Fussballverband Region Zürich

Interessante Rendez-vous von Vereinen und Verband

In der Woche vom 9. bis 13. April wurden die Clubvorsitzenden der 179 FVRZ-Vereine zu den traditionellen, jährlich stattfindenden Konferenzen eingeladen.

Diese fanden beim FC Kloten, beim FC Oetwil-Geroldswil, beim FC Phönix Seen, beim FC KB sowie beim FC Srbija statt. Die Traktandenliste umfasste sieben Punkte. Regionalvorstandsmitglieder, Ressortverantwortliche und ein SFV-Angestellter bestritten den Hauptteil mit informativen Referaten und vielen Informationen betreffend Planungen und Neuerungen. Einige sind bereits umgesetzt; über andere wurden die Vereinsvorsitzenden zum Teil bereits vorab informiert.
Längst vorbei die Zeiten, in denen ein Verband hauptsächlich aufs Verwalten und Erfüllen der täglichen Arbeiten fokussiert war. Stetig steigende Ansprüche fordern nicht nur die Clubverantwortlichen heraus; sie brauchen kompetente Anlaufstationen, um ihre Aufgabe erfüllen zu können.

Von Angesicht zu Angesicht
Obwohl die modernen Medien eine nicht mehr wegzudenkende Kommunikationsplattform darstellen, ist der persönliche Austausch ein vielfach unterschätztes Kriterium. Sich von Angesicht zu Angesicht zu begegnen und den Austausch pflegen ist und bleibt – nebst den zu behandelnden Fakten – das psychologische Plus der Präsidentenkonferenzen.
Uneingeschränkt will der Verband seine Primäraufgabe, den Vereinen wo und wie auch immer unterstützend zur Seite zu stehen, mit Engagement weiter ausbauen und den Dienstleistungsmodus weiter intensivieren. So wie Vorstandsmitglieder primär Dienstleiter ihrer Vereinsmitglieder sind, bewegt sich dasselbe eine hierarchische Stufe höher.

Informationen in Kurzform

  • Die Kassabilanz 2017 erbrachte einen Gewinn von 9‘065 Franken
  • Das Projekt «Mini-Schiedsrichter» kann mit 84 jungen Unparteiischen als gelungen bezeichnet werden. Eine erfreuliche Zahl angesichts der nach wie vor zu wenigen Schiedsrichtern. Diese Massnahme zeigt die Wichtigkeit solcher Projekte auf, da der Verein damit die Qualität der Spielleitungen erhöhen kann und aus einem Pool von Mini-Schiedsrichtern neue Schiedsrichter für den FVRZ rekrutiert werden können
  • Es ist vorgesehen, den Schiedsrichter-Koeffizient anzupassen. Beispielsweise sollen jene Vereine mit einem Bonus belohnt werden, die über dem Schiedsrichter-Kontingent liegen. Weiter soll aber auch der Koeffizient verschärft werden (z.B. Mannschaften mit SR-Trio müssen 2 SR stellen)
  • Geplante drei Jahrgänge für die Junioren B: Die Vereine werden diesbezüglich über einen Online-Fragebogen angefragt
  • Ab der Saison 2018/19 fallen die Juniorinnen-Kategorie D7, C7 und B9 weg
  • Für das Projekt «Förderung Frauenfussball» ist vorgesehen, eine Teilzeitstelle zu schaffen (beschränkt auf 3 Jahre)
  • Überlegungen betreffend Reduktion der 4.-Liga-Gruppen und einer Halbjahresmeisterschaft 5. Liga (die Vereine werden ebenfalls über einen Online-Fragebogen angefragt)
  • Der Clubcorner verfügt über weit mehr Informationen/Dienstleistungen als nur jene des tagtäglichen Gebrauchs. Es ist vorgesehen, einen Ausbildungskurs für Vereinsfunktionäre anzubieten
  • Im Breitenfussball sind derzeit nur 46 Prozent aller Trainer ausgebildet
  • Der SFV arbeitet weiter intensiv an den Projekten «Kinderschutz» und «Together – Fussball vereint» (Integrationshilfe von Flüchtlingen via Fussball). Weiter wird er in Zukunft in Zusammenarbeit mit dem FVRZ vermehrt Ausbildungsabende (z.B. «Mehr Freiwillige im Fussballverein») anbiete

Impressionen (Bilder: Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)

Beim zweiten Abend waren die Vertreter der Gruppe 2 zugegen. Sie waren Gast beim FC Oetwil-Geroldswil.

