Fussballverband Region Zürich

Die vier Senioren-Partien bescherten 29 Treffer

Gestern Freitagabend gehörte das FVRZ-Cupfinalwochenende ausschliesslich der Seniorenabteilung. Pikant: An der Weltmeisterschaft stand die Gruppenpartie Schweiz – Serbien an; in Kloten gabs zur selben Zeit gleich zwei Begegnungen mit dieser Ländervergleich-Affiche.

 

Senioren 30+: Frühe Führung entschied die Partie

Srbija hatte nach 20 Minuten bereits einen Zweitore-Vorsprung heraus gearbeitet. In der Folge zeigte sich, dass exakt diese beiden Treffer letztlich ausschlaggebend waren. Sowohl Zivanovic wie Sorrentino zeichneten sich mit je drei Treffern als beste Schützen aus; sie wechselten sich in gegenseitigem Rhythmus ab.

Srbija – Schlieren 4:3 (3:2)

50 Zuschauer. Schiedsrichter: Patrick Winter. Assistenten: Berkay Bozcelkic, Xhyljan Mahmuti.
Tore: 8. Jimga 1:0. 20. Zivanovic 2:0. 29. Sorrentino 2:1. 35. Zivanovic 3:1. 40. Sorrentino 3:2. 49. Zivanovic 4:2. 53. Sorrentino 4:3.
Srbija: Subotic; Stojanovic, Milenkovic, Prvulovic, Stevic, Lakic, Jokic, Zivanovic, Gordon, Jimga, Stojkovic. – Einwechselspieler: Tsegaye, Selakovic, Pesic, Stojanovic, Ivica Mihajlovic, Boran Mihajlovic, Spasic.
Schlieren: Dimitri; Procopio, Di Grezia, Salvatore Costantino, Sven Seifriz, Sorrentino, Salvato, Aventaggiato, Iker, Zeyrek, Michael Costantino. – Einwechselspieler: Sauter, Cesaro, Zirafa, Morrone, De Corso, Zejnaj, Nizzola.
Bemerkungen: Srbija ohne Martinovic (abwesend). Schlieren ohne Petrovic (gesperrt) sowie Anthon, Velasco, Marco Seifriz und Sebregondi (alle abwesend). Sieger Srbija wird für die Teilnahme am Schweizer Cup gemeldet.

 

Senioren 40+: Entscheidung via Penaltyschiessen

Wallisellens Führungstreffer hielt in dieser ausgeglichenen Partie lange Zeit an, ehe Srbija doch noch zum Ausgleich kam. Im fällig gewordenen Penaltyschiessen fielen dann die vorab vermissten Treffer noch und noch; erst der zehnte Elfmeter entschied via einem Fehlversuch zu Gunsten Srbijas.

Wallisellen – Srbija 5:6 nach Penaltys (1:1, 1:0)

110 Zuschauer. Schiedsrichter: Adem Aygün. Assistenten: José Luis Lopez, Antonio Comito.
Tore: 34. Murer 1:0. 62. Vuletic 1:1.
Wallisellen: Saccani; Murer, Grossmann, Arpagaus, Rohrer, Marucci, Pohl, Giger, Azevedo, Rebsamen, Fusco. – Einwechselspieler: Hotz, Hauser, Stanzione, Spagnol, Campigotto, Tahiraj, Hobi.
Srbija: Trifunovic; Marceta, Duranovic, Maskovic, Vuletic, Jeremic, Selakovic, Visnjic, Bosiokovic, Zivkovic, Janiscijevic. – Einwechselspieler: Stojanovic, Redic, Nikolic, Djurjevic, Ivica Mihailovic, Bojan Mihailovic, Filipovic.
Bemerkungen: Wallisellen ohne Fröhlich, Debrunner, Wüthrich und Bortot (verletzt) sowie Frehner, Lando, Stangl und Pfanner (alle abwesend). Sieger Srbija wird für die Teilnahme am Schweizer Cup gemeldet.

