Fussballverband Region Zürich

Schiedsrichter-Werbung: Der FVRZ unterstützt die Vereine!

Am 3. April führte der FVRZ mit der SV Schaffhausen einen Schiedsrichter-Infoanlass durch.

Wie so viele andere Vereine auch, hat die SV Schaffhausen einen Mangel an Schiedsrichtern zu verzeichnen. Entsprechend hat sich die Vereinsleitung entschieden zu handeln. Intern hat man unter der Leitung von Fabian Hauser und Adrian Lanz ein neues Konzept für die Mini-Schiedsrichter aufgestellt, mit dem Ziel, potentielle neue Schiedsrichter zu rekrutieren und frühzeitig für dieses Thema zu sensibilisieren. Um die ganze Thematik den Vereinsmitgliedern zu präsentieren, führte man am Dienstag nach Ostern einen Infoanlass durch. In Absprache mit der Abteilung Schiedsrichter des FVRZ wurden die genauen Themen definiert und der FVRZ bat Jonas Erni als Instruktor auf. Vor über 100 Teilnehmern wurde so auf den Weg als Schiedsrichter aufmerksam gemacht und die Ausbildung zum Mini-Schiedsrichter vorgestellt. Gemeinsam konnten spannende Videoszenen besprochen werden und so mancher Teilnehmer bekam die Möglichkeit, seine Regelkenntnisse unter Beweis zu stellen.

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Ansprüche und Realitäten

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Ein Aufgebot von der Lokalzeitung erhalten, eine Drittligapartie zu fotografieren. Es spielen Grüne gegen Weisse, im Tabellen-Mittelfeld nicht weit voneinander entfernt. Ab Anpfiff gehts munter drauflos, vorwiegend im Mittelfeld. Die Torhüter müssen einige Minuten warten, bis auch sie ins Geschehen mit einbezogen werden. Die Partie ist intensiv, fordert vor allem physische Ressourcen. Zur Pause stehts – den Spielanteilen und Torchancen entsprechend – null-null.

Genau in einer Phase, in denen die Grünen eher auf einem so genannten Oberwasser surfen, treffen die Weissen in deren Netz. Noch sind 30 Minuten zu spielen. Der Gründruck nimmt zu; mit ihm auch erste kleine Gehässigkeiten. Erste kleine Reklamationen gegenüber dem Schiedsrichter, der bislang von stark bis souverän geleitet hat. Aber man weiss: Müdigkeit macht laut und macht auch unkonzentriert. Ein Seitenwechsel-Ball verliert sich im noch nicht gemähten Gras der angrenzenden Wiese; ein Befreiungsschlag scheint die Wolkendecke aufzureissen. Innert zwei Minuten zwei Eckbälle für die Grünen. Die bekannte Massenzusammenkunft im Strafraum. Doch alle warten eigentlich vergeblich: Beide Male haut der Eckballkünstler das Leder ins gegenüber liegende Seitenaus.

Gegen Ende gibts zwei Elfmeter für die Grünen, in der 82. und 88. Minute – beide Male souverän verwandelt. Vorher wars noch Kampf, jetzt ist nur noch Krampf. Die Weissen gleichen in der 93. Minute aus – dann ist Schluss. Auch jetzt: das richtige Ergebnis. Obwohl abgepfiffen ist, gibts jetzt beidseits offenbar massiven Diskussionsbedarf mit dem Unparteiischen, der das souverän meistert. Nachdem gesagt ist, was gesagt werden musste (?), ist definitiv Schluss.

Mich wunderte: Die Ansprüche an einen Schiedsrichter sind oder scheinen immer um einiges höher als ans eigene Vermögen. Alle Beteiligten waren Drittligisten. Und wenn ich einen gesehen habe, der sich für Höheres empfohlen hätte, wars eben jene Person, die bei dessen Verschwinden in die separate Garderobe weiterhin Gesprächsstoff blieb.