Fussballverband Region Zürich

Engagement für die Integration von Jugendlichen mit Fluchthintergrund

Eine interessante Internetplattform für Vereine, welche sich für die soziale Integration von Flüchtlingen in der Region einsetzen wollen.

Die Internetplattform ankommen-zh.ch der okaj zürich (Kantonale Kinder- und Jugendförderung) ermöglicht Sportangebote auch Jugendlichen mit Fluchthintergrund unkompliziert zugänglich zu machen und sich so als Verein für die soziale Integration in der Region einzusetzen.

Immer mehr Jugendliche mit Fluchthintergrund leben mitten unter uns. Mit ihrer Ankunft beginnt ihr Weg, sich in unserer Gesellschaft zu integrieren. Ihre Integration ist nicht nur für die Gesellschaft von grosser Bedeutung, sondern insbesondere auch für die Entwicklung und das Wohlbefinden der jugendlichen Flüchtlinge. Wir alle können hier einen wertvollen Beitrag leisten.

Im Kanton Zürich besteht derzeit ein breites Bedürfnis nach mehr Vernetzung zwischen den Anbietern und jugendlichen Flüchtlingen sowie deren Betreuungspersonen. Diesen Bedürfnissen möchte die Internetplattform ankommen-zh.ch nachkommen.

Jugendliche Flüchtlinge wünschen sich in erster Line „Normalität“, sie wollen genauso wie die gleichaltrigen Einheimischen am normalen Leben teilhaben. Über die Plattform soll es ihnen möglich sein, einen einfachen Zugang zu den verschiedenen Angeboten für Jugendliche zu finden. Sport und im Besonderen der Fussball gehört dabei zu den besonders beliebten und erfolgreichen Freizeitbeschäftigungen, die zur Integration beitragen. Deshalb besteht auch für Fussballvereine die Möglichkeit, ihren Verein mit Informationen zu den verschiedenen Alterskategorien und Trainingszeiten oder auch weitere Veranstaltungen auf der Plattform aufzuschalten. Damit kann ein Zeichen gesetzt und jugendliche Flüchtlinge bewusst bei sich willkommen geheissen werden.  Dies ermöglicht, dass die Jugendlichen Fussball als ihre Leidenschaft pflegen und weiter ausbauen können und so zu einem engagierten Vereinsmitglied heranwachsen.

Die Erfassung des Vereins ist über das Formular auf der Internetseite einfach selbst zu erledigen. Für Unterstützung bei der Erfassung oder auch für Fragen zu den Hintergründen des Projekts stehen die Mitarbeitenden der okaj zürich per Mail an info@okaj.ch oder während der Bürozeiten per Telefon an 044 366 50 10 gerne zur Verfügung. 

Durch das Aufschalten des Vereins auf der Plattform lassen sich ebenfalls die Ziele des SFV mit dem Projekt „Together - Fussball vereint“ verfolgen.

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Fussballintelligenz und Dummverhalten

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

«Fussballintelligenz» – gibts das überhaupt? Nicht wenige sind unterwegs (meist solche, die selbst nie gespielt haben), die behaupten: Fussballer sind alle dumm. Keine gute Voraussetzung also, um einen Intelligenzanspruch zu reklamieren? Oder stammen solche Pauschalsprüche von jener Sorte, die mit möglichst sinnvollen (?) Aussagen andere niedermachen wollen, um sich dadurch in Selbstbetrachtung etwas höher gestellt zu fühlen? Die simple Rechnung: Wenn andere dumm sind, bin ich intelligent?

Aber das Wort als solches gibt schon Diskussionsstoff her. Fussballintelligenz hat nichts mit Personen an sich, sondern mit deren Verhalten zu tun. Und das wissen gar Fussball Spielende selbst: So manchmal lässt sich wirklich daran zweifeln, ob da dieser und/oder jene Akteur noch alle Tassen im Schrank oder an der Schuhsohle alle Töggeli montiert hat. Wenn Emotionen überhand nehmen, scheinen diese im Umkehrschluss sowohl Vernunft wie Verstand zu verdrängen oder – im schlimmsten Fall – auszuschalten.

Nun: Menschen sind Menschen. Jede(r) ist mit ganz personentypischen, einmaligen Merkmalen und Verhaltensstrukturen unterwegs. Die einen habens seit Geburt intus, andere hingegen lernens nie: Das Zauberwort, das kein Zauber ist, heisst Selbstreflexion. Was löse ich mit meinem Verhalten aus? Ist denn immer massgebend, vom wem ich (anscheinend) zu was auch immer provoziert wurde? Überspitzt: Ich wäre ja der friedlichste aller Menschen, wenn es nicht noch andere gäbe. Wenn dies die Quintessenz für «Denäbed»-Verhalten ist, stimmt der Spruch, dass halt eben doch einige bis viele Kicker dumm sind, zumindest halbwegs eben doch.