Fussballverband Region Zürich

69. Delegiertenversammlung Fussball-Senioren-Vereinigung (FSV)

Die Versammlung wurde am Freitag, 9. März 2018, in Thalwil durchgeführt.

Die Fussball-Senioren-Vereinigung (FSV), eine Abteilung des Fussballverbandes Region Zürich (FVRZ), vereinigt alle Vereine mit Mannschaften im Meisterschaftsbetrieb der Senioren 30+, 40+ und 50+. In der Region Zürich sind auch Vereine aus den Nachbarkantonen Schaffhausen, St. Gallen, Glarus, Zug und Schwyz integriert. Die Fussball-Senioren-Vereinigung führt alle zwei Jahre eine Delegiertenversammlung durch, zu der alle Vereine obligatorisch eingeladen werden und mit einer Zweier-Delegation teilnehmen können. Dieses Jahr erhielt der FC Thalwil, der 2018 sein 100-jähriges Bestehen feiern kann, den Zuschlag für die Durchführung. Die rustikale Schützenhalle war liebevoll eingerichtet worden und gab der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Das gut eingespielte OK hatte die A-Junioren des FC Thalwil zur Mithilfe (z.B. Service) aufgeboten. Die hervorragende Organisation wurde während der Versammlung mit einem grossen Applaus verdankt. Von den 138 Vereinen waren 122 angemeldet, davon erschienen aber nur 107 Vereine an der DV.

Der offizielle Teil war auf 19:30 Uhr programmiert. Ab 18:00 Uhr konnte man sich mit einem feinen Nachtessen, das wie auch alle Getränke von der FSV offeriert war, schon mal stärken und erste Gespräche mit Gleichgesinnten führen.

Hans Schoch, seit zwei Jahren Leiter FSV, führte souverän durch die Traktandenliste. Er konnte diverse Gäste begrüssen. Auch sein Vorgänger René Aeschlimann war ein interessierter Beobachter und Ramon Zanchetto, Sekretär des Komitees Amateur Liga, hatte es sich nicht nehmen lassen, aus dem Bernbiet anzureisen. Roger Leutwyler, Präsident des gastgebenden Vereins und der Gemeindepräsident Märk Fankhauser richteten kurze Grussbotschaften an die Versammlung. Hans Schoch streifte in seinem Jahresbericht, der schriftlich vorlag, einige ihm wichtige Punkte. Ein besonderes Anliegen ist auch immer die Fairness. Ein grosser Erfolg sind die grosszügig ausgestalteten Fairnesspreise und deren Uebergabe. Da werden Bussengelder sinnvoll eingesetzt.

Pieter Wiedemeijer, der vor zwei Jahren die Verantwortung über die Finanzen von Hans Schoch übernommen hatte, erläuterte die Jahresrechnungen 2016 und 2017. Die Finanzen sind kerngesund, so dass die FVRZ-Stiftung und auch die Gala des FVRZ grosszügig unterstützt werden konnten. Die Einnahmen, die sich jeweils knapp über der Einhunderttausender-Grenze bewegen, bestehen praktisch vollumfänglich aus Bussengeldern. Nach den ausführlichen Erläuterungen des Finanz-Chefs waren keine Fragen offen. Wie auch alle anderen Geschäfte wurden die Rechnungen einstimmig angenommen und der Kassier, die FSV-Leitung und die Revisoren entlastet. Die Budgets für 2018 und 2019 bewegen sich im Rahmen der Vorjahre.

Das top-motivierte Team mit Hans Schoch (Leiter FSV), Pieter Wiedemeijer (Finanzen), Christian Frei (Koordinator 40+ und 50+), Thomas Gimpert (Koordinator 30+) und Heinz Setz (Beisitzer und Material) war unbestritten und wurde für zwei weitere Jahre bestätigt.

Thomas Gimpert informierte über einige Aenderungen im Spielbetrieb, gefolgt von der Verlosung von fünf Matchbällen unter den anwesenden Vereinen. Bevor Hans Schoch die Versammlung mit einem Dank an alle Vereine für die tolle ehrenamtliche Arbeit für den Seniorenfussball abschloss, wies er noch darauf hin, dass der Tagungsort für 2020 noch nicht bestimmt ist und Bewerbungen gerne entgegen genommen werden.

Allen Personen, die zum tollen Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, dankt die FSV ganz herzlich. Solche Unterstützung sei für die Vereinigung nicht selbstverständlich.

FUSSBALL-SENIOREN-VEREINIGUNG (FSV)
Der Vorstand

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Vom Gang nach Canossa

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Wo sind wir eigentlich «gelandet»? Wochenende für Wochenende zu sehen: Teams, die sich von ihren «Fans» nach Spielschluss zusammenstauchen lassen. Schlurfen mit gesenkten Köpfen in die so genannte «Fankurve». Allein an den Gesichtern der «Fans» ist abzulesen, was sich die Gebeutelten anhören dürfen. Hundertfach gestreckte Stinkefinger und Fäuste gehören zu den optischen Höhepunkten.

Gehört heute offenbar zum Ritual, sich von den «Fans» zu verabschieden und umgekehrt verabschieden zu lassen. Bei gewonnenen Partien lässt sich – zumindest bis zur nächsten Partie – eine Einheit feiern. Bei verlorenen Spielen dann, wenn sich das Team im Abstiegskampf befindet, gibts noch und noch einen Gang nach Canossa. Man macht sich auf zur verbalen Schlachtbank.

Die Frage sei gestellt: «Gaaz na?» Wer von den Vereinsführungen stoppt diesen Unsinn? Ab in die Garderobe und finito.

Es wäre offenbar bereits ein «mutiger Entscheid», sich gegen diese ungeschriebene Regel zu stellen. Steht da kein Trainer auf, kein Captain, kein Mannschaftsrat? Wenns die Vereinsbosse nicht checken – sie hocken ja meist in den VIP-Logen – muss eine Reaktion der Feldarbeiter kommen. Nicht gegen den Pöbel, sondern gegen die Arbeitgeber, die zusehen, wie ihre Angestellten fertig gemacht werden. Dies fördert in Krisensituationen das «Am-selben-Strick-Ziehen» in beispielhafter (?) Weise.