Fussballverband Region Zürich

Gezielte Förderung des Frauen- und Mädchenfussballs (Stellenausschreibung)

Frauenfussball ist die schnellst wachsende Sportart für Frauen weltweit. In der Schweiz sind 2017 ca. 24'000 lizenzierte Spielerinnen angemeldet und Frauenfussball ist damit die beliebteste Team-Sportart und nach dem Turnen die zweibeliebteste Sportart in der Schweiz für Frauen und Mädchen.

 

Trotz den Erfolgs- und Entwicklungsschritten der vergangenen Jahre, verfügt der Frauen- und Mädchenfussball immer noch über strukturelle und kulturelle Schwierigkeiten. Die Anzahl Spielerinnen, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen und Funktionärinnen im Schweizer Fussball sind entwicklungsfähig.

Der FVRZ ist vom Potential des Frauenfussballs überzeugt. Der Regionalvorstand hat eine auf drei Jahre befristete 20%-Anstellung bewilligt. Hauptziele der Funktion sind die Steigerung der Anzahl Fussballerinnen, Teams, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen und Funktionärinnen im Fussball in der Region Zürich.

Zusammen mit den bereits bestehenden Strukturen, Projekten und Ressourcen sollen gezielte neue Projekte und Aktivitäten umgesetzt werden, um den Frauenfussball in Zürich adäquat, frauengerecht, frauenfussballspezifisch zu fördern und zu entwickeln. Damit profitiert nicht nur der Frauenfussball, sondern der Fussball als Ganzes.

Personen die sich für die 20%-Anstellung gemäss folgender Stellenausschreibung oder eine ehrenamtliche Funktion beim FVRZ für den Frauen- und Mädchenfussball interessieren und unsere Bemühungen unterstützen möchten, dürfen sich gerne mit einem Motivationsschreiben und dem Lebenslauf bei uns melden.


Stellenausschreibung:

 

Welche Funktion bieten wir?

Leiterin «Projekt Entwicklung Frauen im Fussball und Frauenfussball» - 20 %

 

Wen wollen wir?

Der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) sucht auf den 1. Oktober 2018 oder nach Vereinbarung eine sportbegeisterte, einsatzfreudige Person, welche langjährige Erfahrung im Mädchen-/Frauenfussball mitbringt und die folgenden wichtigsten Aufgaben zu erfüllen hat:

  • Zusammenarbeit mit Vereinen (Partner, Verbindungsstelle, Beratung, Hilfe)
  • Ausarbeitung neuer Projekte zur Steigerung der Anzahl Spielerinnen, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen
  • Begleitung/Unterstützung/Mitarbeit (z.B. Projekt Footeco, Mädchen-Regionalauswahl, Ausbildung Trainerinnen/Schiedsrichterinnen)
  • Referate führen
  • Aufbau einer Frauenfussball-Kommission
  • Teilnahme an Sitzungen (z.B. FVRZ, diverse Sportorganisationen, Vereine)

 

Was setzen wir voraus?

  • langjährige Erfahrung im Mädchen- und Frauenfussball mit bestehendem Netzwerk zu Vereinen, Teams, Trainer und Trainerinnen, Funktionären und Funktionärinnen in der Region Zürich
  • Trainererfahrung, idealerweise mindestens SFV/J+S B-Diplom
  • kaufmännische Ausbildung/Erfahrung, idealerweise auf Stufe FH/Sportlehrer/Sport-Management
  • mehrjährige Erfahrung bei einer Non-Profit-Organisation (z.B. Sportverband, Verein) – im Ehrenamt oder als Angestellter
  • initiativ und kreativ in der Ausarbeitung neuer Projekte
  • hohe Sozialkompetenzen, teamfähig und kollegial
  • kommunikativ, sicheres Auftreten, gute Präsentationsfähigkeiten, eloquente Ausdrucksweise in der schriftlichen und mündlichen Kommunikation, sehr gute Deutschkenntnisse
  • strukturierte, zuverlässige, dienstleistungsorientierte Arbeitsweise
  • Erfahrung in den üblichen elektronischen Tools (z.B. Soziale Medien, Email, Word, Excel, PowerPoint)

 

Wie gestalten wir Ihren Arbeitsplatz?

  • abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit in einem dynamischen Team
  • moderner Arbeitsplatz auf der Geschäftsstelle des FVRZ

 

Wo bewerbe ich mich?

