Fussballverband Region Zürich

Schiedsrichter-Werbung: Der FVRZ unterstützt die Vereine!

Am 23. November führte der FVRZ mit dem FC Männedorf einen Schiedsrichter-Infoanlass durch.

Sergei Piattella, Präsident des FC Männedorf, sagte es in seiner Begrüssung richtig: Ohne Schiedsrichter kein Fussball!

Da der FC Männedorf eher knapp an Schiedsrichtern ist und zudem in diesem Bereich ein kleines Nachwuchsproblem herrscht, bat man den FVRZ um Hilfe. Gemeinsam wurde ein Infoanlass vorbereitet, welcher am Abend des 23. November im Hotel Boldern in Männedorf durchgeführt wurde.

In seinem Referat gab Jonas Erni, Leiter Projekt Entwicklung Schiedsrichter beim FVRZ, Einblicke in die Tätigkeit eines Schiedsrichters und zeigte den Weg zum Verbandsschiedsrichter auf. Anschliessend wurden gemeinsam Videobeispiele angeschaut, bei welchen jeder Fussballfan mitdiskutieren konnte. Ob Foul, Hands, Penalty oder rote Karte – jeder hatte eine Meinung und nicht immer war man sich einig. Letztendlich war es ein spannender Abend mit vielen Diskussionen rund um den Fussball, aus denen hoffentlich jeder der ca. 40 Teilnehmer etwas mitnehmen kann.

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Anmeldeschluss: Montag, 15. Januar 2018!
Dokumente:

Vom Grasnarben-Hickhack

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
 

Der Schiedsrichter hat ihm, dem so erzürnten und subjektiv benachteiligten Trainer wenige Minuten vor Spielschluss offeriert, eine Viertelstunde nach der Partie kurz zusammenzusitzen. Damit sich die Wogen glätten und man im Austausch der Ansichten doch immerhin gegenseitig mit Anstand und Respekt adieu sagen kann. Chapeau. Muss ja nicht immer so sein, aber es kann. Vielleicht zuweilen gar einfach mal nötig.

Der jetzt nicht mehr so Erzürnte, aber noch immer als untervorteilt Gefühlte fasst sich in der Unparteiischen-Garderobe kurz. Er erwähnt drei resultatentscheidende Szenen, die seiner Meinung nach nicht richtig sanktioniert wurden. Zum ersten der fast obligat nicht gegebene «klare Penalty». Daraus entwickelte sich der Gegenstoss, weil ein Viertel seines Teams nicht aufpasste und den ersten Minustreffer einleitete. Kurz vor Schluss dann noch dieser Freistoss, der nie und nimmer einer war und zum 2:4 führte. Drei Szenen, die dem Gast die Punkte schenkten.

So so. Mir ist unbekannt, was der Schiedsrichter antwortete. Vermutlich blieb er bei den trainer-erwähnten Vorkommnissen. Er hätte aber auch so faktisch-realistisch antworten können: «Lieber Trainer. Wenn ich den Penalty gegeben hätte, wären die andern Szenen so nie geschehen. Weil unmittelbar nach meinem Pfiff wären die Wege des Balls sowohl zeitlich wie platzgeografisch total anders ausgefallen. Es wären völlig andere Einzel- und Gesamtsituationen entstanden, so unberechenbar, wie der Fussball halt so ist und bleibt.» Jetzt hätte der Trainer zwar nicht begriffen, aber kapituliert. Und danach unter Seinesgleichen wohl verlauten lassen, dass man «mit dem nicht reden kann.»

So ists halt. Man erwähnt zwar total reale Fakten und wird dennoch als Philosoph tituliert, der nicht konkret Stellung nehmen will. Allein deshalb, weil ab und zu die Versuchung nahe liegen könnte, über die so eng an den Augen liegende eigene Nasenspitze hinaus zu gucken. Und weil man versucht ist, dieses elende, sich noch und noch und stetig wiederholende Grasnarben-Hickhack vielleicht mal in eine andere Umlaufbahn zu spedieren.