Fussballverband Region Zürich

CS-Cup Finaltag in Basel

1 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze für den Kanton Zürich

Die Knaben der Schule Weinberg Zürich (K5) gewannen bei ihrer zweiten Finalteilnahme den Schweizermeistertitel. Vize-Schweizermeisterinnen wurden die Mädchen der Schule Hungerbühl Embrach (M7). Die Knaben der Schule Kirchwies Egg (K8) und der Schule Feld Winterthur (K7) holten sich die Bronzemedaille. Im undankbaren 4. Rang klassierten sich die Knaben der Schule Mittlistberg Bubikon (K6), die Mädchen der Schule Kirchbühl Stäfa (M5) und das Team 4-United oder «Säuliamt-United» mit den Mädchen der Schule Schachen Hedingen und den Knaben der Schule Gramatt Mettmenstetten.

Auch alle anderen Teams des Kantons Zürich zeigten hervorragende Leistungen. 7 x wurde der erste Gruppenrang erreicht, 4 x der zweite Gruppenrang – und das gegen vier oder fünf Kantonalmeister anderer Kantone.

In über 500 spannenden Spielen kämpften insgesamt mehr als 300 Mädchen- und Knabenteams in 13 Kategorien um den Schweizermeistertitel. Nicht nur den für Basel qualifizierten Teams gebührt Lob, viele Teams zeigten an den kantonalen Qualifikations- und Finalturnieren des FVRZ ebenfalls ausgezeichnete Leistungen. In der mit über 400 Teams grössten CS-Cup-Veranstaltung aller Kantone (organisiert vom Fussballverband Region Zürich FVRZ) kann jeweils nur der Erstplatzierte (und das in Kategorien bis zu 50 Teams) in Basel teilnehmen. Wie bei allen CS-Cup Events steht auch hier das Spiel und der Spass im Vordergrund, das zeigten auch viele positive Rückmeldungen von Lehrpersonen, welche mit ihren Teams nicht die vorderen Ränge belegten.

Von den Teams, welche dieses Jahr nach Basel durften, waren nur zwei letztes Jahr auch dabei. Die Chance auf eine Teilnahme am Finaltag 2020 ist also intakt, auch wenn die Konkurrenz hart ist. Der nächste CS-Cup kommt schon bald … und es gilt wieder: Mitmachen ist wichtiger als gewinnen!

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Voll konzentriert zum nächsten Fehler

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

«Jetzt konzäntrier di emaal», ruft der Trainer aufs Feld. Und zwar so, dass es alle ringsherum – bis hinüber zur Gegentribüne – hören. Dies soll den Effekt verstärken. Er muss Besagtem zeigen, wo Albert den vergorenen Apfelsaft holt (frei in die Schriftsprache übersetzte Version von Bartli und dem Moscht). Obs was nützt? 

Konzentration – viel verwendet, jede(r) weiss, was gemeint ist. Sich fokussieren. Heisst es auch «in den Tunnel gehen»? Alles abschalten und ausschliessen, was stören könnte? Und dies in einem Sport, der weit mehr verlangt als das Brennglas auf sich selber richten? Mitspieler und Gegner verlangen permanente Aufmerksamkeit auf sich situativ ergebende Aktionen. Da kann schon mal ein Fehlerchen passieren, nicht? 

Niemand kriegt die menschliche Biologie je so in den Griff, dass sie zur ein- und ausschaltbaren Maschine wird. Während der 90 Minuten Spielzeit gibts psychisch wie physisch starke Phasen, die im Ausgleich umgekehrt und unvermittelt wieder ins Gegenteil kippen können. Von wegen Stabilität! Interessant ist ja auch, was Spitzensportler so ab und zu von sich geben. Ist das «viel zu verkrampft» genau eine Form von Überkonzentration? Ist das «ich hatte keine Lockerheit» das Gegenstück zu dem, was man im allgemeinen Sprachgebrauch unter «konzentrieren» versteht? 

«Wenn du in Eile bist, geh langsam», meinte der chinesische Philosoph Konfuzius einst. Hat nichts an Aktualität eingebüsst. Und lässt sich durchaus auch auf «jetzt konzäntrier di emaal» übertragen. Wenn Fehler passieren, wird sich jene oder jener, dem sie geschehen, am meisten ärgern. Da brauchts wahrlich nicht auch noch Zurechtweisungen von ausserhalb. 

Notabene: Jenen Trainer hab ich drei Tage später selbst kicken sehen, bei den Senioren. Statt was reinzurufen, als ihm so genannte Konzentrationsfehler passierten, konnte ich fast genüsslich in mich hinein schmunzeln.