Fussballverband Region Zürich

Zwischen GALAnt und fast schon GALAktisch

Einige Neuerungen im Traditionellen: Die 16. FVRZ-Gala, am Freitagabend des 8. Dezember in der Samsung Hall in Dübendorf durchgeführt, wurde von über 1000 Personen besucht.

Erstmals wurde die 1000-er Grenze «geknackt» – ein untrügliches Zeichen dessen, dass sich das Jahres-Adieu des Fussballverbands der Region Zürich uneingeschränkter Beliebtheit erfreut. Infolge des Kongresshaus-Umbaus in Zürich fand die Veranstaltung erstmals in der Samsung Hall in Dübendorf statt. Die allseits bekannte Christa Rigozzi führte als konzentrierte und flexible Moderatorin durch den Abend.
Die in drei Blöcken durchgeführten traditionellen Ehrungen «Schiedsrichter des Jahres» (Gewinner Mario Gullo/FC Uitikon) oder «Ehrenamtlicher des Jahres» (Heinz Gross/FC Küsnacht) bedeuten immer sowohl individuell-persönliche wie symbolische Anerkennungen. Beim «Vereins-Fairplay» stand der FC Hausen am Albis auf dem obersten Podestplatz und war so noch ein Spürchen besser als Seuzach (2.) und Zollikon (3.) klassiert.

FC Neftenbach «Verein des Jahres»
44 Klubs (im Vorjahr deren 50) wurden als «Vorbildliche Vereine» ausgezeichnet. In dieser Sparte wird honoriert, wer seiner Aufgabe als Sportverein sowohl intern wie extern initiativ und nachhaltig nachkommt. Ligazugehörigkeiten oder Spitzenklassierungen einer ersten Mannschaft ergeben vielfach Zerrbilder über die tatsächliche Vereinsqualität. Die so wichtige sport-soziale Knochenarbeit an der Basis produziert bekanntermassen so gut wie nie irgendwelche Schlagzeilen.
Eine Neubewertung der Kriterien brachte mit sich, dass sechs der 44 Vereine mit der Gold-Plakette honoriert wurden. Auch diesem Sextett hatten alle Gala-Besucher die Aufgabe, via elektronischer Abstimmung den «Verein des Jahres» zu küren. 90 Prozent der Anwesenden beteiligten sich. Die meisten Stimmen gingen an den FC Neftenbach (30,5 Prozent) vor Bäretswil (21,8%), Pfäffikon (20,3%), Wettswil-Bonstetten (10,4%), Wallisellen (10%) und Wiedikon (7%).

50‘000 Franken ausgeschüttet
Insgesamt schüttete der Verband rund 50‘000 Franken in Form von Gutscheinen, Bällen und Bargeld aus; zwar eine enorme Summe, und doch nur ein Bruchteil dessen, was die Vereine beziehungsweise deren Funktionäre und Trainer während des Jahres an ehrenamtlichem Einsatz leisten.
Die Unterhaltungsparts bestritten der mit einem Feuerwerk an Pointen aufwartende Comedian Marco Rima sowie der Nachwuchssänger Flavio Rizzello. Der eine seit Jahren international bekannt, der andere, 13-jährige ehemalige Gewinner der dritten Staffel von «Die grössten Schweizer Talente» auf dem Weg dorthin?
FVRZ-Präsident Sandro Stroppa konnte so gut wie immer pünktlich gegen 23 Uhr mit den besten Wünschen die «grosse Fussballfamilie» in die Winterpause verabschieden. Von allen unbemerkt, legten sich während der Darbietungen im Saal Millionen von Schneeflocken auf Strassen und Wiesen – es war dies die letzte Überraschung eines gelungenen Abends.

Die an der Gala 2017 Ausgezeichneten

Ehrenamtlicher des Jahres
Heinz Gross (FC Küsnacht)
Nominierte:
Arsim Hyseni (FC Kosova)
Rico Maurer (FC Uster)

Schiedsrichter des Jahres
Mario Gullo (FC Uitikon)
Nominierte:
Toni Gisler (BC Albisrieden)
Heinrich Rück (FC Schwerzenbach)

Vereins-Fairplay
1. FC Hausen a.A.
2. FC Seuzach
3. SC Zollikon

Verein des Jahres
FC Neftenbach
(vom Publikum aus den sechs mit Gold ausgezeichneten «Vorbildlichen Vereinen» gewählt)

