Fussballverband Region Zürich

Support Vereinsführung – Thema «Personelles»

Die verschiedenen Kapitel des Moduls «Support Vereinsführung» sollen dahingehend behilflich sein, das exponierte Amt eines ehrenamtlichen Funktionärs da und dort besser angehen zu können.

Um die Aufgaben eines Vereinsfunktionärs einfacher zu machen und um ihm professionelle Mittel in die Hand zu geben, wurde das Webmodul «Support Vereinsführung» mit sechs Schwerpunkt-Themen geschaffen. Unter den verschiedenen Themen findet man Tipps, Mustervorlagen und auch rechtliche Grundlagen.

Thema «Personelles»:
Nach aussen sorgen vor allem die guten Sportresultate eines Vereins für ein positives Image. Ein gut organisiertes Personalmanagement ist jedoch die Grundlage für langfristiges Funktionieren. Motivierte Vereinsfunktionäre zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Der zunehmende Individualisierungsprozess in unserer Gesellschaft, mangelnde Zeit, Desinteresse oder auch Angst vor allzu starker Einbindung sind oft Gründe für Absagen. Dabei ist die ehrenamtliche Arbeit im Verein nicht wegzudenken. Deshalb braucht ein Verein eine klare Organisation des Personalmanagements, die die verschiedenen Aufgaben definiert und zuteilt. Führen und motivieren der Funktionäre ist eine wichtige Grundlage. Besonders wichtig ist dabei die stete Kommunikation mit allen Mitarbeitenden. So schafft man eine gesunde Vereinsatmosphäre, und jeder fühlt sich eingebunden in ein lohnendes Engagement mit einem gemeinsamen Ziel.

Beispiele von Links zu erweiterten Informationen:

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Dienstleister oder «Tschumpel»?

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Eines von vielen Schmankerln aus der Zeit als Vereinspräsident lässt mich heute lachen – damals nicht. Dass das jahrelang bestehende Angebot für Vereinsmitglieder, nach Voranmeldung an Vorstandssitzungen teilnehmen zu können, mit einer 99%-Kein-Interesse-Quote abgelehnt wurde, machte mich nachdenklich. Zuhören, mitdiskutieren, Anliegen vorbringen – kein «Bock», nur mal hineinzusehen beziehungsweise hineinzuhören, welche kleineren und grösseren Themen besprochen werden. Ein Spürchen praktische Weiterbildung.

Vier neue Spieler kamen da einst in die erste Mannschaft hinzu, gemanagt vom dafür Zuständigen. Und eben dieser gab an der nächsten Vorstandssitzung den Wunsch von einem der Neuen Preis: Er wünschte, dass der Vorstand mal in globo bei einem Training erscheine und sich vorstelle. Mann für Mann, Frau für Frau. Vermutlich mit fokussiertem Lebenslauf. Hoppla. Man schwankt zwischen «legitimes Anliegen» und «hat der noch alle Töggeli am Schuh?».

14 Tage später die traditionelle Mitgliederversammlung. Wer fehlte (nebst anderen) unentschuldigt? Eben jener. Da hätte er doch mal alle Vorstandsköpfe und weitere Funktionäre kennen lernen können. Aber er hatte keine Zeit, präsent zu sein. Keine Zeit, ein Abmeldungs-Mail zu schreiben (Aufwand: zirka zwei Minuten). In der Winterpause war jener bereits zu einem andern Verein unterwegs.

Man ist als Vorstandsmitglied und in anderen Funktionärspositionen immer Dienstleister an den Mitgliedern. Das war immer so und wird nie anders werden. Indes ist die Schwelle zum «Tschumpel für andere» manchmal ganz, ganz nah. Oder auch: «typisch Fussball».