Fussballverband Region Zürich

Gratis-Inserate im Football-Pool

Momentan sind über 110 Inserate aufgeschaltet.

Nutzen auch Sie den Gratis-Inseratenpool für die Planung der Rückrunde 2017/18, sei es beispielsweise für das Vereinbaren von Trainingsspielen oder das Finden von Funktionären, Trainern und Spielern.

Im Pool können auch Ausschreibungen für Turniere publiziert werden.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

zurück

Unter dem Strich «sälber schuld»

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Schon länger ists her und deshalb längst aus den Schlagzeilen verschwunden. Ist wie bei einem Gewitter: Je stärker es blitzt und «klöpft», desto schneller verzieht sich das Unwetter. So ist jene Szene, die vor allem in Österreich zu heftigen Reaktionen führte, zwar seit rund zwei Wochen passé, kann sich aber durchaus 1:1 oder ähnlich wiederholen.

Europa League, Halbfinal Salzburg gegen Marseille. Die Gastgeber führen 2:0 und haben somit das Vorrundenspiel-Ergebnis egalisiert. In der Verlängerung rückt das Penaltyschiessen von Minute zu Minute näher. Dann eben jene Szene: Schiedsrichter Sergej Karasew entscheidet fünf Minuten vor Abpfiff falsch; er gibt statt eines von TV-Bildern nachgewiesenen Abstosses Eckball für Marseille. Daraus erfolgt der Anschlusstreffer und die Finalqualifikation der Franzosen.

Jeder kann Emotionen nachvollziehen. Dass sich die Salzburger «beschissen» vorkommen – verständlich. Aber: Entschieden ist entschieden. Ab dem Falschpfiff ging die Partie weiter. Weder Schiedsrichter noch Assistenten waren für Marseilles völlig korrekt erzielten Anschlusstreffer verantwortlich. Salzburgs Defensive verpasste, den nachmaligen Torschützen Rolando entscheidend zu markieren. Und dass der Ball beim weiteren Pfosten ungehindert ins Netz rollen konnte – weshalb stand keiner auf der Torlinie, um das Leder ungehindert wegdreschen zu können? Neun Feldspieler im eigenen Strafraum, aber eben dort, wo eine grosse Lücke war – nada.

Das Fazit: Einige «Bullen» haben auf Grund des Falschentscheids wegen völlig unnützer Aufregung und Reklamationen ihre Konzentration verloren. Die Emotionen brachten den Mentalbereich dermassen durcheinander, dass zwei eklatante Defensivversäumnisse den Finaltraum platzen liessen. Selber schuld.
Wer aus dieser Szene weiter guckte als nur bis zum Abpfiff des Spiels: Ähnliches geschieht auch im Breitenfussball immer wieder. Wer seine Emotionen nicht so schnell wie möglich auf wieder Kaltstufe stellen kann, belästigt und bedrängt nicht nur den Schiedsrichter. Er gibt seinem (Fussball-)Fokus freien Lauf, sich für Unwesentliches zu engagieren und gibt der Konzentration so etwas wie «freien Ausgang». Nicht sehr zielführend dann, wenn man ein Spiel gewinnen will …