Fussballverband Region Zürich

Bundesgericht weist Lärmklage ab!

Die grossen, vorbildlichen Bemühungen (z.B. Symphathie-Marsch) des FC Herrliberg wurden belohnt.

Das Bundesgericht hat mit dem Urteil vom 5. Oktober 2018 die Lärmklage von zwei Anwohnern des Sportplatzes Langacker in Herrliberg abgewiesen.

Die Gemeinde Herrliberg und der FC Herrliberg nahmen diesen Entscheid erleichtert zur Kenntnis. Das Bundesgericht bestätigte die Einschätzung des Zürcher Baurekursgerichts und des Verwaltungsgerichts, dass die Sportanlage Langacker nach Durchführung der von der Baukommission angeordneten lärmreduzierenden Massnahmen keinen übermässigen Lärm in der Umgebung verursacht. Auf weitergehende Massnahmen durfte die Baukommission verzichten, da dies zu unverhältnissmässigen Einschränkungen des im öffentlichen Interesse liegenden Sportbetriebs geführt hätte.

Ein grosses Kompliment an den FC Herrliberg im Namen der ganzen "FVRZ-Familie"!

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Die verwässerte Ur-Regel

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Also manchmal möchte man ja schon – aus dem TV-Sessel aufspringen, in den Bildschirm hineinkriechen, auf dem Spielfeld landen und dort ganz kurz den Schiedsrichter schütteln. Denn es geht – wieder mal – ums Handspiel. Kürzlich, Bundesligapartie: Eben hat der Ref weiter laufen lassen, bis sich Köln meldet. Also raus ans TV-Gerät – und tatsächlich: er gibt Elfmeter.

Die Szene: Flankenversuch in den Sechzehner. Der Verteidiger – anderthalb Meter vom die Hereingabe Spielenden entfernt, knapp innerhalb des Strafraums hochspringend – dreht sich in der Luft ab, und der Ball fliegt an dessen Hand. Das wäre schon von Front zu Front «angeschossen»; jetzt aber sah er nicht mal, wohin die Richtung des Spielgeräts ging. Völlig unmöglich, überhaupt je auf die Idee zu kommen, dass hier eine Absicht vorlag. Meines Wissens gilt noch immer: Absicht oder unabsichtlich sind die Kriterien, ob man «Hände» pfeift oder nicht.

Aber ist ja modern geworden, diese simple Ur-Regel zu zerlegen, wie und wohins auch immer möglich ist. Hochaktuell ist «das Vergrössern der Körperfläche». Daraus wird irgendwie – auf seltsamen Umwegen – eine Permanent-Absicht unterstellt, obwohl auch hier nur eben diese Ur-Regel gilt. So ein Quatsch: die Körperfläche vergrössern. Heisst demnach: von Kopf bis Unterleib gleich Festkörper. Arme und Hände sind im Fussball-Eventualfall Vergrösserungsanhängsel. Heisst demnach auch: Beine und Füsse sind ebenso nicht dem Festkörper zuzuordnen. Oder, ganz krass: ohne so interpretierte «Vergrösserungen» könnte niemand Fussball spielen.

Um ein für allemal die Diskussionen zu beenden, gibts eigentlich eine erste «sinnvolle» Massnahme: Allen Feldspielern werden vor der Partie via Kabelbinder die Hände auf den Rücken fixiert. Dann ist fertig mit «Hände», ob absichtlich oder «angeschossen». Es sei denn, irgend ein Videoexperte finde heraus, dass ein Ball, der auf die körperrückseitig zusammengebundenen Hände gekickt wird, eventuell doch noch einer Absicht zuzuordnen sei.
So bleibt diese letzte, ultimative Konsequenz: alle Arme amputieren – erst dann hat man wirklich «Ruhe».