Fussballverband Region Zürich

Nicht nur den Schnee wegräumen …

Die Tage und Wochen vor und nach dem Jahreswechsel machen nicht zwingend, aber doch meist ein bisschen besinnlich ...

Altes geht und Neues kommt – auch wenn rein faktisch nur die letzte von vier Ziffern wechselt. Von vorn beginnen, Altes, was man nicht mehr braucht, wegschmeissen – sowohl physisch wie dort, wo man in seinem Innenbereich zuweilen ach so vieles mit sich herum schleppt.

So hat dieses Bild durchaus Symbolcharakter: Das Schiedsrichtertrio (von links) Nourredine Ben Abed, Martin Feusi und Petar Vlajnic schaufelten am 9. Dezember anlässlich der Kunstrasenplatz-Eröffnung in Rümlang den Schnee vom Feld und zeigten damit auf: Aufräumen gibt warm und macht fit …

In diesem Sinn hofft der FVRZ, dass alles, was im 2018 geschieht, Ihren persönlichen Wünschen so nah wie möglich kommt.

(Bild: Andrin Hediger)

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Anmeldeschluss: Montag, 15. Januar 2018!
Dokumente:

Vom Grasnarben-Hickhack

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
 

Der Schiedsrichter hat ihm, dem so erzürnten und subjektiv benachteiligten Trainer wenige Minuten vor Spielschluss offeriert, eine Viertelstunde nach der Partie kurz zusammenzusitzen. Damit sich die Wogen glätten und man im Austausch der Ansichten doch immerhin gegenseitig mit Anstand und Respekt adieu sagen kann. Chapeau. Muss ja nicht immer so sein, aber es kann. Vielleicht zuweilen gar einfach mal nötig.

Der jetzt nicht mehr so Erzürnte, aber noch immer als untervorteilt Gefühlte fasst sich in der Unparteiischen-Garderobe kurz. Er erwähnt drei resultatentscheidende Szenen, die seiner Meinung nach nicht richtig sanktioniert wurden. Zum ersten der fast obligat nicht gegebene «klare Penalty». Daraus entwickelte sich der Gegenstoss, weil ein Viertel seines Teams nicht aufpasste und den ersten Minustreffer einleitete. Kurz vor Schluss dann noch dieser Freistoss, der nie und nimmer einer war und zum 2:4 führte. Drei Szenen, die dem Gast die Punkte schenkten.

So so. Mir ist unbekannt, was der Schiedsrichter antwortete. Vermutlich blieb er bei den trainer-erwähnten Vorkommnissen. Er hätte aber auch so faktisch-realistisch antworten können: «Lieber Trainer. Wenn ich den Penalty gegeben hätte, wären die andern Szenen so nie geschehen. Weil unmittelbar nach meinem Pfiff wären die Wege des Balls sowohl zeitlich wie platzgeografisch total anders ausgefallen. Es wären völlig andere Einzel- und Gesamtsituationen entstanden, so unberechenbar, wie der Fussball halt so ist und bleibt.» Jetzt hätte der Trainer zwar nicht begriffen, aber kapituliert. Und danach unter Seinesgleichen wohl verlauten lassen, dass man «mit dem nicht reden kann.»

So ists halt. Man erwähnt zwar total reale Fakten und wird dennoch als Philosoph tituliert, der nicht konkret Stellung nehmen will. Allein deshalb, weil ab und zu die Versuchung nahe liegen könnte, über die so eng an den Augen liegende eigene Nasenspitze hinaus zu gucken. Und weil man versucht ist, dieses elende, sich noch und noch und stetig wiederholende Grasnarben-Hickhack vielleicht mal in eine andere Umlaufbahn zu spedieren.