Fussballverband Region Zürich

Ideen für Neuerungen fanden Zustimmung

Die obligatorischen Informationsabende für Senioren-Obleute 2019 sind abgeschlossen: An fünf verschiedenen Standorten orientierte die FSV-Leitung über Abschlüsse und geplante Neuerungen.

Am 18.3. in Wiesendangen, am 19.3. in Pfäffikon ZH, am 21.3. in Engstringen, am 26.3. in Kloten sowie zuletzt am 27.3. in Wollerau: Das Info-Mammutprogramm der Leitung der Fussball-Senioren-Vereinigung des FVRZ ist beendet.

Trotz eines Verlusts im Geschäftsjahr 2018 konnte Rechnungsführer Pieter Wiedemeijer verkünden: «Die Kasse steht nach wie vor auf sehr gesunden Beinen». Keine Verschleisserscheinungen, alle Bänder, Sprunggelenke inklusive Meniskus intakt: Noch so gerne würden viele Senioren dasselbe von ihren eigenen Beinen sagen können …

Änderungen in Aussicht
Am meisten Zeit beanspruchten Vorschläge von Christian Frei (Koordinator Wettspielbetrieb Senioren 40+/50+). Seine Idee betreffend Senioren 40+: Abschaffung der Promotionsklasse (deckungsgleich mit den Senioren 50+). Auch die Gedanken, zusätzlich zum 11-er-Fussball eine 9-er Version (mit grossen Toren) einzuführen, fand an allen Informationsabenden  mehrheitliche Zustimmung. Der Leitung wurde grünes Licht erteilt, diesbezüglich «am Ball» zu bleiben. Unter «Verschiedenes» gingen einige Voten und/oder Fragen ein.

Gemütlicher Abschluss
Die nächsten Daten der Seniorenvereinigung sind: Cupfinals am Freitagabend, 21. Juni (wie gehabt in Kloten) sowie die Fairnesspreis-Verleihung am 2. September (Restaurant Grünwald, Zürich-Höngg). Nach dem offiziellen Teil wurden die aufopfernden Helferarbeiten der organisierenden Vereine mittels eines Nachtessens in Anspruch genommen. Dies gestaltete sich in gemütlichem Rahmen – immer in der Hoffnung, dass sich diese Ambiance mit auf die Felder überträgt und dann, wenns wieder mal «heiss» zu und her geht, lindernd wirken kann.

Dank
Den organisierenden Vereinen gebührt ein herzlicher Dank für die tolle Arbeit. Allen Teilnehmern an den Infoabenden dankt die Leitung für das Erscheinen, die Voten und die unermüdliche Arbeit für den Seniorenfussball.

Impressionen (Fotos: Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)

Leiter Hans Schoch führte durch die fünf Informationsabende.

Die Mitglieder Pieter Wiedemeijer (links) und Thomas Gimpert waren sowohl Referenten wie interessierte Zuhörer.

Christian Frei präsentierte intensive Überlegungen zur Neugestaltung der Senioren 40+.

Am letzten Infoabend war der FC Wollerau Gastgeber.

An allen Orientierungsabenden halfen im Hintergrund Vereinsmitglieder zur Gestaltung und dem Kulinarischen eifrig mit.

zurück

Voll konzentriert zum nächsten Fehler

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

«Jetzt konzäntrier di emaal», ruft der Trainer aufs Feld. Und zwar so, dass es alle ringsherum – bis hinüber zur Gegentribüne – hören. Dies soll den Effekt verstärken. Er muss Besagtem zeigen, wo Albert den vergorenen Apfelsaft holt (frei in die Schriftsprache übersetzte Version von Bartli und dem Moscht). Obs was nützt? 

Konzentration – viel verwendet, jede(r) weiss, was gemeint ist. Sich fokussieren. Heisst es auch «in den Tunnel gehen»? Alles abschalten und ausschliessen, was stören könnte? Und dies in einem Sport, der weit mehr verlangt als das Brennglas auf sich selber richten? Mitspieler und Gegner verlangen permanente Aufmerksamkeit auf sich situativ ergebende Aktionen. Da kann schon mal ein Fehlerchen passieren, nicht? 

Niemand kriegt die menschliche Biologie je so in den Griff, dass sie zur ein- und ausschaltbaren Maschine wird. Während der 90 Minuten Spielzeit gibts psychisch wie physisch starke Phasen, die im Ausgleich umgekehrt und unvermittelt wieder ins Gegenteil kippen können. Von wegen Stabilität! Interessant ist ja auch, was Spitzensportler so ab und zu von sich geben. Ist das «viel zu verkrampft» genau eine Form von Überkonzentration? Ist das «ich hatte keine Lockerheit» das Gegenstück zu dem, was man im allgemeinen Sprachgebrauch unter «konzentrieren» versteht? 

«Wenn du in Eile bist, geh langsam», meinte der chinesische Philosoph Konfuzius einst. Hat nichts an Aktualität eingebüsst. Und lässt sich durchaus auch auf «jetzt konzäntrier di emaal» übertragen. Wenn Fehler passieren, wird sich jene oder jener, dem sie geschehen, am meisten ärgern. Da brauchts wahrlich nicht auch noch Zurechtweisungen von ausserhalb. 

Notabene: Jenen Trainer hab ich drei Tage später selbst kicken sehen, bei den Senioren. Statt was reinzurufen, als ihm so genannte Konzentrationsfehler passierten, konnte ich fast genüsslich in mich hinein schmunzeln.