Fussballverband Region Zürich

Die vier Senioren-Partien bescherten 21 Treffer

Gestern Freitagabend gehörte das FVRZ-Cupfinalwochenende ausschliesslich der Seniorenabteilung. Die Trefferquote des Vorjahres – es fielen 29 Tore – wurde diesmal mit «nur» 21 Einschüssen unterschritten. Ein untrügliches Zeichen dessen, dass die Partien mehrheitlich ausgeglichen und entsprechend umkämpft waren.

 

Senioren 30+: Thalwil per Penaltys zum Cupsieg

Kosovas zweites endspielqualifiziertes Team musste – wie am Vorabend die A-Junioren – ebenso mit dem zweiten Rang Vorlieb nehmen. Ein umstrittener Penalty-Entscheid eröffnete Thalwil nach 48 Minuten die beste Chance, doch Torhüter Bunjaku entschärfte den Versuch. Ebenfalls nahe dem ersten Treffer stand Kosovas Lazri nach einer Stunde Spielzeit mit einem Pfostenschuss. Nach Kosova-Wellers Führungstor bewegte Thalwil in Richtung Offensive zu wenig, kam aber doch noch – weit in der Nachspielzeit – zum Ausgleich. Das Elfmeterschiessen offenbarte höchst treffsichere Schützen: Erst der zwölfte Penalty machte Bunjku zum Unglücksraben und umgekehrt Thalwil-Hüter Cassani zum beutefangenden Temporärhelden.

Thalwil – Kosova 7:6 nach Penaltyschiessen (1:1, 0:0)
300 Zuschauer. Schiedsrichter: Daniele Marzullo. Assistenten: Metin Uzunoglu, Frantisek Pristac.
Tore: 69. Weller 0:1. 84. Huber 1:1.
Thalwil: Cassani; Venhoda, Nufer, Haas, Friedrich, Huber, Rodriguez, Ferricchio, Münger, Murati, Mülhaupt. – Einwechselspieler: Zeghal, Sommerhalder, Matter, Zurbuchen, Nufer, Neeracher, Huber.
Kosova: Arsim Bunjaku, Bajrami, Ibishi, Xhinovci, Ibishi, Behluli, Bunjaku, Gashi, Lazri, Bunjku, Weller, Asani. – Einwechselspieler: Beqiri, Selishta, Buzoku, Valon Bunjaku, Hoxha, Morina, Llozani.
Bemerkungen: Kosova ohne Uruqi, Kerqeli, Gashi und Alijaj (alle verletzt). Sieger Thalwil wird für die Teilnahme am Schweizer Cup gemeldet. 61. Pfostenschuss Lazri.

 

Senioren 40+: Treffer in Hälfte zwei

Der Mittelfeldkampf um Spielanteile prägte im ersten Abschnitt die ausgeglichene Partie; entsprechend wenige Torchancen waren die Folge daraus. Der erste Treffer – er fiel nach erst 43 Minuten für Rapperswil-Jona – öffnete die Begegnung leicht und entschied sie in der Folge auch. Die nachmaligen Sieger hatten bis zum Spielschluss zum Ausbau der Führung mehr Möglichkeiten als Pfäffikon zum Ausgleich; zwei davon wurden zu einem letztlich klaren Ergebnis verwertet.

Rapperswil-Jona – Pfäffikon 3:0 (0:0)
150 Zuschauer. Schiedsrichter: Christian Messerli. Assistenten: Isan Balasingam, Raphael Widmer.
Tore: 43. Helbling 1:0. 60. Vertone 2:0. 64. Oliver Buner 3:0.
Rapperswil-Jona: Winkler; Wehrli, Looser, Vertone, Bannwart, Oliver Buner, Freuler, Fuchs, Bachmann, Gerard Buner, Helbling. – Einwechselspieler: Solimena, Menzi, Ravlija, Kränzlin.
Pfäffikon: Aeschlimann; Hubmann, Disler, Hausammann, Pfister, Setteducati, Sieber, Müntener, Marquez, Compagnino, Reinhard. – Einwechselspieler: Malacarne, Heinrich, Lopez Fernandez, Grossmann, Wirth, Tran, Hotz.
Bemerkungen: Pfäffikon ohne Müller, Gyr, Alan Mezzena, Schüfi, Walter Mezzena, Hunn, Troxler, Artho. Sieger Rapperswil-Jona wird für die Teilnahme am Schweizer Cup gemeldet.

