Fussballverband Region Zürich

WBK 2-Tagung für Leiter Junioren

Über 75 Teilnehmer nahmen an der zweiten Tagung am 9. März 2019 im Seminarhotel Riverside in Glattfelden teil.

Die Tagung leitete Benjamin Benz, der im Juni 2018 in der Abteilung Technik FVRZ die Leitung des Ressorts Junioren/Breitenfussball übernommen hat.

Die Eröffnungsrede wurde von Stephan Anliker (Präsident GCZ Zürich) gehalten. Herr Anliker betonte in seiner spannenden Rede die Wichtigkeit des Breitenfussballs und zeigte auf, wie Breiten- und Spitzenfussball zusammen funktionieren.

Nach den eindrücklichen Einstiegsworten folgte ein Referat aus der technischen Abteilung. Benjamin Benz ging auf diverse aktuelle Themen im Bereich Juniorenfussball ein, bevor Claudia Gfeller (Leiterin Ressort Frauenfussball) über die Entwicklung im Juniorinnenfussball referierte. Zum Schluss gaben Theo Widmer und Pascal Humbel (Technischer Leiter FVRZ) Auskunft über aktuelle Themen im Spielbetrieb sowie Kurswesen. Sehr interessant war auch die Footeco-Evaluation, welche Theo Widmer präsentierte.

Vom SFV war Raphael Kern als Referent und Workshop-Leiter vor Ort. Raphael Kern stellte den Teilnehmenden den Entwicklungsplan des SFV sowie diverse Neuerungen des Clubcorners SFV vor.

Im zweiten Teil der Tagung standen die verschiedenen Workshops im Rahmen eines Themenparcours auf dem Programm. Dank dem grossen Engagement der Teilnehmenden ergaben sich im Anschluss an die Workshops wertvolle Diskussionen.

Workshops

  1. Thema Fairplay (Raphael Kern)

  2. Umgang mit Schiedsrichtern (Enrico Vanzetta)

  3. Footeco: Botschafter, Selektionskriterien (Theo Widmer, Pascal Humbel)

  4. Umgang und Rekrutierung Trainer, Planung einer neuen Saison (Benjamin Benz)

Nach den Workshops trafen sich alle Teilnehmer nochmals im Plenum. Zu jedem Workshop gab es eine kurze Zusammenfassung, bevor der Tag mit einem Rückblick abgeschlossen wurde. Sowohl die Teilnehmenden als auch die Organisatoren zogen nach der Tagung ein durchwegs positives Fazit und gingen mit vielen neuen Inputs nach Hause.

Referate
Footeceo Evaluation
Abteilung Technik FVRZ (mit Workshops)
Clubcorner SFV / Entwicklungsplan

Impressionen (Fotos: FVRZ)

Mit fast 80 Anmeldungen sind die Teilnehmer zahlreich erschienen.

Claudia Gfeller stellt die neusten Erkenntnisse des Mädchenfussballs vor.

Stephan Anliker hält die Begrüssungsrede im Riverside.

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Voll konzentriert zum nächsten Fehler

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

«Jetzt konzäntrier di emaal», ruft der Trainer aufs Feld. Und zwar so, dass es alle ringsherum – bis hinüber zur Gegentribüne – hören. Dies soll den Effekt verstärken. Er muss Besagtem zeigen, wo Albert den vergorenen Apfelsaft holt (frei in die Schriftsprache übersetzte Version von Bartli und dem Moscht). Obs was nützt? 

Konzentration – viel verwendet, jede(r) weiss, was gemeint ist. Sich fokussieren. Heisst es auch «in den Tunnel gehen»? Alles abschalten und ausschliessen, was stören könnte? Und dies in einem Sport, der weit mehr verlangt als das Brennglas auf sich selber richten? Mitspieler und Gegner verlangen permanente Aufmerksamkeit auf sich situativ ergebende Aktionen. Da kann schon mal ein Fehlerchen passieren, nicht? 

Niemand kriegt die menschliche Biologie je so in den Griff, dass sie zur ein- und ausschaltbaren Maschine wird. Während der 90 Minuten Spielzeit gibts psychisch wie physisch starke Phasen, die im Ausgleich umgekehrt und unvermittelt wieder ins Gegenteil kippen können. Von wegen Stabilität! Interessant ist ja auch, was Spitzensportler so ab und zu von sich geben. Ist das «viel zu verkrampft» genau eine Form von Überkonzentration? Ist das «ich hatte keine Lockerheit» das Gegenstück zu dem, was man im allgemeinen Sprachgebrauch unter «konzentrieren» versteht? 

«Wenn du in Eile bist, geh langsam», meinte der chinesische Philosoph Konfuzius einst. Hat nichts an Aktualität eingebüsst. Und lässt sich durchaus auch auf «jetzt konzäntrier di emaal» übertragen. Wenn Fehler passieren, wird sich jene oder jener, dem sie geschehen, am meisten ärgern. Da brauchts wahrlich nicht auch noch Zurechtweisungen von ausserhalb. 

Notabene: Jenen Trainer hab ich drei Tage später selbst kicken sehen, bei den Senioren. Statt was reinzurufen, als ihm so genannte Konzentrationsfehler passierten, konnte ich fast genüsslich in mich hinein schmunzeln.