Fussballverband Region Zürich

99. FVRZ-Delegiertenversammlung

Zum Höhepunkt der im Zweijahres-Turnus durchgeführten Delegiertenversammlung avancierten die traktandenabschliessenden Ehrungen. Dem Zürcher Regierungsrat Mario Fehr sowie dem langjährigen FVRZ-Mitarbeiter Niklaus Britschgi wurde die Ehrenmitgliedschaft zuteil.

Der FC Lachen/Altendorf – er wird im nächsten Jahr 100 Jahre jung – war am Freitagabend des 16. August Gastgeber der 99. Delegiertenversammlung. Diese wurde von 151 Vereinen besucht; 25 Clubs blieben dieser obligatorischen Zusammenkunft fern und müssen ihre Abwesenheit monetär ausgleichen. Unter den Anwesenden befanden sich nebst Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Sport auch die beiden FVRZ-Ehrenpräsidenten Reinhard Zweifel und Hansueli Schneider sowie der neue SFV-Präsident Dominique Blanc.
Nach dem Apéro und dem Nachtessen (Kartoffel- und Rüeblisalat, Beinschinken) eröffnete Präsident Sandro Stroppa den wie immer sowohl geschäftlichen wie gesellschaftlichen Treff. Innert des zu behandelnden Zeitraums von zwei Jahren gesellten sich mit dem FC Fortuna-Hedingen, dem BSC Illyrian und dem Napoli Club Zurigo Partenopea drei weitere Vereine zum Verband. Aktuell sind dem FVRZ 176 Vereine angeschlossen.
Die Versammlung gedachte zu Beginn in einer stillen Minute der Verstorbenen. Fünf Ehrenmitglieder und sechs initiative Kräfte aus den Vereinen sind aus dieser Welt abberufen worden. Im weiteren Verlauf brachte die gute Vorbereitung der Ressortverantwortlichen mit sich, dass sowohl alle Vorschläge und Änderungen so gut wie stets ohne Gegenvoten gutgeheissen wurden.

Positive Rechnungsabschlüsse
Mit Tanja Citherlet (Beisitzerin; Förderung Frauenfussball; FC Regensdorf) wurde ein neues Regionalvorstandsmitglied einstimmig gewählt. Citherlet ersetzt die seit letztem Herbst neu im SFV tätige Tatjana Haenni. In der Rekurskommission nimmt für den zurück tretenden Roger Schmid neu Niklaus Britschgi (FC Greifensee) Einsitz.
Die Rechnungen der Jahre 2017/2018 konnten mit Fr. 9‘064.74 beziehungsweise Fr. 9‘390.82 positiv zu den Akten geschickt werden. Den Vorschlag zur Statutenänderung betreffend Eingliederung der Seniorenabteilung in den Gesamtverband und der Auflösung der Fussball-Senioren-Vereinigung hiessen die Delegierten per klarer Mehrheit gut.
Die externen Redner (Markus Sigel, Präsident FCLA; Peter Marty, Gemeindepräsident Lachen; Mario Fehr, Regierungsrat Kanton Zürich; Dominique Blanc, SFV-Präsident) fanden gleich alle den gelungenen Mix zwischen Information, Wünschen und teils zum Schmunzeln anregenden Worten. Alle hielten sich an den zu Grunde liegenden Fokus aller Referate: «Du kannst über alles reden, nur nicht über fünf Minuten.».

Grossen Einsatz entsprechend gewürdigt
Den Höhepunkt erlebte die Versammlung zum Abschluss der eineinhalb Stunden dauernden Zusammenkunft. Erst wurden via Laudatien von Willy Scramoncini beziehungsweise Sandro Stroppa der jahrelang für den Regionalfussball tätige Niklaus Britschgi sowie dem bekennenden Fussballfan Mario Fehr zu Ehrenmitgliedern vorgeschlagen.
Nik Britschgi trat vor 15 Jahren als Ressortleiter Disziplinarwesen in den FVRZ ein. «Der Jurist war für die Erledigung der immer komplexer werdenden Rechtsfälle ein wahrer Glücksfall. Seine fundierten Kenntnisse in Rechtsfragen, gepaart mit seinem gesunden Menschenverstand, der in erster Linie in delikaten Fällen zum Tragen kam, gab dem FVRZ über all die Jahre das beruhigende Bewusstsein, einen Fachmann erster Güte mit an Bord zu haben», führte Scramoncini aus.
Mario Fehr, Regierungsrat und Sportminister, ist seit Jahren regelmässiger Gast an grösseren und/oder wichtigen FVRZ-Veranstaltungen. «Wir sind dankbar und froh, mit Mario Fehr einen Politiker und ‹Freund› zu haben, der sich bei jeder Gelegenheit voll für den Sport und im Speziellen für den Breitenfussball einsetzt. Als Sport- und Sozialminister streicht er bei jeder Gelegenheit die integrative Kraft des Fussballs und das soziale Engagement der Vereine heraus», lassen sich Auszüge aus Stroppas Laudatio lesen.
Mit entsprechender Applaus-Akklamation hiessen die Delegierten die Vorstands-Vorschläge gut.

