Fussballverband Region Zürich

Tagung (WBK 1) der Leiter Junioren

Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich am Samstag, 11. November 2017 zur erstmals im Seminarhotel Bocken in Horgen durchgeführten Tagung ein.

Nachdem Theo Widmer (Leiter Abteilung Technik FVRZ) die Tagung eröffnet hatte, startete Stefan Schötzau (Leiter Sportamt Kanton Zürich) mit einer Begrüssungsrede, wo er mit einigen eindrücklichen Zahlen auf die Bedeutung und Wirkung des Fussballs, nicht zuletzt in der Region Zürich, aufmerksam machte.

Danach folgten zwei Referate. Zuerst zeigte Peter Knäbel, SRF-Fernsehexperte, den Teilnehmern in gewohnt packender Art auf, wie sich ihre Vereine in ihrem Umfeld noch besser positionieren und auch stärker auftreten können. Im Anschluss wagte sich Christian Ingold, Fachexperte Zentrum für Spielsucht, an ein für die meisten Teilnehmenden völlig neues Gebiet. Er sprach die Problematik der Wettspielsucht im Internet und deren Folgen an.

Im zweiten Teil der Tagung standen die verschiedenen Workshops im Rahmen eines Themenparcours auf dem Programm. Es fand ein reger Austausch zwischen Referenten und Teilnehmenden statt, wobei beide Seiten sehr profitieren konnten.

  • Traineraus-/Weiterbildung, 1418coach: Philipp Gantenbein (Sportamt Kanton Zürich), Pascal Humbel (Technischer Leiter FVRZ)

  • Entwicklung Schiedsrichter: Jonas Erni (Leiter Projekt Entwicklung Schiedsrichter FVRZ)

  • News Kinderfussball (Dominik Müller, Leiter Kinderfussball SFV)

  • Cyber Mobbing (Claudia Gfeller, Leiterin Frauenfussball FVRZ)

  • Footeco (Peter Knäbel)

Zum Abschluss des Tages erschien Mario Fehr (Regierungsrat Kanton Zürich) und bedankte sich in einer positiven Rede bei den anwesenden Junioren-/Juniorinnenverantwortlichen für ihren nicht selbstverständlichen Einsatz für die Jugend, den Sport und insbesondere den Fussball.

Die Organisatoren des FVRZ zogen ein äusserst positives Fazit, was nicht zuletzt die durchaus sehr positiven Rückmeldungen der Teilnehmerbefragung wiederspiegelten. Die ausgezeichnete Infrastruktur und das feine Essen im Seminarhotel Bocken trugen natürlich ebenfalls zu einem rundum gelungenen Anlass bei.

Impressionen (Fotos: Pascal Humbel, Technischer Leiter FVRZ)

Mario Fehr, Regierungsrat Kanton Zürich

Christian Ingold, Fachexperte Zentrum für Spielsucht

Claudia Gfeller und Tatjana Haenni (Fussballverband Region Zürich)

Mario Fehr, Regierungsrat Kanton Zürich bei der Verabschiedung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer

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Jahresrückblick der persönlichen Art

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
 

Am kommenden Freitagabend des 8. Dezember ist wieder Zeit, uns selbst zu feiern. In der Samsung Hall in Dübendorf-Stettbach begehen Verband und Vereine die traditionelle Jahresschluss-Gala, diesmal in ihrer 16. Auflage. Nebst der örtlichen Verschiebung infolge der Kongresshaus-Renovation warten diese und jene Neuerungen auf die Besucher.

Zusammen das auslaufende (Fussball-)Jahr verabschieden ist das eine. Das andere: Jede und jeder Vereinsengagierte wird – dann allerdings eher im Stillen – seine persönliche Bilanz ziehen. Details wie Gesamtes rückblenden, Gutes wie nicht so Gelungenes ausmachen, Bestätigungen weiter verfolgen und wo nötig Korrekturen anbringen. Die eigene Arbeit möglichst objektiv reflektieren verlangt da und dort ein inneres Aussteigen aus jenem Rad, das auch ehrenamtliche Arbeit in Beschlag nimmt. Was besser wäre dazu geeignet als die Winterpause, in der so vieles brach liegt und «ausruhen» fordert?

Auch der Kommentarschreiber zieht Bilanz. Und freut sich über etwas, was nicht zwingend grosse Schlagzeilen macht. Tröpfchenweise, aber doch stetig entschliessen sich Vereine, die Politik, deren erste Mannschaft mit viel, viel und nochmals viel Geld möglichst weit nach oben zu kaufen, zu ändern. Zu den ehrlichen Wurzeln des eigenen Clubs zurück zu kehren. Die eigenen Nachwuchsspieler so auszubilden, dass sie in der vereins-höchstmöglichen Liga bestehen können. Wie heisst es doch in der Wirtschaft, dem Berufsleben: Bilden und ausbilden ist das A und O einer gesunden Zukunft.

Wer all das Geld, das da während Jahren für die Legionäre per Saläre und Punkteprämien «verbratet» wurde und wird, zusammenzählt, muss sich doch auch diese Frage stellen: Wen denn interessierts, ob Verein X oder Y mit seiner ersten Mannschaft so künstlich weit oben spielt und die andern Mannschaften des Clubs im Breitenfussball dümpeln? Es interessiert primär diejenigen, die diese eigene Politik verfolgen und mit einem künstlichen Aushängeschild sich selbst gefallen und Sponsoren beeindrucken wollen.

Zukunftsgerichtet ist das nicht – man arbeitet für Momentaufnahmen. Mit dem Grundgedanken von «Amateurfussball» haben diese Auswüchse nicht, aber rein gar nichts zu tun. Verantwortung für den eigenen Club und dessen Mitglieder zu übernehmen läuft auf einem anderen Kanal, als permanent auswärtige Spieler einzukaufen. Notabene: Auch diese begannen mal bei einem Breitensportverein. Dieser arbeitete im Nachwuchsbereich wohl um einiges fokussierter. Es ist zu billig (umgekehrt mordsmässig teuer …), weiterhin auf diesem seltsamen Pfad zu wandeln.

Klar: Jeder Verein hat das Recht, sich so zu gestalten, wie ihm vorschwebt. Fragt sich zuweilen nur, ob wirklich alle Vereinsmitglieder – sie sind nach den Statuten das oberste Gremium – dazu «Ja» sagen oder ob die «Entscheidungsträger» jene sind, die eventuell völlig an der Basis vorbei vereinspolitisieren und deren Fokus der für sie offenbar einzig richtige ist.

Anmeldeschluss: Montag, 15. Januar 2018!
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