
Die fünf Trainer der Gruppe G
England
Die UEFA EURO 2008 in der Schweiz und Österreich hatte England verpasst. Danach holten die Briten den italienischen Startrainer Fabio Capello - und starteten durch. In der WM-Qualifikation holten sie in zehn Spielen 27 Punkte. An der WM-Endrunde 2010 startete England verhalten in die Gruppenspiele, überstand die erste Turnierphase aber und scheiterte in den Achtelfinals an Deutschland. In der Statistik lässt die 1:4-Niederlage ein einseitiges Spiel vermuten, aber England hatte auch viel Pech, als der Treffer zum 2:2 fälschlicherweise nicht anerkannt wurde.
Gründung Verband: 1863
FIFA-Ranking: 8
UEFA Ranking: 1
EM-Teilnahmen: 7 (1968. 1980,1988, 1992, 1996, 2000, 2004)
UEFA EM beste Ergebnisse: 1968 3. Platz, 1996 Halbfinale, 2004 Viertelfinale
WM-Teilnahmen: 13 (1950, 1954, 1958, 1062, 1966, 1970, 1982, 1986, 1990, 1998, 2002, 2006, 2010)
FIFA WM beste Ergebnisse: 1966 Weltmeister, 1990 4. Platz, Viertelfinale (1954, 1962, 1970, 1986, 2002, 2006)
Homepage: www.thefa.com/England
Bilanz der Schweiz gegen England: 24 Spiele/3 Siege/4 Unentschieden/17 Niederlagen
Letztes Spiel: England - Schweiz 2:1 (in London, Testspiel am 6. Februar 2008).

|
Trainer
|
|
|
Name:
|
Fabio Capello
|
|
Geburtstag:
|
18. Juni 1946
|
|
Geburtsort:
|
Gorizia, Italien
|
|
Vereine als Aktiver:
|
1964-1967 SPAL Ferrara
1967-1969 AS Rom
1969-1076 Juventus Turin
1976-1979 AC Mailand
1972-1976 Nationalmannschaft Italien
|
|
Position:
|
Mittelfeldspieler
|
|
Stationen als Trainer:
|
1991-1996 AC Mailand
1996-1997 Real Madrid
1997-1998 AC Mailand
1999-2004 AS Rom
2004-2006 Juventus Turin
2006-2007 Real Madrid
2007- England (Vertrag bis 2012)
|
Montenegro
Der seit 2006 von Jugoslawien unabhängige Staat brachte schon einige hervorragende Spieler hervor. Der Berühmteste war in den Neunzigerjahre Dejan Savicevic, der einstige Milan-Star und heutige Verbandspräsident Montenegros. Aus dem aktuellen Kader stechen die Namen von Stevan Jovetic (Fiorentina) und Mirko Vucinic (AS Roma) hervor. Beide spielen eine wichtige Rolle bei Top-Klubs der Serie A. Der 20-jährige Jovetic machte im vergangenen Herbst zudem mit einer Topleistung und zwei Toren in der Champions League gegen den FC Liverpool auf sich aufmerksam. Seit 2010 ist Zlatko Kranjcar Nationalcoach. Der frühere Professional führte 2006 sein Heimatland Kroatien an die WM in Deutschland.
Gründung Verband: 2007
UEFA Ranking: 47
FIFA-Ranking: 64
EM-Teilnahmen: 0
Bester Torschütze in der WM-Qualifikation: Mirko Vucinic (3 Tore)
Homepage: fscg.co.me
Bilanz der Schweiz gegen Montenegro: noch nicht gespielt.

