Fussballverband Region Zürich

Update für die Verantwortlichen Spielbetrieb

Kürzlich fanden die obligatorischen Ausbildungsabende für die Leiterinnen und Leiter Spielbetrieb zum Informationsaustausch mit den Verbandsverantwortlichen statt.

Gastgeber hierfür waren die Vereine Rümlang (am 31. Mai), Höngg (1. Juni), Neftenbach (6. Juni), Stäfa (7. Juni) und Kempttal (8. Juni). Von Seiten des Verbands standen folgende Themen zur Information/Diskussion an: Spieltermine, Gruppengrössen, Gruppeneinteilungen, Spielplangestaltung, besondere Disziplinarmassnahmen sowie Spielbetrieb im Clubcorner.
Wer in einem Verein die wirklich wichtigen Aufgaben zu betreuen hat – darüber scheiden sich die Geister. Jede Position muss im Räderwerk eines funktionierenden Clubs möglichst optimal besetzt sein. Dennoch kommt den Leiterinnen und Leitern Spielbetrieb so etwas wie eine zentrale Rolle zu; sie sind es auch, die den engsten Kontakt zum Verband pflegen.

Mehr Transparenz eingefordert
Entsprechend vorbereitet machten die Verbandsvertreter die wichtigsten Themen kund; aus der Praxis von bereits Umgesetztem gingen seitens der Vereinsvertreter diverse Anmerkungen ein. So musste unter anderem festgestellt werden, dass sich einzelne Trainer von D- und E-Junioren nicht an die Vorschriften betreffend den Auswechslungen über die drei Drittel Spielzeit halten und persönliche, unerlaubte Vereinbarungen treffen.
Ein Kritikpunkt seitens Vereinsverantwortlichen war, dass die Clubs über grössere Strafentscheide nicht genügend informiert würden, obwohl sie vorab zu Stellungnahmen aufgefordert wurden. Hier wurde mehr Transparenz eingefordert. Für die Aktion «Mini-Schiedsrichter» laufen für die Sommerzeit aktuelle Ausschreibungen.

Arbeitsintensive Zeit
Nach den intensiven Diskussionen und Bekanntmachungen konnten die Verantwortlichen Spielbetrieb den Heimweg antreten. Während andere die bald anstehende Sommerpause geniessen können, ist genau diese Zeit eine äusserst arbeitsintensive für jene Leute, die das administrative Herzstück eines jeden Clubs bekleiden.
Die Vereine erhalten nach Auswertung der fünf Informationsabende eine Zusammenfassung aller wichtigen behandelten Themen.

Impressionen (Fotos: Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)

Vorgängig der anstehenden Sitzungen offerierte der FVRZ einen Apéro.

Treffender liesse sich die Arbeit der Leiterinnen und Leiter Spielbetrieb kaum erklären.

Interessierte Teilnehmer – sie konnten einige neue Informationen mit nach Hause nehmen.

Willy Scramoncini war als Leiter Abteilung Spielbetrieb des FVRZ der Hauptreferent.

zurück
Anmeldeschluss: Montag, 15. Januar 2018!
Dokumente:

Vom Grasnarben-Hickhack

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
 

Der Schiedsrichter hat ihm, dem so erzürnten und subjektiv benachteiligten Trainer wenige Minuten vor Spielschluss offeriert, eine Viertelstunde nach der Partie kurz zusammenzusitzen. Damit sich die Wogen glätten und man im Austausch der Ansichten doch immerhin gegenseitig mit Anstand und Respekt adieu sagen kann. Chapeau. Muss ja nicht immer so sein, aber es kann. Vielleicht zuweilen gar einfach mal nötig.

Der jetzt nicht mehr so Erzürnte, aber noch immer als untervorteilt Gefühlte fasst sich in der Unparteiischen-Garderobe kurz. Er erwähnt drei resultatentscheidende Szenen, die seiner Meinung nach nicht richtig sanktioniert wurden. Zum ersten der fast obligat nicht gegebene «klare Penalty». Daraus entwickelte sich der Gegenstoss, weil ein Viertel seines Teams nicht aufpasste und den ersten Minustreffer einleitete. Kurz vor Schluss dann noch dieser Freistoss, der nie und nimmer einer war und zum 2:4 führte. Drei Szenen, die dem Gast die Punkte schenkten.

So so. Mir ist unbekannt, was der Schiedsrichter antwortete. Vermutlich blieb er bei den trainer-erwähnten Vorkommnissen. Er hätte aber auch so faktisch-realistisch antworten können: «Lieber Trainer. Wenn ich den Penalty gegeben hätte, wären die andern Szenen so nie geschehen. Weil unmittelbar nach meinem Pfiff wären die Wege des Balls sowohl zeitlich wie platzgeografisch total anders ausgefallen. Es wären völlig andere Einzel- und Gesamtsituationen entstanden, so unberechenbar, wie der Fussball halt so ist und bleibt.» Jetzt hätte der Trainer zwar nicht begriffen, aber kapituliert. Und danach unter Seinesgleichen wohl verlauten lassen, dass man «mit dem nicht reden kann.»

So ists halt. Man erwähnt zwar total reale Fakten und wird dennoch als Philosoph tituliert, der nicht konkret Stellung nehmen will. Allein deshalb, weil ab und zu die Versuchung nahe liegen könnte, über die so eng an den Augen liegende eigene Nasenspitze hinaus zu gucken. Und weil man versucht ist, dieses elende, sich noch und noch und stetig wiederholende Grasnarben-Hickhack vielleicht mal in eine andere Umlaufbahn zu spedieren.