Fussballverband Region Zürich

Support Vereinsführung – Thema «Personelles»

Die verschiedenen Kapitel des Moduls «Support Vereinsführung» sollen dahingehend behilflich sein, das exponierte Amt eines ehrenamtlichen Funktionärs da und dort besser angehen zu können.

Um die Aufgaben eines Vereinsfunktionärs einfacher zu machen und um ihm professionelle Mittel in die Hand zu geben, wurde das Webmodul «Support Vereinsführung» mit sechs Schwerpunkt-Themen geschaffen. Unter den verschiedenen Themen findet man Tipps, Mustervorlagen und auch rechtliche Grundlagen.

Thema «Personelles»:
Nach aussen sorgen vor allem die guten Sportresultate eines Vereins für ein positives Image. Ein gut organisiertes Personalmanagement ist jedoch die Grundlage für langfristiges Funktionieren. Motivierte Vereinsfunktionäre zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Der zunehmende Individualisierungsprozess in unserer Gesellschaft, mangelnde Zeit, Desinteresse oder auch Angst vor allzu starker Einbindung sind oft Gründe für Absagen. Dabei ist die ehrenamtliche Arbeit im Verein nicht wegzudenken. Deshalb braucht ein Verein eine klare Organisation des Personalmanagements, die die verschiedenen Aufgaben definiert und zuteilt. Führen und motivieren der Funktionäre ist eine wichtige Grundlage. Besonders wichtig ist dabei die stete Kommunikation mit allen Mitarbeitenden. So schafft man eine gesunde Vereinsatmosphäre, und jeder fühlt sich eingebunden in ein lohnendes Engagement mit einem gemeinsamen Ziel.

Beispiele von Links zu erweiterten Informationen:

zurück

Die verwässerte Ur-Regel

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Also manchmal möchte man ja schon – aus dem TV-Sessel aufspringen, in den Bildschirm hineinkriechen, auf dem Spielfeld landen und dort ganz kurz den Schiedsrichter schütteln. Denn es geht – wieder mal – ums Handspiel. Kürzlich, Bundesligapartie: Eben hat der Ref weiter laufen lassen, bis sich Köln meldet. Also raus ans TV-Gerät – und tatsächlich: er gibt Elfmeter.

Die Szene: Flankenversuch in den Sechzehner. Der Verteidiger – anderthalb Meter vom die Hereingabe Spielenden entfernt, knapp innerhalb des Strafraums hochspringend – dreht sich in der Luft ab, und der Ball fliegt an dessen Hand. Das wäre schon von Front zu Front «angeschossen»; jetzt aber sah er nicht mal, wohin die Richtung des Spielgeräts ging. Völlig unmöglich, überhaupt je auf die Idee zu kommen, dass hier eine Absicht vorlag. Meines Wissens gilt noch immer: Absicht oder unabsichtlich sind die Kriterien, ob man «Hände» pfeift oder nicht.

Aber ist ja modern geworden, diese simple Ur-Regel zu zerlegen, wie und wohins auch immer möglich ist. Hochaktuell ist «das Vergrössern der Körperfläche». Daraus wird irgendwie – auf seltsamen Umwegen – eine Permanent-Absicht unterstellt, obwohl auch hier nur eben diese Ur-Regel gilt. So ein Quatsch: die Körperfläche vergrössern. Heisst demnach: von Kopf bis Unterleib gleich Festkörper. Arme und Hände sind im Fussball-Eventualfall Vergrösserungsanhängsel. Heisst demnach auch: Beine und Füsse sind ebenso nicht dem Festkörper zuzuordnen. Oder, ganz krass: ohne so interpretierte «Vergrösserungen» könnte niemand Fussball spielen.

Um ein für allemal die Diskussionen zu beenden, gibts eigentlich eine erste «sinnvolle» Massnahme: Allen Feldspielern werden vor der Partie via Kabelbinder die Hände auf den Rücken fixiert. Dann ist fertig mit «Hände», ob absichtlich oder «angeschossen». Es sei denn, irgend ein Videoexperte finde heraus, dass ein Ball, der auf die körperrückseitig zusammengebundenen Hände gekickt wird, eventuell doch noch einer Absicht zuzuordnen sei.
So bleibt diese letzte, ultimative Konsequenz: alle Arme amputieren – erst dann hat man wirklich «Ruhe».