Fussballverband Region Zürich

Attraktive Auftaktpartien zum Cupfinal-Wochenende

Durch einen Vorab-Heftigregen sauber eingenässt, starteten gestern Donnerstagabend die Cup-Endspiele der Saison 2018/19 mit vier Juniorenpartien. Fast 1500 Zuschauer wohnten den umkämpften Begegnungen bei; allein das Junioren-A-Finale wurde von rekordmässigen 590 Interessierten besucht. Alle Partien wurden in der normalen Spielzeit entschieden und so eventuell erforderliche Penaltyschiessen hinfällig.

 

Junioren A: Ein Treffer machte den Unterschied

Höngg war zu Beginn die aktivere Mannschaft, ehe Kosova die Feldanteile mehr und mehr auszugleichen begann. Dennoch gingen die nachmaligen Sieger nach etwas mehr als einer halben Stunde in Führung. Zwei auch in taktischen Belangen gute Teams hielten die Spannung bis zum Schlusspfiff aufrecht. Kosova konnte aus der Feldüberlegenheit gegen Ende der Begegnung kein Kapital schlagen. So blieb der von Alex Novo erzielte Treffer letztlich trotz beidseits grossem Engagement der einzige. Zu feiern hatten die Unterlegenen nach der Siegerehrung und dem Medaillenempfang dennoch: Captain Ilir Bajrami machte seiner Freundin Besarta Tahiri noch auf dem Spielfeld, inmitten seiner jubelnden Kollegen und vielen Zuschauern, einen innigen Heiratsantrag. Das war fast wortwörtlich «grosses Kino».

Kosova – Höngg 0:1 (0:1)
590 Zuschauer. Schiedsrichter: Matthias Suter. Assistenten: Nicolas Himmelspach, Kevin Berli.
Tore: 34. Alex Novo 0:1.
Kosova: Fernandes Dominguez; Morina, Shabani, Gjokaj, Bajrami, Muharremi, Sadikaj, Albert Aliji, Ramadani, Kamara, Krasniqi. – Einwechselspieler: Berisha, Eduard Aliji, Bernjashi, Llozani, Buzhala, Mamuti.
Höngg: Toscan; Mattera, Affolter, Rapp, Kevin Novo, Alex Novo, Pascal Lang, Gubler, Huber, Baumann, Patrick Lang. – Einwechselspieler: Romanelli, Salgado, Mete, Siegrist, Thomas Mardones, Mathys, Eggenberger.
Bemerkungen: Höngg ohne Ruggieri (gesperrt) sowie Nikolic, Perrone, Radovanovic, Zwickl und Rykart (alle abwesend). 11. Lattenschuss Albert Aliji.

 

Junioren B: Letztlich klares Ergebnis

Drei Red-Star-Treffer in Hälfte eins konnte Schwamendingen zwei Mal wieder ausgleichen. Das knappe Halbzeitresultat versprach für den zweiten Abschnitt ein mehr und mehr kämpferisch hochstehendes und spannendes Endspiel. Eine dritte Egalisierung gelang indes nicht mehr; Red Star machte im Gegenteil seinen Cupsieg mit dem vierten und fünften Treffer endgültig. Zwei Elfmeter wurden indes nicht verwertet – hier hatten die Rotsterne leichte, aber nicht ergebnisbeeinflussende Mankos zu verzeichnen.

Schwamendingen – Red Star 2:5 (2:3)
430 Zuschauer. Schiedsrichter: Tino Troller. Assistenten: Fabian Weber, Valerio Corrupato.
Tore: 4. Vila Flor 0:1. 11. Eigentor 1:1. 14. Fiore 1:2. 35. Arifi 2:2. 38. Ladner 2:3. 73. Klincov 2:4. 92. Memic 2:5.
Schwamendingen: Andrianello; Isufi, Isch, Özkaraoglu, Arifi, Cima Gomes, Fall, Dalipi, Cardoso, Stosic, Darkwa. – Einwechselspieler: Sousa, Salihovic, Josipovic, Stojkovic, Oliva, Lopez, Coimbra Oliveira.
Red Star: Merkas; Ibrahimi, Boakye, Fiore, Salihu, Ladner, Klincov, Abazi, Vila Flor, Brandt, Memic. – Einwechselspieler: Amardzic, Chimaobi, Valentino, Schwerri, Tremml, Moliner, Krasniqi.
Bemerkungen: Schwamendingen ohne Alizade (gesperrt), Hersche und Izairi (beide verletzt) sowie Pacoli, Muaremi, Gizzi und Sagaaro (alle abwesend). Red Star ohne Francesevic und Dilla (beide verletzt) sowie Tschupp, Pasquariello und Peggs (alle abwesend).

