Fussballverband Region Zürich

Ohne Swisslos-Erträge, weniger Geld für den Sport!

Geldspiele machen die Akteure im Breitensport glücklich – aber nur, wenn bei Swisslos gespielt wird. Die Unterstützung durch Swisslos ist auch für die Fussballvereine und ihre Juniorinnen/Junioren von immenser Bedeutung.

Im 2017 konnte über den Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) als Drehscheibe den Sportverbänden, Sportvereinen, Gemeinden und Dritten im Kanton Zürich 7,43 Millionen Franken für die wertvolle Leistung zugeführt werden. Diese Unterstützung ist nun in Gefahr.

Das Geldspielgesetz setzt Artikel 106 der Bundesverfassung um, der vom Volk im März 2012 mit 87 Prozent Ja-Stimmen angenommen wurde. Dort steht, dass die Erträge aus Lotterien und Sportwetten vollumfänglich für die Gemeinnützigkeit, namentlich in den Bereichen Kultur, Soziales und Sport, abzuführen sind. Aus diesem Grund wird der Zugang zu illegalen Online-Geldspielen aus Malta, Gibraltar oder der Isle of Man gesperrt. Wegen dieser Zugangssperren haben verschiedene Jungparteien das Referendum gegen das Geldspielgesetz ergriffen, welches am 18. Januar 2018 mit 60‘744 Stimmen zustande kam. Die Bevölkerung wird am 10. Juni 2018 darüber abstimmen. Lehnt das Volk das neue Geldspielgesetz ab, so werden die Erträge von Swisslos – und damit die Unterstützung auch für den Sport – spürbar zurückgehen.

Darum: JA zum Geldspielgesetz
(Kurzargumentarium des Zürcher Kantonalverbandes für Sport)

Es steht nicht mehr und nicht weniger als die Zukunft des Jugend-, Breiten- und Vereinssports in der Schweiz auf dem Spiel.

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Von Ernst- und Spasskämpfen

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Trainieren heisst: auf den «Ernstkampf» vorbereiten. «Ernstkämpfe» sind Meisterschafts- und Cupspiele. Aber wie Figura zeigt, sind auch Testpartien – im sprachlichen Gegensatz – nicht zwingend «Spasskämpfe». Dies bis hinab in den Breitensport, der sich – zuweilen ziemlich ungesund – am Profifussball orientiert. An ihm, der «die Spitze» bedeutet – aber was genau hat der Amateurkick mit ihm gemein?

Ist das zu einfach gesehen? Trainer üben während der Einheiten das, was in der nächsten Partie das Dringlichste ist oder zu sein scheint, um sie möglichst erfolgreich zu absolvieren. Und eben dieses nächste Spiel gibt vor, was intakt scheint und worans noch mangelt. Trainer nicht als Zappelphilipp an der Linie, sondern mehr oder weniger stiller Beobachter dessen, was ihm sein eigenes Team an Herausforderungen für die nächste Trainingseinheit zu beobachten und zu erkennen gibt.

Flexibel darauf reagieren, was verbessert werden kann und soll. Die Individuen der Mannschaft mit einbeziehen, was ihnen aufgefallen ist. Und in der Folgewoche nach besagtem Spiel liegt der Primärfokus allen Tuns gemeinsam bei der Verbesserung der gemeinsam festgestellten Mankos. Die Spieler sollen mit-erkennen statt nur einseitige theoretische Stellungnahmen anhören müssen. Auch die so genannten «Ernstkämpfe» sind demnach – so gesehen – nur Testpartien.

Gewiss: Man kann individuelles Engagement nie zu einer Einheit formen. Es gibt Trainer, die von der ersten Minute an erst so auf Betriebstemperatur kommen, wenn sie stetig lauthals Anweisungen absondern müssen. Lauf da hin, mach dies und jenes, aber wieso dieser Pass, weshalb stehst du so falsch. Je nach Spielertyp: es nervt. Und gibt mir exakt diesen Eindruck: mein Trainer hat null Vertrauen. Oder der (abgewandelte) Spruch: «Ohren zu und durch».

Übungsleiter, die glauben, sie seien gerade in einem Teamsport ultimative Vordenker bis hin zum Befehlsgeber, verschliessen sich einer wichtigen Komponente: Umgekehrt sie sollten vom Kollektiv des Teams wie von den Individuen, die es ausmachen, mindestens so viel lernen wie umgekehrt. Die Dynamik eines Teams ist nie statisch; wer den Mut aufbringt, sie zuzulassen und gar zu fördern, wird im menschlich-kommunikativen Bereich enorm viel bewirken können. Wer hingegen Angst vor Hierarchieverlust hat, ist als Trainer nicht geeignet.