Fussballverband Region Zürich

Tagung (WBK 2) der Leiter Junioren

Am Samstag, 10. März 2018, fand die Tagung Leiter Junioren im Riverside in Glattfelden mit über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.

Pascal Humbel (Technischer Leiter FVRZ) eröffnete die Tagung und kündigte ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm an. Nach den Begrüssungsworten des FVRZ-Präsidenten Sandro Stroppa und des Regierungsrates Mario Fehr war die Reihe an der Technischen Abteilung des FVRZ. Zuerst informierte Claudia Gfeller (Leiterin Frauenfussball FVRZ) über Neuigkeiten im Mädchen-/Frauenfussball und die bevorstehende U19-Euro, welche vom 18. bis 30. Juli 2018 in der Schweiz stattfindet. Danach folgte Pascal Humbel mit einigen allgemeinen Informationen zu Footeco.

Schwerpunkt der Tagung waren die diversen Workshops, welche in einem 35-minütigen Turnus absolviert wurden. Das Einbringen von Meinungen und Erfahrungen der Teilnehmer sowie der gegenseitige Austausch fand in erfreulichem Ausmass statt. Dem FVRZ ist der Dialog zwischen Vereinen und Verband schliesslich ein wichtiges Anliegen.

Folgende Workshops standen auf dem Programm:

  • Trainer-Aus-/Weiterbildung, 1418coach: Philipp Gantenbein (Sportamt Kanton Zürich)

  • Sportwetten/Spielmanipulation: Christian Ingold (Fachexperte Zentrum für Spielsucht)

  • Entwicklung Schiedsrichter: Jonas Erni (Abteilung Schiedsrichter FVRZ)

  • News Kinderfussball (Joy Walker und Dominik Müller, Verantwortliche Kinderfussball SFV)

  • Gefahren und Risiken Social Media (Claudia Gfeller, Leiterin Frauenfussball FVRZ)

  • Footeco (Peter Knäbel, TV-Experte)

Nach sechs intensiven Workshops trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den letzten Teil wieder im Plenum. Philipp Gantenbein und Peter Knäbel präsentierten die verschiedenen Erkenntnisse aus ihren Workshops und hielten die wichtigsten Punkte fest.

Zum Abschluss des Tages bedankte sich Pascal Humbel bei allen Anwesenden für ihr grosses Engagement an der Tagung und in den jeweiligen Vereinen. Der Einsatz für die vielen Kinder und Jugendlichen sei von unbezahlbarem Wert.

Die Tagung war ein grosser Erfolg, was auch die durchs Band sehr positiven Rückmeldungen der Teilnehmerbefragung aufzeigten. Der wie gewohnt perfekte Service im Riverside trug ebenfalls zur gelungenen Veranstaltung bei.

Unterlagen (Referate)

Impressionen (Fotos: Pascal Humbel, Technischer Leiter FVRZ)

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Anmeldeschluss: Montag, 14. Januar 2019!
Dokumente:
- Spieltag Aktive Herren (5. Liga)
- Junioren D (Promotionsklasse): Info / Bewerbung

Ein (zu?) frommer Neujahrswunsch

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Was würden sie alle sagen, die damals ihren Verein gründeten? Mit Schaufeln und Pickeln den ersten eigenen Platz herstellten, sich Abend für Abend und Wochenende für Wochenende zu Gunsten dieses (für sie) grossen Projekts ins Zeug legten? Und im Administrativbereich innergemeindlich einen mehr oder minder harten Kampf gegen Vertreter der Turnvereine ausfechten mussten? Turnen als «Edelsport», Fussball als ungezügeltes Proletarier-Gekicke?

Ein Grossteil dieser Gründerherzen und -hände lebt nicht mehr. Was wäre die Reaktion dieser Basismenschen, der Fundamentler, auf deren Arbeit gedeihen konnte, was da auch immer kommen sollte? Was wäre ihre wortwörtliche Aussenbetrachtung auf dieses Gewachsene, die Entwicklungen, die ihr Verein im Lauf all der Jahre genommen hat? Was könnten sie nachvollziehen, positiv werten? Und worüber schüttelten sie den Kopf in Sinn von «das war damals so nicht gedacht»?
VerEINe tragen nicht umsonst diese Bezeichnung. Sieben Buchstaben, im sozialen Zentrum derer das EIN. Dahinter versteckt sich fast unendlich viel: Verantwortung übernehmen für alle, die in diesem Club Fussball erleben und erlernen wollen, den gesellschaftlichen Wert wo immer möglich hoch halten, Identifikation fördern, Perspektiven schaffen.

Wenns noch immer – viel zu viele – Clubs gibt, die mit einer mit viel Geld aufgeblähten ersten Mannschaft den eigenen Verein spalten, kein Eigener im so genannten Aushängeschild mehr Platz findet und man eventuelle Doch-noch-Kandidaten zu tieferklassigen Nachbarvereinen abschiebt, begehen Verantwortliche einen fortgesetzten Missbrauch des VerEIN-Ursprungsgedankens. Eine ehrliche Bestandesaufnahme über die tatsächliche sportliche Qualität des Gesamtvereins, über dessen Ausbildungsengagement, über das Ernst-Nehmen der anvertrauten Mitglieder kann nicht geschehen, wenn lieber so genannt «fertige» Spieler eingekauft werden. Die einen müssen zahlen, die andern kriegen. Allein dieses soziale Ungleichgewicht lässt feststellen: Sinn und Zweck nicht erkannt, in einem Breitensportclub eher an Profistrukturen interessiert, damit man gegen aussen hin auch «jemand» ist oder zumindest scheint.

So wäre mein Neujahrswunsch an besagte Vereine: Wacht endlich auf und nehmt eure Basisverantwortung ernst. Kann doch nicht sein, dass ausgerechnet jene, die für eben genau diesen inneren Vereinszusammenhalt zuständig sein sollten, aus einem VerEIN ein VerZWEI mach(t)en und dies noch toll finden. Da steht Selbstbeweihräucherung weit oberhalb eines grundlegenden Dienstes am und mit dem Gesamtverein.
Wie sagte doch Johannes Bachmayr an der Jahres-Hauptversammlung des FC Bayern München zu Uli Hoeness: «Dies ist nicht Ihr Verein.» Genau diese Feststellung geht zuweilen weit hinab zu Führungsleuten von Amateurclubs. Viele von ihnen reagieren mit hoeness’schen Abwehrreaktionen – es wird durchgezogen, und wer andere Überlegungen zum Wort «VerEIN» hat, ist Nestbeschmutzer und Intrigant. Keine Ahnung, ob solche Leute überhaupt wissen, dass das Wort Demokratie ohne «ck» geschrieben wird.