Fussballverband Region Zürich

Wasser als Saisonauftakt-Begleiter

Zum traditionellen, im Zweijahres-Turnus durchgeführten Saison-Kickoff lud der FVRZ am Freitagabend des 17. August Sponsoren, Vereine und verdiente Funktionäre ein.

Rund 200 Personen genossen die knapp vierstündige Zürichseefahrt auf der «Panta Rhei». Ab Bürkliplatz retour galt von Beginn weg eben dieses «alles fliesst»: Zuerst nur auf dem Wasser, später mit dem feuchten Element von oben. Immerhin musste vor und nach dem Ausflug kein einziger Schirm seiner Zweckbestimmung zugeführt werden.

Knapp die Hälfte aller eingeladenen FVRZ-Vereine waren mit ihren Vertretern zugegen. Anwesende Verbandsfunktionäre mischten sich «unters Volk», um 1:1 zu erfahren, wo es da und dort brennt oder wo die Basis Verbesserungsvorschläge einbringen will. Die Fahrt «auf hoher See» erfüllte den Zweck, die neue Spielzeit mit dieser angenehmen Kommunikationsplattform zu eröffnen, in sympathischer Art.

Der Fussball stand naturbedingt im Mittelpunkt der vielen Gespräche. En passant Aufgeschnapptes der Diskussionen: Die «Blick»-Kampagne gegen Nationaltrainer Vladimir Petkovic, die Neueinführung von möglichen fünf Aus-/Einwechselspielern in der 2. Liga  sowie – aus den Tiefen des Geschehen nochmals hervor gekramt – der Doppeladler. Auch wenn sich dieser eigentlich längst zum Wellensittich zurück gebildet hat.

Nicht zuletzt war es dem FVRZ erneut ein Anliegen, all den Sponsoring-Partnern zu danken und sie in diese spezielle Art der Saisoneröffnung mit einzubeziehen. Sie alle helfen mit ihren Beiträgen mit, dass der grösste Regionalverband der Schweiz stets auf finanziell gesunden Füssen und Beinen stehen kann.

So wünscht der FVRZ allen Vereinen und deren Mannschaften eine gute neue Saison 2018/19. Und sollte mal nicht alles so laufen wie gewünscht und/oder geplant: «Unser» Sport soll ja primär Spass und Freude bereiten. Wer sich so ab und zu daran erinnert, dürfte anstehende Probleme um einiges leichter angehen können.

Impressionen (Fotos: Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)

Aus dem Westen sind Aufhellungen ersichtlich.

Doppelte Begrüssung: FVRZ-Präsident Sandro Stroppa und (im Fenster rechts) Geschäftsführer Patrick Meier.

«Aamächelig» präsentiert: visuelle Vorfreude aufs Dessert.

Der FC Wollerau war mit zwei Michaels vertreten.

Ab und zu nach draussen zum frische Luft schnappen.

Eine engagierte Diskussion mit Körper- beziehungsweise Armeinsatz.

Die Stimmung ist entsprechend locker.

Die «Panta Rhei» beherbergte an die 200 Personen.

Zwei Fotomodelle: Paul Künzle (links) und Fredi Keller.

FVRZ-Vizepräsidentin Rita Zbinden verteilt die «Namenstäfeli».

Zugreifen ist erlaubt und gewünscht.

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Voll konzentriert zum nächsten Fehler

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

«Jetzt konzäntrier di emaal», ruft der Trainer aufs Feld. Und zwar so, dass es alle ringsherum – bis hinüber zur Gegentribüne – hören. Dies soll den Effekt verstärken. Er muss Besagtem zeigen, wo Albert den vergorenen Apfelsaft holt (frei in die Schriftsprache übersetzte Version von Bartli und dem Moscht). Obs was nützt? 

Konzentration – viel verwendet, jede(r) weiss, was gemeint ist. Sich fokussieren. Heisst es auch «in den Tunnel gehen»? Alles abschalten und ausschliessen, was stören könnte? Und dies in einem Sport, der weit mehr verlangt als das Brennglas auf sich selber richten? Mitspieler und Gegner verlangen permanente Aufmerksamkeit auf sich situativ ergebende Aktionen. Da kann schon mal ein Fehlerchen passieren, nicht? 

Niemand kriegt die menschliche Biologie je so in den Griff, dass sie zur ein- und ausschaltbaren Maschine wird. Während der 90 Minuten Spielzeit gibts psychisch wie physisch starke Phasen, die im Ausgleich umgekehrt und unvermittelt wieder ins Gegenteil kippen können. Von wegen Stabilität! Interessant ist ja auch, was Spitzensportler so ab und zu von sich geben. Ist das «viel zu verkrampft» genau eine Form von Überkonzentration? Ist das «ich hatte keine Lockerheit» das Gegenstück zu dem, was man im allgemeinen Sprachgebrauch unter «konzentrieren» versteht? 

«Wenn du in Eile bist, geh langsam», meinte der chinesische Philosoph Konfuzius einst. Hat nichts an Aktualität eingebüsst. Und lässt sich durchaus auch auf «jetzt konzäntrier di emaal» übertragen. Wenn Fehler passieren, wird sich jene oder jener, dem sie geschehen, am meisten ärgern. Da brauchts wahrlich nicht auch noch Zurechtweisungen von ausserhalb. 

Notabene: Jenen Trainer hab ich drei Tage später selbst kicken sehen, bei den Senioren. Statt was reinzurufen, als ihm so genannte Konzentrationsfehler passierten, konnte ich fast genüsslich in mich hinein schmunzeln.