 

Senioren 50+/11-er: Grasshoppers ungefährdet zum Cupsieg

Ein Missverständnis in der Schwyzer Abwehr nützten die Grasshoppers zu deren Führung. Nur fünf Minuten später zog Leemann allein auf Mächler zu und traf zum Skore-Ausbau. Kurz nach dem Wechsel kam Lachen/Siebnen zum Anschluss, der aber nur Minuten später mit dem spielentscheidenden 3:1 beantwortet wurde. Ein nächster Treffer blieb Lachen/Siebnen vorerst vorenthalten, weil GC-Hüter Richard Bauer einen Foulpenalty abwehrte.

Grasshoppers – Lachen/Siebnen 4:2 (2:0)

80 Zuschauer. Schiedsrichter: Daniele Marzullo. Assistenten: Rui Miguel Rocha, Artan Rexha.
Tore: 20. Piu 1:0. 25. Leemann 2:0. 42. Matejic 2:1. 49. Meyer 3:1. 67. Piu 4:1. 80. Arsic 4:2.
Grasshoppers: Bauer, Jacovazzo, Leemann, Scholz, Piu, Daniel Meyer, Kümin, Stiefel, André Meyer, Zürcher, Widmer. – Einwechselspieler: Okmian, Sauter, Reich, Kuhn, Zingraf, Salza, Weidmann.
Lachen/Siebnen: Mächler, Wichert, Rüttimann, Arsic, Cairo, Kistler, Mischler, Stocker, Albrecht, Raphael Ruoss, Matejic. – Einwechselspieler: Winet, Tremp, Schuler, van Maanen, Rüegg, Zweifel, Robert Ruoss.
Bemerkungen: Grasshoppers ohne Ruf, Cagnazzo, Santoro und Fürst (alle verletzt) sowie Chalverat (abwesend). Lachen/Siebnen ohne Praino (gesperrt), Schuler, Ricklin, Nigsch und Demont (alle verletzt) sowie Bjelic, Herzog, Mauri und Porzi (alle abwesend).

 

Senioren 50+/7-er: Wagen mit klarem Erfolg

Permanent-Cupfinalteilnehmer Wagen – in den letzten fünf Jahren immer endspielqualifiziert; letztes Jahr klarer 6:0-Sieger gegen Wädenswil – holte bereits wieder einen Cupsieg. Das klare Schlussergebnis stand bereits zur Pause fest.

Brüttisellen-Dietlikon – Wagen 1:4 (1:4)

20 Zuschauer. Schiedsrichter: Markus Kälin.
Tore: 6. Laimbacher 0:1. 22. Bailer 0:2. 23. Schurter 1:2. 24. Laimbacher 1:3. 27. Schurter (Eigentor) 1:4.
Brüttisellen-Dietlikon: Holder; Markus Krebs, Brumann, Schneider, Schurter, Hangarter, Armin Krebs. – Einwechselspieler: Widmer, Tidoni, Fraefel, Flesch, Michel, Golia, Kägi.
Wagen: Kessler, Laimbacher, Gügler, Bailer, Isufi, Hoxhaj, Peduto. – Einwechselspieler: Diethelm, Maurer, Zehnder.
Bemerkungen: Brüttisellen-Dietlikon ohne Staub, Roger Krebs und Vetter (alle abwesend). Wagen ohne Helbling und Zuppiger (beide verletzt) sowie Beer und Meier (beide abwesend).

 

Übersicht der Partien vom Freitag:

Senioren 30+: Srbija – Schlieren 4:3
Senioren 40+: Wallisellen – Srbija 5:6 nach Penaltys
Senioren 50+ (11er): Grasshoppers – Lachen/Siebnen 4:2
Senioren 50+ (7er): Brüttisellen-Dietlikon – Wagen 1:4

 

Endspiele der Frauen und Männer:

Heute Samstag stehen fünf weitere Partien an; mit ihnen wird das Cupfinal-Wochenende abgeschlossen. Drei Begegnungen gehören dem Juniorinnen-/Frauenfussball; die Blue Stars sind in zwei Partien vertreten. In den letzten Spielen des Tages machen die Aktiven der Frauen und Herren ihre besten Cupmannschaften der Saison 2017/18 aus.

