Gedanken einer Mutter
(Brief an den Verband vom 23.11.2011)
"Wir haben unsere Söhne (8 und 10 Jahre) im Fussballverein und sie sind sehr fussballbegeistert! Ich begleite sie oft auf den Fussballplatz und habe mich gerade letzthin wegen der bedrohlichen Wortgewalt von 10-jährigen sehr erschreckt! Es war einfach primitiv und respektlos. Es ist nicht das erste Mal! Auch habe ich schon einen Trainer gehört, der sich in der Wortwahl und im Tonfall vergriff. Fussball ist ein emotionaler und toller Sport, wenn aber diese positive Energie in aggressives Verhalten umgewandelt wird, so stimmt es für mich absolut nicht mehr. Es geht mir nicht darum, dass ich jetzt einzelne Clubs angreifen will, sondern eher, dass ich hoffe, dass Sie als Verband die Vereine nachhaltig auf einen gesunden Umgang und gegenseitigen Respekt sensibilisieren können. Das beginnt halt schon bei den Kleinen im Training. Der Trainer hat unbedingt seine Vorbildfunktion vorzuleben, zugleich auch Regeln und Grenzen einzuführen und diese auch konsequent umzusetzen. Es ist auch sinnvoll, wenn man Trainer die nötigen Hilfsmittel (Kurse, Leitfäden etc.) anbietet. Ein einfaches Hilfsmittel kann sein, dass der einzelne Trainer Regeln mit dem Team aushandelt, gemeinsame Comittments erstellt. Regeln sind für ein gutes Miteinander das Wichtigste! Gleichzeitig werden auch die Konsequenzen bei Regelverstössen mit dem Team festgelegt. Diese Konsequenzen müssen umsetzbar sein. Es ist einfach auch wichtig, dass Vereine Gewaltprävention und auch eine erzieherische Rolle wahrnehmen! Es fehlt mit an Vorbildern, aber wir müssen den Mut haben, dazuzustehen, hinzuhören und hinzuschauen. Wir sind alle als ganze Gesellschaft dazu aufgefordert. Sport ist Teamgeist, Freude, Freundschaft, Respekt, Leidenschaft, multikulturell etc.
Vielen, vielen Dank an dieser Stelle aber auch an die vielen sehr engagierten Trainer und Vereinshelfer. Sie geben vielen jungen Menschen Struktur und Motivation in Form ihrer Vereinsarbeit!"
Barbara Meier |