 

Senioren 50+/11-er: Titelverteidiger mit Niederlage

Nach 20 Minuten eröffnete Albisrieden gegen den Titelverteidiger Grasshoppers das Skore und liess dem Führungstor nur wenige Minuten später gleich einen zweiten Einschuss folgen. Die Partie war damit zur Pause vorentschieden und wurde durch Güntenspergers zweiten persönlichen Treffer definitiv.

Grasshoppers – Albisrieden 0:3 (0:2)
150 Zuschauer. Schiedsrichter: Milaim Lakna. Assistenten: Refik Refiku, Victor Reginato.
Tore: 20. Marques 0:1. 25. Güntensperger 0:2. 77. Güntensperger 0:3.
Grasshoppers: Bauer; Baya, Sauter, Conod, Leemann, Brahim, Zürcher, Stiefel, Zingraf, Widmer, Scholz. – Einwechselspieler: Ruf, El Bahja, Meyer, Salza.
Albisrieden: Grubenmann; Fischer, Müller, Wirth, Schönenberger, Rudolf, Suter, Güntensperger, Meier, Marques, Horn. – Einwechselspieler: von Arx, Tinner, Schaaf, Utzinger, Muster, Schmid, Posratschnig.
Bemerkungen: Grasshoppers ohne Kuhn, Frei, Kümin und Roman (alle verletzt) sowie Chalverat und Pernolia (beide abwesend). Albisrieden ohne Peter, Bänziger, Feller und Vojo (alle verletzt) sowie Schwyter, Ordner und Grecco (alle abwesend).

 

Senioren 50+/7-er: späte Treffer entschieden

Das gabs in der Geschichte selten bis nie: Ein 50+/7-Spiel, in dem man auf einen Torerfolg über eine Stunde lang warten musste. So gut wie Permanent-Cupfinalteilnehmer Wagen – das Team gewann die beiden letzten Endspiele – holte bereits wieder einen nächsten Erfolg. Und dies gegen das Team Witikon/Neumünster, dem als letzter Cupfinal-Gegner Wagen zu besiegen gelang.

Wagen – Team Witikon/Neumünster 2:0 (0:0)
30 Zuschauer. Schiedsrichter: Heinrich Rück (Abschiedsspiel nach über 40 Jahren Schiedsrichtertätigkeit).
Tore: 62. Hoxhaj 1:0. 66. Hoxhaj 2:0.
Wagen: Biner; Kessler, Helbling, Gügler, Bailer, Isufi, Hoxhaj. – Einwechselspieler: Würth, Beer, Maurer, Meier.
Witikon/Neumünster: Lang; Gimmi, Keller, Leiss, Lüssi, Kurtulus, Wildi. – Einwechselspieler: Gassler, Imboden, Gensetter, Beck, Peric.
Bemerkungen: Wagen ohne Zuppiger (verletzt) sowie Laimbacher und Peduto (beide abwesend). Witikon/Neumünster ohne Gimmi, Eberschweiler, Hepting und Grob (alle verletzt) sowie Steiner, Sauter, Fuchs und Egli (alle abwesend). Sieger Wagen wird für die Teilnahme am Schweizer Cup gemeldet.