 

Heute Samstag spielen:

11.30 Uhr: Juniorinnen D (9er; Axpo-Cup): Horgen – Männedorf
12.15 Uhr: Juniorinnen C (9er; Axpo-Cup): Blue Stars – SV Schaffhausen
13.15 Uhr: Juniorinnen B (11er; Axpo-Cup): Stäfa – Blue Stars
15.30 Uhr: Aktive Frauen (Axpo-Cup): Wädenswil – Winterthur
18.00 Uhr: Aktive Herren (Rumox-Cup): Embrach – Greifensee

 

Alle Partien der FVRZ-Cupfinals finden auf dem Klotener Stighag statt. Der Eintritt ist frei; der umfangreiche kulinarische Part liegt in den Händen des bewährten Organisators FC Kloten.

 

Bilder: Franz Feldmann/www.sportfotos.ch

 

Cupsieger Senioren 50+ (7er): FC Wagen

Cupsieger Senioren 50+ (11er): Grasshopper Club Zürich

Cupsieger Senioren 40+: FC Srbija

Cupsieger Senioren 30+: FC Srbija

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Von Ernst- und Spasskämpfen

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Trainieren heisst: auf den «Ernstkampf» vorbereiten. «Ernstkämpfe» sind Meisterschafts- und Cupspiele. Aber wie Figura zeigt, sind auch Testpartien – im sprachlichen Gegensatz – nicht zwingend «Spasskämpfe». Dies bis hinab in den Breitensport, der sich – zuweilen ziemlich ungesund – am Profifussball orientiert. An ihm, der «die Spitze» bedeutet – aber was genau hat der Amateurkick mit ihm gemein?

Ist das zu einfach gesehen? Trainer üben während der Einheiten das, was in der nächsten Partie das Dringlichste ist oder zu sein scheint, um sie möglichst erfolgreich zu absolvieren. Und eben dieses nächste Spiel gibt vor, was intakt scheint und worans noch mangelt. Trainer nicht als Zappelphilipp an der Linie, sondern mehr oder weniger stiller Beobachter dessen, was ihm sein eigenes Team an Herausforderungen für die nächste Trainingseinheit zu beobachten und zu erkennen gibt.

Flexibel darauf reagieren, was verbessert werden kann und soll. Die Individuen der Mannschaft mit einbeziehen, was ihnen aufgefallen ist. Und in der Folgewoche nach besagtem Spiel liegt der Primärfokus allen Tuns gemeinsam bei der Verbesserung der gemeinsam festgestellten Mankos. Die Spieler sollen mit-erkennen statt nur einseitige theoretische Stellungnahmen anhören müssen. Auch die so genannten «Ernstkämpfe» sind demnach – so gesehen – nur Testpartien.

Gewiss: Man kann individuelles Engagement nie zu einer Einheit formen. Es gibt Trainer, die von der ersten Minute an erst so auf Betriebstemperatur kommen, wenn sie stetig lauthals Anweisungen absondern müssen. Lauf da hin, mach dies und jenes, aber wieso dieser Pass, weshalb stehst du so falsch. Je nach Spielertyp: es nervt. Und gibt mir exakt diesen Eindruck: mein Trainer hat null Vertrauen. Oder der (abgewandelte) Spruch: «Ohren zu und durch».

Übungsleiter, die glauben, sie seien gerade in einem Teamsport ultimative Vordenker bis hin zum Befehlsgeber, verschliessen sich einer wichtigen Komponente: Umgekehrt sie sollten vom Kollektiv des Teams wie von den Individuen, die es ausmachen, mindestens so viel lernen wie umgekehrt. Die Dynamik eines Teams ist nie statisch; wer den Mut aufbringt, sie zuzulassen und gar zu fördern, wird im menschlich-kommunikativen Bereich enorm viel bewirken können. Wer hingegen Angst vor Hierarchieverlust hat, ist als Trainer nicht geeignet.