Verbandspräsident Sandro Stroppa hiess an den fünf Abenden total 149 Vereinsvorsitzende/-vertreter willkommen.  

Finanzchef Bruno Früh konnte ein Kassa-Plus verkünden.

Benjamin Egli ist beim SFV für Vereinsunterstützung/Vereinsentwicklung zuständig.

Tatjana Haenni, für den Frauenfussball zuständig, konnte erneut steigende Mitgliederzahlen bekannt geben.

Über Planungen und Neuerungen beim Spielbetrieb gab Willy Scramoncini Auskunft.

Theo Widmer ist «Footeco-Sandwichmann» zwischen den Proficlubs und den Amateurvereinen.

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Unter dem Strich «sälber schuld»

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Schon länger ists her und deshalb längst aus den Schlagzeilen verschwunden. Ist wie bei einem Gewitter: Je stärker es blitzt und «klöpft», desto schneller verzieht sich das Unwetter. So ist jene Szene, die vor allem in Österreich zu heftigen Reaktionen führte, zwar seit rund zwei Wochen passé, kann sich aber durchaus 1:1 oder ähnlich wiederholen.

Europa League, Halbfinal Salzburg gegen Marseille. Die Gastgeber führen 2:0 und haben somit das Vorrundenspiel-Ergebnis egalisiert. In der Verlängerung rückt das Penaltyschiessen von Minute zu Minute näher. Dann eben jene Szene: Schiedsrichter Sergej Karasew entscheidet fünf Minuten vor Abpfiff falsch; er gibt statt eines von TV-Bildern nachgewiesenen Abstosses Eckball für Marseille. Daraus erfolgt der Anschlusstreffer und die Finalqualifikation der Franzosen.

Jeder kann Emotionen nachvollziehen. Dass sich die Salzburger «beschissen» vorkommen – verständlich. Aber: Entschieden ist entschieden. Ab dem Falschpfiff ging die Partie weiter. Weder Schiedsrichter noch Assistenten waren für Marseilles völlig korrekt erzielten Anschlusstreffer verantwortlich. Salzburgs Defensive verpasste, den nachmaligen Torschützen Rolando entscheidend zu markieren. Und dass der Ball beim weiteren Pfosten ungehindert ins Netz rollen konnte – weshalb stand keiner auf der Torlinie, um das Leder ungehindert wegdreschen zu können? Neun Feldspieler im eigenen Strafraum, aber eben dort, wo eine grosse Lücke war – nada.

Das Fazit: Einige «Bullen» haben auf Grund des Falschentscheids wegen völlig unnützer Aufregung und Reklamationen ihre Konzentration verloren. Die Emotionen brachten den Mentalbereich dermassen durcheinander, dass zwei eklatante Defensivversäumnisse den Finaltraum platzen liessen. Selber schuld.
Wer aus dieser Szene weiter guckte als nur bis zum Abpfiff des Spiels: Ähnliches geschieht auch im Breitenfussball immer wieder. Wer seine Emotionen nicht so schnell wie möglich auf wieder Kaltstufe stellen kann, belästigt und bedrängt nicht nur den Schiedsrichter. Er gibt seinem (Fussball-)Fokus freien Lauf, sich für Unwesentliches zu engagieren und gibt der Konzentration so etwas wie «freien Ausgang». Nicht sehr zielführend dann, wenn man ein Spiel gewinnen will …