 

Übersicht der Partien vom Freitag:

Senioren 30+ Thalwil – Kosova 7:6 nach Penaltys
Senioren 40+ Rapperswil-Jona – Pfäffikon 3:0
Senioren 50+/11-er Grasshoppers – Albisrieden 0:3
Senioren 50+/7-er Wagen – Team Witikon/Neumünster 2:0

 

Endspiele der Frauen und Männer:

Heute Samstag stehen fünf weitere Partien an; mit ihnen wird das Cupfinal-Wochenende abgeschlossen. Drei Begegnungen gehören dem Juniorinnen-/Frauenfussball; die Blue Stars sind – wie bereits im Vorjahr – in drei Partien vertreten. In den letzten Spielen des Tages machen die Aktiven der Frauen und Herren ihre besten Cupmannschaften der Saison 2018/19 aus.

 

Samstag, 22. Juni:

11.30 Uhr: Juniorinnen D (9-er) ♦ Seuzach – Blue Stars
12.15 Uhr: Juniorinnen C (9-er) ♦ Affoltern am Albis – Blue Stars
13.15 Uhr: Juniorinnen B (11-er) ♦ Stäfa – Horgen
15.30 Uhr: Aktive Frauen ♦ Wädenswil – Blue Stars
18.00 Uhr: Aktive Herren (Rumox-Cup) ♦ Wetzikon – SV Schaffhausen

 

Alle Partien der FVRZ-Cupfinals finden auf dem Klotener Stighag statt. Der Eintritt ist frei; der umfangreiche kulinarische Part liegt in den Händen des bewährten Organisators FC Kloten.

 

Fotos: Franz Feldmann/www.sportfotos.ch

Cupsieger Senioren 30+: FC Thalwil

Cupsieger Senioren 40+: FC Rapperswil-Jona

Cupsieger Senioren 50+ 11er: BC Albisrieden

Cupsieger Senioren 50+ 7er: FC Wagen

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Voll konzentriert zum nächsten Fehler

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

«Jetzt konzäntrier di emaal», ruft der Trainer aufs Feld. Und zwar so, dass es alle ringsherum – bis hinüber zur Gegentribüne – hören. Dies soll den Effekt verstärken. Er muss Besagtem zeigen, wo Albert den vergorenen Apfelsaft holt (frei in die Schriftsprache übersetzte Version von Bartli und dem Moscht). Obs was nützt? 

Konzentration – viel verwendet, jede(r) weiss, was gemeint ist. Sich fokussieren. Heisst es auch «in den Tunnel gehen»? Alles abschalten und ausschliessen, was stören könnte? Und dies in einem Sport, der weit mehr verlangt als das Brennglas auf sich selber richten? Mitspieler und Gegner verlangen permanente Aufmerksamkeit auf sich situativ ergebende Aktionen. Da kann schon mal ein Fehlerchen passieren, nicht? 

Niemand kriegt die menschliche Biologie je so in den Griff, dass sie zur ein- und ausschaltbaren Maschine wird. Während der 90 Minuten Spielzeit gibts psychisch wie physisch starke Phasen, die im Ausgleich umgekehrt und unvermittelt wieder ins Gegenteil kippen können. Von wegen Stabilität! Interessant ist ja auch, was Spitzensportler so ab und zu von sich geben. Ist das «viel zu verkrampft» genau eine Form von Überkonzentration? Ist das «ich hatte keine Lockerheit» das Gegenstück zu dem, was man im allgemeinen Sprachgebrauch unter «konzentrieren» versteht? 

«Wenn du in Eile bist, geh langsam», meinte der chinesische Philosoph Konfuzius einst. Hat nichts an Aktualität eingebüsst. Und lässt sich durchaus auch auf «jetzt konzäntrier di emaal» übertragen. Wenn Fehler passieren, wird sich jene oder jener, dem sie geschehen, am meisten ärgern. Da brauchts wahrlich nicht auch noch Zurechtweisungen von ausserhalb. 

Notabene: Jenen Trainer hab ich drei Tage später selbst kicken sehen, bei den Senioren. Statt was reinzurufen, als ihm so genannte Konzentrationsfehler passierten, konnte ich fast genüsslich in mich hinein schmunzeln.