 

Junioren C: Zum Geburtstag doppelt eingenetzt

Bis zur Bülacher Führung nach einer halben Stunde war die Partie der C-Junioren in grosso modo ausgeglichen. Danach hatte Veltheim ein Mehr an Ballbesitz und entsprechende Vorteile, wurde jedoch im Abschluss kaum gefährlich. Demgegenüber erhöhte Bülach kurz vor der Pause auf 2:0 und stellte das Ergebnis damit bereits in Richtung Vorentscheidung. Tatsächlich fiel danach kein Treffer mehr; Hälfte zwei verlief wieder weitgehend ausgeglichen. Doppeltorschütze Benedikt Kaldune durfte sich nebenbei auch grad noch zum Geburtstag gratulieren lassen.

Bülach – Veltheim 2:0 (2:0)
240 Zuschauer. Schiedsrichter: Petar Vlajnic. Assistenten: Ender Turgut, Alban Uruqif.
Tore: 31. Kaldune 1:0. 40. Kaldune 2:0.
Bülach: Kiss; Ries, Rudhani, Gamboni, Gasic, Demuth, Lepore, Zejak, Cockerill, Acifi, Kaldune. – Einwechselspieler: De Bastiani, Morillas Lo Drago, Nicolo, Kouassi, Sadeg, De Pinto, Bickel.
Veltheim: Burkhard; Notz, Rüegger, Ogbueri, Augugliaro, Toma, Caruso, Binelli, Jakupi, Münch, Ott. – Einwechselspieler: Shaqiri, Calabresi, Halter, Stojanovic, Oswald, Fuchs, von Tavel.
Bemerkungen: Bülach ohne Lombardo, Tepe, Pedrazzini und Lösch (alle abwesend). Veltheim ohne Plain (verletzt) sowie Notz (abwesend).

 

Junioren D: Innert sieben Minuten vorentschieden

Lange mussten die Zuschauer auf einen Treffer warten; das erste Drittel verlief torlos. Innert sieben Minuten schuf sich Regensdorf einen Zweitore-Vorsprung, den aufzuholen für Freienbach in der Folge schwierig wurde. Mit dem dritten Einschuss des nachmaligen Siegers war die Partie definitiv entschieden, auch wenn die Schwyzer doch noch zum verdienten Ehrentreffer kamen.

Regensdorf – Freienbach 3:1 (0:0, 2:0, 1:1)
160 Zuschauer. Schiedsrichter: Sascha Koene.
Tore: 43. Ramadani 1:0. 50. Roci 2:0. 55. Roci 3:0. 60. Romodan 3:1.
Regensdorf: Sandmann; Pierro, Tobiasz Karkoszka, Zöllig, Ramadani, Damian Karkoszka, Stotz, Lorenzo, Berisha. – Einwechselspieler: Roci, Plolzer, Moura.
Freienbach: Eggenschwiler; Beusch, Ademaj, Desan, Hajrizi, Würgler, Butti, Oberlin, Romodan. – Einwechselspieler: Keller, Imhasly, Lovrinovic, Stähli, Diallo.
Bemerkungen: Regensdorf ohne Bünzli (abwesend). Freienbach ohne Leanza (verletzt) und Streckhardt (abwesend).

