Fussballverband Region Zürich

Mini-Schiedsrichter

Kurse erfolgreich gestartet!

Schon im Frühling 2017 hat der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) anlässlich den Präsidentenkonferenzen das neue Mini-Schiedsrichter Konzept vorgestellt.

Nachdem der erste Kurs wegen mangelnder Teilnehmer abgesagt werden musste, konnte am vergangenen Samstag die Kursreihe erfolgreich gestartet werden. Neun motivierte Teilnehmer fanden sich am Samstagmorgen auf dem Sportplatz Riet in Zollikon vor. Im Theorieteil erklärte Jonas Erni vom FVRZ die wichtigsten Spielregeln und die Pflichten eines Mini-Schiedsrichters. Um 10 Uhr gingen die Teilnehmer auf den Platz und arbitrierten gemeinsam das Junioren E Spiel zwischen Zollikon und Greifensee. Jeder Teilnehmer leitete während knapp 10 Minuten das Spiel. Die anderen lauschten den Kommentaren von Andrin Hediger und Jonas Erni. Nach dem Kurzeinsatz erhielt jeder angehende Mini-Schiedsrichter ein kurzes Feedback und so war die Feuertaufe auch schon überstanden.

Die frisch ausgebildeten Mini-Schiedsrichter werden nun bei ihren Stammvereinen für Spiele diverser Juniorenkategorien (unter anderem Junioren E und D) eingesetzt. Sie tragen ein offizielles Mini-Schiedsrichter-Trikot des FVRZ, welches ihre erfolgreiche Teilnahme am Mini-Schiedsrichter-Kurs bescheinigt.

Die Reihe der Mini-Schiedsrichter-Kurse findet ihre Fortsetzung in den nächsten Wochen an verschiedenen Orten im FVRZ-Verbandsgebiet (vgl. Ausschreibung). Noch hat es freie Plätze. Anmeldungen mittels untenstehendem Formular werden unter erni.jonas@football.ch entgegen genommen.

Ausschreibung
Anmeldeformular: PDFWord

zurück
Anmeldeschluss: Montag, 15. Januar 2018!
Dokumente:

Vom Grasnarben-Hickhack

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
 

Der Schiedsrichter hat ihm, dem so erzürnten und subjektiv benachteiligten Trainer wenige Minuten vor Spielschluss offeriert, eine Viertelstunde nach der Partie kurz zusammenzusitzen. Damit sich die Wogen glätten und man im Austausch der Ansichten doch immerhin gegenseitig mit Anstand und Respekt adieu sagen kann. Chapeau. Muss ja nicht immer so sein, aber es kann. Vielleicht zuweilen gar einfach mal nötig.

Der jetzt nicht mehr so Erzürnte, aber noch immer als untervorteilt Gefühlte fasst sich in der Unparteiischen-Garderobe kurz. Er erwähnt drei resultatentscheidende Szenen, die seiner Meinung nach nicht richtig sanktioniert wurden. Zum ersten der fast obligat nicht gegebene «klare Penalty». Daraus entwickelte sich der Gegenstoss, weil ein Viertel seines Teams nicht aufpasste und den ersten Minustreffer einleitete. Kurz vor Schluss dann noch dieser Freistoss, der nie und nimmer einer war und zum 2:4 führte. Drei Szenen, die dem Gast die Punkte schenkten.

So so. Mir ist unbekannt, was der Schiedsrichter antwortete. Vermutlich blieb er bei den trainer-erwähnten Vorkommnissen. Er hätte aber auch so faktisch-realistisch antworten können: «Lieber Trainer. Wenn ich den Penalty gegeben hätte, wären die andern Szenen so nie geschehen. Weil unmittelbar nach meinem Pfiff wären die Wege des Balls sowohl zeitlich wie platzgeografisch total anders ausgefallen. Es wären völlig andere Einzel- und Gesamtsituationen entstanden, so unberechenbar, wie der Fussball halt so ist und bleibt.» Jetzt hätte der Trainer zwar nicht begriffen, aber kapituliert. Und danach unter Seinesgleichen wohl verlauten lassen, dass man «mit dem nicht reden kann.»

So ists halt. Man erwähnt zwar total reale Fakten und wird dennoch als Philosoph tituliert, der nicht konkret Stellung nehmen will. Allein deshalb, weil ab und zu die Versuchung nahe liegen könnte, über die so eng an den Augen liegende eigene Nasenspitze hinaus zu gucken. Und weil man versucht ist, dieses elende, sich noch und noch und stetig wiederholende Grasnarben-Hickhack vielleicht mal in eine andere Umlaufbahn zu spedieren.