Grenze angelangt scheint. Körperkontakte noch und noch; ein Ringen um so gut wie jeden Zentimeter. Checks, die in der Schweiz fast zwangsläufig eine Matchstrafe nach sich ziehen, werden oft als legal gewertet.

Klar: Man kann Fussball und Eishockey nie miteinander vergleichen. Letzteres hat mit den vielen Unterbrüchen, in denen die Zeit angehalten wird, eine total andere Spielstruktur. Permanent wird das Spiel in unregelmässigen Abständen in einer besonderen Art neu gestartet. Dies lässt sowohl physisch wie emotional herunter fahren.

Aber wieder einmal lässt sich feststellen: Nicht nur das Niveau erreicht höchste Werte. Die Disziplin, der Respekt von Spielern, Trainern und Medien gegenüber Schiedsrichterentscheiden ist mehr als vorbildlich. Ausgerechnet in der wohl weltbesten und umsatzstärksten Profiliga sind die Unparteiischen respektiert, das, was die ideologische Vorgabe in ihrem besten Sinn wäre: Mitspieler mit besonderen Aufgaben.

Wie sehr würde ich mir wünschen, der Fussball würde sich auch nur ein Spürchen annähern und wieder zu Anstand, Respekt und Akzeptanz zurück finden. Es ist manchmal nur nervend, irgendwie auch traurig, was sowohl in der Champions League bis hinab in die tiefsten Ligen des Breitensports und den älteren Semestern der Senioren an Disziplinlosigkeiten geschieht.

Einfach um des Spieles Willen weiter spielen. Damals, auf dem Schulhausplatz, funktionierte dies, stundenlang – und dies ohne Schiedsrichter. Offenbar hat man als Kind das Spiel als solches weit mehr begriffen als heute als Erwachsener.