 

Die Ergebnisse vom Donnerstag:

Junioren A: Kosova – Höngg 0:1
Junioren B: Schwamendingen – Red Star 2:5
Junioren C: Bülach – Veltheim 2:0
Junioren D: Regensdorf – Freienbach 3:1

 

Die Spiele von heute Freitag:

Heute Freitagabend findet die zweite Tranche der Cupfinals 2018/19 statt. Traditionell gehören diese vier Partien ausschliesslich der Seniorenabteilung.
18.45 Uhr: Senioren 50+/11-er ♦ Grasshoppers – Albisrieden
19.00 Uhr: Senioren 50+/7-er ♦ Wagen – Team Witikon/Neumünster
20.00 Uhr: Senioren 30+ ♦ Thalwil – Kosova
20.30 Uhr: Senioren 40+ ♦ Rapperswil-Jona – Pfäffikon

 

Die Spiele von morgen Samstag:

11.30 Uhr: Juniorinnen D/9-er ♦ Seuzach – Blue Stars
12.15 Uhr: Juniorinnen C/9-er ♦ Affoltern am Albis – Blue Stars
13.15 Uhr: Juniorinnen B/11-er ♦ Stäfa – Horgen
15.30 Uhr: Aktive Frauen ♦ Wädenswil – Blue Stars
18.00 Uhr: Aktive Herren (Rumox-Cup) ♦ Wetzikon – SV Schaffhausen

 

Alle Partien der FVRZ-Cupfinals finden auf dem Klotener Stighag statt. Der Eintritt ist frei; der umfangreiche kulinarische Part liegt in den Händen des bewährten Organisators FC Kloten.

 

Fotos: Franz Feldmann/www.sportfotos.ch

Cupsieger Junioren A: SV Höngg

Cupsieger Junioren B: FC Red Star ZH

Cupsieger Junioren C: FC Bülach

Cupsieger Junioren D: FC Regensdorf

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Voll konzentriert zum nächsten Fehler

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

«Jetzt konzäntrier di emaal», ruft der Trainer aufs Feld. Und zwar so, dass es alle ringsherum – bis hinüber zur Gegentribüne – hören. Dies soll den Effekt verstärken. Er muss Besagtem zeigen, wo Albert den vergorenen Apfelsaft holt (frei in die Schriftsprache übersetzte Version von Bartli und dem Moscht). Obs was nützt? 

Konzentration – viel verwendet, jede(r) weiss, was gemeint ist. Sich fokussieren. Heisst es auch «in den Tunnel gehen»? Alles abschalten und ausschliessen, was stören könnte? Und dies in einem Sport, der weit mehr verlangt als das Brennglas auf sich selber richten? Mitspieler und Gegner verlangen permanente Aufmerksamkeit auf sich situativ ergebende Aktionen. Da kann schon mal ein Fehlerchen passieren, nicht? 

Niemand kriegt die menschliche Biologie je so in den Griff, dass sie zur ein- und ausschaltbaren Maschine wird. Während der 90 Minuten Spielzeit gibts psychisch wie physisch starke Phasen, die im Ausgleich umgekehrt und unvermittelt wieder ins Gegenteil kippen können. Von wegen Stabilität! Interessant ist ja auch, was Spitzensportler so ab und zu von sich geben. Ist das «viel zu verkrampft» genau eine Form von Überkonzentration? Ist das «ich hatte keine Lockerheit» das Gegenstück zu dem, was man im allgemeinen Sprachgebrauch unter «konzentrieren» versteht? 

«Wenn du in Eile bist, geh langsam», meinte der chinesische Philosoph Konfuzius einst. Hat nichts an Aktualität eingebüsst. Und lässt sich durchaus auch auf «jetzt konzäntrier di emaal» übertragen. Wenn Fehler passieren, wird sich jene oder jener, dem sie geschehen, am meisten ärgern. Da brauchts wahrlich nicht auch noch Zurechtweisungen von ausserhalb. 

Notabene: Jenen Trainer hab ich drei Tage später selbst kicken sehen, bei den Senioren. Statt was reinzurufen, als ihm so genannte Konzentrationsfehler passierten, konnte ich fast genüsslich in mich hinein schmunzeln.