Fussballverband Region Zürich

100 Jahre alt – und dennoch jung wie einst …

Beim Verein mit der Clubnummer 11495 steht Grosses an: Der SC Wipkingen feiert am kommenden Freitag/Samstag mit einem grossen Quartiersfest im Herzen von Wipkingen am Röschibachplatz sein 100-jähriges Bestehen.

2019 ist für den SCW ein bedeutendes Jahr, denn vor 100 Jahren wurde der Verein gegründet. Ursprünglich wollte man den Club FC Wipkingen nennen. Doch weil damals vor 100 Jahren die Abkürzung FCW durch das bekannte Spielwarengeschäft Franz Carl Weber patentiert war, musste man auf SCW (Sport Club Wipkingen) ausweichen.

Was klein begann, hat sich über die Jahre als fester Bestandteil Wipkingens etabliert. Unzählige Fussballbegeisterte haben in all den Jahrzehnten mit ihrem Einsatz und ihrer Treue zum SCW das Clubleben geprägt und am Leben erhalten.

Der Vorstand hat schon vor langer Zeit entschieden, dass dieses Jubiläum mit einem grossen Fest gefeiert werden soll. In den letzten Monaten hat sich dieses Vorhaben konkretisiert; ein kleines Organisationskomitee hat zusammengefunden und mit viel Leidenschaft und Engagement ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt: am Freitag, 28., und Samstag, 29. Juni finden auf dem Röschibachplatz verschiedene Aktivitäten statt. Es wird für alle etwas enthalten sein.

Am Freitag- und Samstagabend stehen jeweils drei Konzerte auf dem Programm. Am Samstagnachmittag gibt es zudem ein vielfältiges Festprogramm für Klein und Gross. Ein Torwandschiessen, ein Töggelikasten-Turnier, eine Show von einem Fussball-Freestyleduo, eine Autogrammstunde, eine Tombola mit grossartigen Preisen und vieles mehr werden für gute Stimmung und ein wunderbares Sommerfest sorgen.

Das Festprogramm im Detail

Freitag, 28. Juni:
19.45 Uhr: Naomi
21.30 Uhr: Wicht
23.00 Uhr: DJ Mick Memphis

Samstag, 29. Juni:
19.30 Uhr: Laurent & Max
21.15 Uhr: Klaus Egger Trio
23.00 Uhr: Cheibe Balagan

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Voll konzentriert zum nächsten Fehler

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

«Jetzt konzäntrier di emaal», ruft der Trainer aufs Feld. Und zwar so, dass es alle ringsherum – bis hinüber zur Gegentribüne – hören. Dies soll den Effekt verstärken. Er muss Besagtem zeigen, wo Albert den vergorenen Apfelsaft holt (frei in die Schriftsprache übersetzte Version von Bartli und dem Moscht). Obs was nützt? 

Konzentration – viel verwendet, jede(r) weiss, was gemeint ist. Sich fokussieren. Heisst es auch «in den Tunnel gehen»? Alles abschalten und ausschliessen, was stören könnte? Und dies in einem Sport, der weit mehr verlangt als das Brennglas auf sich selber richten? Mitspieler und Gegner verlangen permanente Aufmerksamkeit auf sich situativ ergebende Aktionen. Da kann schon mal ein Fehlerchen passieren, nicht? 

Niemand kriegt die menschliche Biologie je so in den Griff, dass sie zur ein- und ausschaltbaren Maschine wird. Während der 90 Minuten Spielzeit gibts psychisch wie physisch starke Phasen, die im Ausgleich umgekehrt und unvermittelt wieder ins Gegenteil kippen können. Von wegen Stabilität! Interessant ist ja auch, was Spitzensportler so ab und zu von sich geben. Ist das «viel zu verkrampft» genau eine Form von Überkonzentration? Ist das «ich hatte keine Lockerheit» das Gegenstück zu dem, was man im allgemeinen Sprachgebrauch unter «konzentrieren» versteht? 

«Wenn du in Eile bist, geh langsam», meinte der chinesische Philosoph Konfuzius einst. Hat nichts an Aktualität eingebüsst. Und lässt sich durchaus auch auf «jetzt konzäntrier di emaal» übertragen. Wenn Fehler passieren, wird sich jene oder jener, dem sie geschehen, am meisten ärgern. Da brauchts wahrlich nicht auch noch Zurechtweisungen von ausserhalb. 

Notabene: Jenen Trainer hab ich drei Tage später selbst kicken sehen, bei den Senioren. Statt was reinzurufen, als ihm so genannte Konzentrationsfehler passierten, konnte ich fast genüsslich in mich hinein schmunzeln.