Vorbildliche Vereine
Gold (6 Vereine):
FC Bäretswil, FC Neftenbach, FC Pfäffikon, FC Wallisellen, FC Wettswil-Bonstetten, FC Wiedikon.
Silber (10 Vereine):
FC Affoltern a.A., FC Embrach, FC Fehraltorf, FC Hinwil, FC Küsnacht, FC Männedorf, FC Seuzach, FC Wädenswil, FC Wiesendangen, FC Witikon.
Bronze (8 Vereine):
FC Ellikon/Marthalen, FC Herrliberg, FC Kloten, FC Oetwil-Geroldswil, FC Russikon, FC Thayngen, FC Wollishofen, SC YF Juventus.
Weitere Ausgezeichnete (20 Vereine):
BC Albisrieden, FC Bassersdorf, FC Beringen, FC Brüttisellen-Dietlikon, FC Effretikon, FC Feusisberg-Schindellegi, FC Kempttal, FC Lachen/Altendorf, FC Niederweningen, FC Oberwinterthur, FC Ramsen, FC Stäfa, FC Stammheim, FC Unterstrass, FC Uster, SC Veltheim, FC Volketswil, FC Wetzikon, FC Wollerau, FC Wülflingen

Bilder/ Impressionen (von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)

Weitere Bilder sind im Mediacenter abrufbar:

Die vorbereiteten Bälle warten auf ihre Abnehmer.

Professionell und mit Charme: Christa Rigozzi führte als Moderatorin durch den Abend.

Heinz Gross (Mitte) wurde Ehrenamtlicher des Jahres. Ihn flankieren die Nominierten
Arsim Hyseni (links) und Rico Maurer.

Die vier Ehrendamen – für die Wettbewerbsgewinner so etwas wie Glücksfeen.

Ein stimmkräftiger junger Mann: Flavio Rizzello gab Kostproben seines Könnens.

Stimmungsmache via Kerzen anzünden.

Vorweihnächtliche Feststimmung auf den Tischen.

Durchs Sieger-Spalier: FC Neftenbach-Präsident Marco Pauletto ist Vorsitzender des Vereins des Jahres.

Ganz kurz und ganz bündig: Comedian Marco Rima war prima.

Die Gala 2017 fand erstmals im grossen Bauch der Samsung Hall in Dübendorf statt.

FVRZ-Präsident Sandro Stroppa betonte unter anderem die Wichtigkeit von ehrenamtlichem Engagement.

Mario Gullo (Mitte) wurde Schiedsrichter des Jahres. Ihn flankieren Toni Gisler (links) und Heinrich Rück.

Der FC Hausen am Albis (Mitte; Präsidentin Gordana Marini) gewann den Fairplay-Wettbewerb.
Der FC Seuzach (links; Präsident Matthias Aeppli) landete auf dem zweiten,
der SC Zollikon (Präsident Fernando Hermida) auf dem dritten Rang.

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Anmeldeschluss: Montag, 15. Januar 2018!
Dokumente:

Vom Grasnarben-Hickhack

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
 

Der Schiedsrichter hat ihm, dem so erzürnten und subjektiv benachteiligten Trainer wenige Minuten vor Spielschluss offeriert, eine Viertelstunde nach der Partie kurz zusammenzusitzen. Damit sich die Wogen glätten und man im Austausch der Ansichten doch immerhin gegenseitig mit Anstand und Respekt adieu sagen kann. Chapeau. Muss ja nicht immer so sein, aber es kann. Vielleicht zuweilen gar einfach mal nötig.

Der jetzt nicht mehr so Erzürnte, aber noch immer als untervorteilt Gefühlte fasst sich in der Unparteiischen-Garderobe kurz. Er erwähnt drei resultatentscheidende Szenen, die seiner Meinung nach nicht richtig sanktioniert wurden. Zum ersten der fast obligat nicht gegebene «klare Penalty». Daraus entwickelte sich der Gegenstoss, weil ein Viertel seines Teams nicht aufpasste und den ersten Minustreffer einleitete. Kurz vor Schluss dann noch dieser Freistoss, der nie und nimmer einer war und zum 2:4 führte. Drei Szenen, die dem Gast die Punkte schenkten.

So so. Mir ist unbekannt, was der Schiedsrichter antwortete. Vermutlich blieb er bei den trainer-erwähnten Vorkommnissen. Er hätte aber auch so faktisch-realistisch antworten können: «Lieber Trainer. Wenn ich den Penalty gegeben hätte, wären die andern Szenen so nie geschehen. Weil unmittelbar nach meinem Pfiff wären die Wege des Balls sowohl zeitlich wie platzgeografisch total anders ausgefallen. Es wären völlig andere Einzel- und Gesamtsituationen entstanden, so unberechenbar, wie der Fussball halt so ist und bleibt.» Jetzt hätte der Trainer zwar nicht begriffen, aber kapituliert. Und danach unter Seinesgleichen wohl verlauten lassen, dass man «mit dem nicht reden kann.»

So ists halt. Man erwähnt zwar total reale Fakten und wird dennoch als Philosoph tituliert, der nicht konkret Stellung nehmen will. Allein deshalb, weil ab und zu die Versuchung nahe liegen könnte, über die so eng an den Augen liegende eigene Nasenspitze hinaus zu gucken. Und weil man versucht ist, dieses elende, sich noch und noch und stetig wiederholende Grasnarben-Hickhack vielleicht mal in eine andere Umlaufbahn zu spedieren.