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, die Sie mit den üblichen Unterlagen an den Geschäftsführer des Fussballverbandes Region Zürich (Postfach, 8952 Schlieren) richten. Nähere Auskünfte über diese befristete Stelle erteilt Ihnen gerne die Leiterin Frauenfussball, Tatjana Haenni (Mobile 079 215 41 18).


 

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Anmeldeschluss: Montag, 14. Januar 2019!
Dokumente:
- Spieltag Aktive Herren (5. Liga)
- Junioren D (Promotionsklasse): Info / Bewerbung

Ein (zu?) frommer Neujahrswunsch

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Was würden sie alle sagen, die damals ihren Verein gründeten? Mit Schaufeln und Pickeln den ersten eigenen Platz herstellten, sich Abend für Abend und Wochenende für Wochenende zu Gunsten dieses (für sie) grossen Projekts ins Zeug legten? Und im Administrativbereich innergemeindlich einen mehr oder minder harten Kampf gegen Vertreter der Turnvereine ausfechten mussten? Turnen als «Edelsport», Fussball als ungezügeltes Proletarier-Gekicke?

Ein Grossteil dieser Gründerherzen und -hände lebt nicht mehr. Was wäre die Reaktion dieser Basismenschen, der Fundamentler, auf deren Arbeit gedeihen konnte, was da auch immer kommen sollte? Was wäre ihre wortwörtliche Aussenbetrachtung auf dieses Gewachsene, die Entwicklungen, die ihr Verein im Lauf all der Jahre genommen hat? Was könnten sie nachvollziehen, positiv werten? Und worüber schüttelten sie den Kopf in Sinn von «das war damals so nicht gedacht»?
VerEINe tragen nicht umsonst diese Bezeichnung. Sieben Buchstaben, im sozialen Zentrum derer das EIN. Dahinter versteckt sich fast unendlich viel: Verantwortung übernehmen für alle, die in diesem Club Fussball erleben und erlernen wollen, den gesellschaftlichen Wert wo immer möglich hoch halten, Identifikation fördern, Perspektiven schaffen.

Wenns noch immer – viel zu viele – Clubs gibt, die mit einer mit viel Geld aufgeblähten ersten Mannschaft den eigenen Verein spalten, kein Eigener im so genannten Aushängeschild mehr Platz findet und man eventuelle Doch-noch-Kandidaten zu tieferklassigen Nachbarvereinen abschiebt, begehen Verantwortliche einen fortgesetzten Missbrauch des VerEIN-Ursprungsgedankens. Eine ehrliche Bestandesaufnahme über die tatsächliche sportliche Qualität des Gesamtvereins, über dessen Ausbildungsengagement, über das Ernst-Nehmen der anvertrauten Mitglieder kann nicht geschehen, wenn lieber so genannt «fertige» Spieler eingekauft werden. Die einen müssen zahlen, die andern kriegen. Allein dieses soziale Ungleichgewicht lässt feststellen: Sinn und Zweck nicht erkannt, in einem Breitensportclub eher an Profistrukturen interessiert, damit man gegen aussen hin auch «jemand» ist oder zumindest scheint.

So wäre mein Neujahrswunsch an besagte Vereine: Wacht endlich auf und nehmt eure Basisverantwortung ernst. Kann doch nicht sein, dass ausgerechnet jene, die für eben genau diesen inneren Vereinszusammenhalt zuständig sein sollten, aus einem VerEIN ein VerZWEI mach(t)en und dies noch toll finden. Da steht Selbstbeweihräucherung weit oberhalb eines grundlegenden Dienstes am und mit dem Gesamtverein.
Wie sagte doch Johannes Bachmayr an der Jahres-Hauptversammlung des FC Bayern München zu Uli Hoeness: «Dies ist nicht Ihr Verein.» Genau diese Feststellung geht zuweilen weit hinab zu Führungsleuten von Amateurclubs. Viele von ihnen reagieren mit hoeness’schen Abwehrreaktionen – es wird durchgezogen, und wer andere Überlegungen zum Wort «VerEIN» hat, ist Nestbeschmutzer und Intrigant. Keine Ahnung, ob solche Leute überhaupt wissen, dass das Wort Demokratie ohne «ck» geschrieben wird.