|
Trainer
|
|
|
Name:
|
Zlatko Kranjèar
|
|
Geburtstag:
|
15. November 1956
|
|
Geburtsort:
|
Zagreb, SFR Jugoslawien
|
|
Vereine als Aktiver:
|
1973-1984 Dinamo Zagreb
1984-1990 SK Rapid Wien
1990 SKNV St. Pölten
1977-1983 Jugoslawien
1990 Kroatien
|
|
Position:
|
Stürmer
|
|
Stationen als Trainer:
|
1992-1994 HNK Segesta Sisak
1994-1996 Croatia Zagreb
1996-1997 FC Linz
1997 NK Slaven Belupo Koprivnica
1997 HNK Segesta Sisak
1998 NK Samobor
1998-1999 Croatia Zagreb
1999 El-Masry
2000-2001 NK Mura
2001-2002 NK Zagreb
2002-2003 HNK Rijeka
2003-2004 NK Zagreb
2004-2006 Kroatien
2007 NK Croatia Sesvete
2007 Al-Shaab
2009 NK Croatia Seswete
2009 DAC Dunajská Streda
2009 Persepolis Teheran
2010- Montenegro
|
Wales
Dem besten Waliser begegnet die Schweiz in der EM-Qualifiaktion nicht. Ryan Giggs, das 36-jährige Monument von Manchester United, gab vor knapp drei Jahren und nach 64 Länderspielen seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Vom jetzigen Team erreichen einzelne Spieler wie Gareth Bale oder Craig Bellamy in der englischen Premier League gehobenes Niveau. Und Aaron Ramsey kommt in dieser Saison für Arsenal immerhin schon auf 16 Einsätze in der Meisterschaft. Dem 19-Jährigen wird auf der Insel eine grosse Zukunft prophezeit.
Gründung Verband: 1876
UEFA Ranking: 47
FIFA-Ranking: 77
EM-Teilnahmen: 0
WM-Teilnahme: 1 (1958)
Bestes WM Ergebnis: Viertelfinal (1958)
Bester Torschütze in der WM-Qualifikation: David Edwards (2 Tore)
Bilanz der Schweiz gegen Wales: 5 Spiele/4 Siege/0 Unentschieden/1 Niederlage
Letztes Spiel: Wales - Schweiz 0:2 (in Wrexham, EM-Qualifikation am 9. Oktober 1999)
Gary Speed (41), der frühere Kapitän des walisischen Nationalteams, ist seit Januar 2011 neuer Nationaltrainer von Wales. Im September 2010 war John Toshack nach der 0:1-Auftaktniederlage in der EM-Qualifikation 2012 gegen Montenegro als Nationaltrainer zurückgetreten. Als Interimstrainer für die EM-Qualifikationsspiele gegen Bulgarien (0:1) und der Schweiz (1:4) amtierte Bryan Flynn. Er ist nun wieder in seiner angestammten Funktion als Nachwuchstrainer im walisischen Verband tätig.
Der 85-fache Internationale Gary Speed hat einen Dreieinhalbjahresvertrag unterschrieben. Er hatte erst im Sommer 2010 beim englischen Zweitligisten Sheffield United seinen ersten Job als Trainer angetreten. Er stellte seinen Posten dort zur Verfügung, um das walisische Nationalteam übernehmen zu können.

|
Trainer
|
|
|
Name:
|
Gary Speed
|
|
Geburtstag:
|
8. September 1969
|
|
Geburtsort:
|
Mancot, Wales
|
|
Vereine als Aktiver:
|
1988-1996 Leeds United
1996-1998 FC Everton
1998-2004 Newcastle United
2004-2008 Bolton Wanderers
2008-2010 Sheffield United
|
|
Position:
|
Mittelfeldspieler
|
|
Stationen als Trainer:
|
2010 Sheffield United
2010- Wales
|
Bulgarien
Verzweifelt versucht Bulgarien an die Erfolge der Neunzigerjahre (WM-Halbfinal 1994) und der Generation um Hristo Stoitchkov und Krassimir Balakov anzuknüpfen. Nach der letzten Enrundenteilnahme 2004 in Portugal beendete Bulgarien die Qualifikation dreimal bloss auf Rang 3. Die aktuelle Generation hat herausragende Individualisten (Dimitar Berbatov, Martin Petrov, Stilian Petrov) aber ein nur unzureichendes Kollektiv. Konstanz fehlt dem Team von Trainer Stanimir Stoilov. In der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ folgten auf gelungene Leistungen wie dem 0:0 gegen Italien, unerklärliche Abstürze wie das 0:0 in Georgien oder die 1:4-Niederlage auf Zypern.
Gründung Verband: 1923
FIFA-Ranking: 39
UEFA Ranking: 17
EM-Teilnahmen: 2 (1996, 2004)
EM beste Ergebnisse: Vorrunde
WM-Teilnahmen: 7 (1962, 1966, 1970, 1974, 1986, 1994, 1998)
WM bestes Ergebnis: 4. Platz (1994)
Homepage: www.bfunion.bg/
Bilanz der Schweiz gegen Bulgarien: 9 Spiele/3 Siege/4 Unentschieden/2 Niederlagen
Letztes Spiel: Schweiz - Bulgarien 1:1 (in Genf, Testspiel am 11. Februar 2009).
Der Nachfolger des nach der 0:1-Heimniederlage gegen Montenegro zurückgetretenen bulgarischen Nationalcoachs Stanimir Stoilov ist Lothar Matthäus. Deutschlands Rekordnationalspieler (150 Länderspiele) hat einen Vertrag bis zum Ende der Qualifikation zur EURO 2012 unterschrieben, mit Option für eine Verlängerung um zwei Jahre.

