Gelebte Verantwortung
von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter,
bfoxli@bluewin.ch
Eben informierten die Medien über einen Schwimmclub-Präsidenten, der jahrelang ihm im Vertrauen zugewiesene Kinder und Jugendliche missbraucht haben soll. Eine Meldung, die wieder mal Fragen aufwirft. Einer von Tausenden Unbescholtenen, die sich in der Jugendarbeit engagieren, wird temporär wichtiger als «das Normale».
Und deshalb sei das alles mal umgedreht: So sei allen gedankt, die sich in ihrer Freizeit für eben diese Kinder und Jugendlichen engagieren. Gedankt all jenen, die in der «Lebensschule Sport» ihren Teil zu Wachsen und Werden junger Menschen beitragen. All jenen, die um die sensible Grenze körperlicher wie psychischer Intimität wissen und entsprechend verantwortungsvoll damit umgehen.
Der Breitensport soll mithelfen, Menschen gesund zu machen und/oder zu halten. Niemand, der Jahr für Jahr mehr ins Erwachsenenalter aufsteigt, soll aus dieser Zeit irgendwelche Schatten mitnehmen und verarbeiten müssen. Junge Menschen als vollwertig und vollständig annehmen, auch wenn sie es (noch) nicht sind, ist die Grundlage dazu, hierarchische Strukturen – und mit ihnen die Kinder – nicht zu missbrauchen. Egal, in welcher Form dies geschehen könnte.
Und deshalb: Chapeau all den Tausenden «Normalen» – das Selbstverständliche ist nicht immer selbstverständlich … |