Fussballverband Region Zürich

Online-Umfrage zur Freiwilligenarbeit (Erinnerung)

Bereits haben 420 Sportvereine an der Umfrage teilgenommen. Eine Teilnahme ist noch bis am 30. Juni 2019 möglich!

Sportvereine leisten ein enorm wichtiges Engagement für die Gesellschaft – dies ist nur dank Freiwilligen zu schaffen. Doch wie sieht die Freiwilligenarbeit bei Ihnen genau aus?

Und welche Bedürfnisse haben Sie diesbezüglich? Die Antworten auf diese und weitere Fragen möchte die okaj zürich, kantonale Kinder- und Jugendförderung, in Zusammenarbeit mit dem ZKS - Zürcher Kantonalverband für Sport anhand einer Umfrage herausfinden. Aus den Resultaten werden Empfehlungen darüber abgeleitet, welche Programme und Massnahmen auf kantonaler Ebene nötig sind, damit die Freiwilligenarbeit gestärkt werden kann und sie weiterhin geleistet wird.

Um möglichst basisorientierte und bedarfsgerechte Empfehlungen erarbeiten zu können, sind die okaj zürich und der ZKS auf das Wissen und die Erfahrung der Sportvereine angewiesen. Haben Sie Einblick in die Daten zur Freiwilligenarbeit auf Ebene Ihres Vereins (Anzahl Freiwillige, Umfang, etc.) oder können Sie diese einschätzen? Haben Sie Einblick in die Themen, welche in der Praxis der Freiwilligenarbeit bewegen? Helfen Sie mit, Ihre wichtige Arbeit sichtbar zu machen und noch bessere Grundlagen dafür zu schaffen, in dem Sie an der rund 20-minütigen Online-Umfrage teilnehmen. Können Sie diese Fragen selber nicht beantworten? Dann helfen Sie uns, indem Sie die Einladung weiterleiten. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Hier geht es direkt zur Online-Umfrage.

Die Informationen wurden heute auch per Mail an die offizielle Adresse der FVRZ-Vereine übermittelt.

Bei Fragen stehen Ihnen folgende Personen gerne zur Verfügung:

Kirsten Meier, okaj zürich (bei inhaltlichen Fragen)
044 366 50 14 / kirsten.meier@okaj.ch

Olivier Steiner, Fachhochschule Nordwestschweiz (bei technischen Fragen)
061 228 59 46 / olivier.steiner@fhnw.ch

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«Jetzt gib emal ab …»

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Tatort Fussballplatz, Junioren E-Spiel. Da ist einer, der auffällt; körperlich stärker als der Durchschnitt, Stürmer mit Torhunger. Er kostet aus, dass er im Rampenlicht steht, schiesst eines, zwei, am Schluss fünf Tore. Dem Trainer gefällts, so lange die Partie noch nicht entschieden ist. Als die Tordifferenz so gross ist, dass «sein» Team sicher gewinnt, beginnt die Kritik.

«Jetzt gib emal ab», hallts übers Feld. So ganz plötzlich abgeben. Na ja – vielleicht stimmt die Chemie nicht so überein mit dem, der als Verantwortlicher draussen steht, und dem, der besagte Tore schiesst. «Hör emal uuf, ales elei z mache». Auch so plötzlich. So plötzlich an die Mitspieler denken. Vorher wars noch okay, als man die Plustore brauchte. Und jetzt?

Nach einem weiteren Solo ab der Mittellinie – ohne Torerfolg, Schuss ging knapp daneben – kommt die Auswechslung. Kein Einsatz mehr bis zum Schluss. Als Strafe? Strafe wofür? Strafe, dass er besser ist als der Durchschnitt? Strafe, dass er ein bisschen kräftiger gewachsen ist? Strafe, dass er einen Fussballer-Urinstinkt auslebt – denjenigen, Tore zu schiessen?

Was ist die Quintessenz besagten Vorfalls? Wenn die erzieherische Massnahme (?) im Sinne des Trainers fruchtet, wird Besagter inskünftig mehr abspielen. Vielleicht fehlen dann die geschossenen Tore, wer weiss (das wird auch nicht richtig sein …). Hauptsache, er wird dem Kollektivgedanken des Teamsports Fussball gerecht.

Jemandem die Freude am Toreschiessen zu nehmen, ist der seltsame Umkehrschluss. Vielleicht könnte man ja Besagtem mal eine Rolle als Verteidiger zuteilen; er wird dort in der Praxis lernen, was Kollektivsport heisst. Oder vielleicht ist das «gib emal ab» im übertragenen Sinn gemeint: Ja, gebt ihn ab in eine Mannschaft, die höherklassig spielt und in der Besagter nicht mehr dafür bestraft wird, dass er ein bisschen stärker gewachsen und fussballerisch ein bisschen besser ist als der Durchschnitt seines jetzigen Teams.

So bliebe zu hoffen, dass besagter Trainer dann nicht auf stur stellt und meint: «Ich geb doch meinen besten Spieler nicht ab.» Es steht die Befürchtung im Raum, dass genau dies geschieht …