|
Trainer
|
|
|
Name:
|
Matthäus Lothar
|
|
Geburtstag:
|
21.03.1961
|
|
Geburtsort:
|
Erlangen, Deutschland
|
|
Vereine als Aktiver:
|
1979-1984 Borussia Mönchengladbach
1984-1988 FC Bayern München
1988-1992 Inter Mailand
1992-2000 FC Bayern München
2000 NY/NJ Metro Stars
1980-2000 Nationalteam Deutschland
|
|
Position:
|
Mittelfeldspieler
|
|
Stationen als Trainer:
|
2001-2002 SK Rapid Wien
2002-2003 Partizan Belgrad
2004-2005 Ungarn
2006 Atlético Paranaense
2006-2007 FC Red Bull Salzburg
2008-2009 Maccabi Netanya
2010- Bulgarien
|
Schweiz
Nach der WM-Endrunde 2010 in Südafrika und den Rücktritten von Stürmer Nkufo, Mittelfeldspieler Huggel sowie den Verteidigern Spycher und Magnin spricht Nationalcoach Ottmar Hitzfeld nicht von einem Umbruch, aber doch von einem Neustart. Die Schweiz habe neue Spieler, neue Herausforderungen, neue Gegner und neue Ziele. Wie in der WM-Qualifikation strebt die Schweiz den Gruppensieg und damit die direkte Qualifikation für die EM-Endrunde 2012. Hitzfeld hält zwar fest, dass England der Favorit sei; er sagt aber auch, dass die Schweiz an einem guten Tag jeden Gegner schlagen könne. Den jüngsten Beweis hierfür lieferten die Schweizer am 16. Juni 2010 in Durban, als sie in ihrem WM-Auftaktspiel dem nachmaligen Weltmeister Spanien die einzige Niederlage des Endrundenturniers zufügten. Mit jungen Spielern, teilweise gar aus dem U17-Weltmeisterteam von 2009, will Hitzfeld auch Leidenschaft und Stolz sowie Teamgeist, Selbstbewusstsein und mehr Torgefährlichkeit sehen. Insbesondere fordert er von den Mittelfeldspielern, dass sie mehr in den Abschluss gehen.
Gründung Verband: 1895
UEFA Ranking: 13
FIFA Ranking: 24
WM-Teilnahmen: 9 (1934, 1938, 1950, 1954, 1962, 1966, 1994, 2006, 2010)
WM beste Ergebnisse: Viertelfinal (1934, 1938, 1954)
EM-Teilnahmen: 3 (1996, 2004, 2008)
EM beste Ergebnisse: Vorrunde

|
Trainer
|
|
|
Name:
|
Ottmar Hitzfeld
|
|
Geburtstag:
|
12. Januar 1949
|
|
Geburtsort:
|
Lörrach, Deutschland
|
|
Vereine als Aktiver:
|
1960-1967 TuS Stetten
1967-1971 FV Lörrach
1971-1975 FC Basel
1975-1978 VfB Stuttgart
1978-1980 FC Lugano
1980-1983 FC Luzern
|
|
Position:
|
Stürmer
|
|
Wichtigste Erfolge als Spieler:
|
Olympiateilnehmer 1972, Schweizer Meister 1972 und 1973, Cup-Sieger 1973 und 1975, Schweizer Torschützenkönig 1973
|
|
Stationen als Trainer:
|
1983-1984 SC Zug
1984-1988 FC Aarau
1988-1991 Grasshopper-Club Zürich
1991-1997 Borussia Dortmund
1998-2004 FC Bayern München
2007-2008 FC Bayern München
seit Juli 2008 Cheftrainer A-Nationalmannschaft
|
|
Erfolge als Trainer:
|
Weltpokalsieger 2001, Champions League-Sieger 1997, 2001,
7 x Deutscher Meister (1995, 1996, 1999, 2000, 2001, 2003, 2008),
2 x Schweizer Meister (1990, 1991), 3 x DFB Cup-Sieger (2000, 2003, 2008), 3 x Schweizer Cup-Sieger (1985, 1989, 1990), 4 x Ligapokalsieger (1998, 1999, 2000, 2007), 2 x DFB-Supercupsieger (1995, 1996), 1x Schweizer Supercupsieger, Qualifikation für die WM 2010
2 x Welttrainer des Jahres (1997 und 2001)
7 x Deutschlands Trainer des Jahres (1994, 1995, 1996, 1999, 2000, 2001, 2008)
|