Wichtige Fakten zum Versammlungsschluss
In den versammlungsabschliessenden Worten gab Präsident Sandro Stroppa bekannt, dass er für das Präsidentenamt der Amateurliga kandidiert. Die diesbezügliche ausserordentliche DV findet am 28. September in Luzern statt.
Für die 100. Delegiertenversammlung hat sich der FC Wallisellen beworben und den Zuschlag erhalten. So ist der nächste Treff in gleicher Runde am 20. August 2021.

 

Impressionen (Fotos: Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)

Die Delegierten stimmten allen Vorlagen und Anträgen zu. 

Die Administration vor Versammlungsbeginn: Wer ist da? Wer fehlt?

Small talk (= schmales Gespräch?) beim Apéro.

Mit viel Liebe dekoriertes Apérotischli.

Der FC Lachen/Altendorf präsentierte eine vorbildliche Infrastuktur. Ein grosses Dankeschön für die tolle Arbeit des Vereins!

Referenten an der 99. DV: SFV-Präsident Dominique Blanc …

… FCLA-Präsident Markus Sigel …

… Lachens Gemeindepräsident Peter Marty …

… und Regierungsrat Mario Fehr.

FVRZ-Ehrenpräsident Reinhard Zweifel als interessierter Zuhörer.

Der Saal im Mehrzweckgebäude Seefeld war so gut wie bis auf den letzten Platz gefüllt.

Daumen hoch: FVRZ-Präsident Sandro Stroppa und Neu-Ehrenmitglied Mario Fehr.

Blumen für das neue Vorstandsmitglied Tanja Citherlet.

Noch sind die Plätze leer.

Werner Jandl in engagierter Diskussion.

En Guete dänn!

 

 

 

 

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Anmeldeschluss: Montag, 13. Januar 2020!
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Flugwetter für Trainer

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Ist wieder da und dort Flugwetter für Trainer. Zu wenig Punkte. Voller Fokus auf einen, der dafür verantwortlich ist. Er, der doch vor ein paar Wochen noch «die ideale Lösung» war. Er, der «zu hundert Prozent unserem Vereinskonzept entspricht». Seine Verpflichtung verhiess einen Aufbruch in stabilere Zeiten.

Die Evaluation geschah mehr oder minder sorgfältig. Aus vier in die engere Wahl Gekommenen entschied sich das zuständige Gremium für eben diesen. Eigentlich stimmte alles – bis eben auf die (zu wenigen) Punkte. Und wenns davon zu wenige hat, beginnts zu bröckeln. Die Spieler diskutieren, nicht nur untereinander. Da ja irgend jemand Schuld sein muss, beginnt diese Dynamik: Man spricht nur noch über, aber nicht mehr mit dem Trainer. Dieser wird nach und nach ins Abseits geschoben. Nicht nur fussballbezogen – auch (und vor allem) menschlich.

Mode geworden sind diese unsäglichen Punkteultimaten: Aus den nächsten zwei Partien müssen mindestens vier Punkte her, sonst. Ja genau: sonst. Und prompt: sonst. Die «ideale Lösung» entpuppt sich als Luftschloss. Beim nächsten Spiel steht der bisherige Co an der Linie, und das zuständige Gremium sucht – na, was denn? – die neue «ideale Lösung». Einen nächsten, der «zu hundert Prozent dem Vereinskonzept entspricht».

Natürlich wird diskutiert. Die Zuschauer einigen sich mehr oder minder auf «der Trainer ist halt das schwächste Glied» und «man kann ja nicht die Spieler entlassen». Das übliche bla-bla. Ich habe noch welche, und drum stehen die Haare zu Berge: das schwächste Glied? Stimmt zu hundert Prozent dann, wenn man der «idealen Lösung» nach und nach das Vertrauen entzieht. Wenn dessen persönliche Eigenheiten – Trainer sind Menschen und keine Maschinen – für die magere Punkteausbeute verantwortlich gemacht werden.

Oder auch: Je weniger Punkte, desto grösser werden die Ansprüche. Sicher ist: Wenn das Trainer suchende Fachgremium mit sich selbst so kritisch wäre wie der ausgemachte Sündenbock, müssten mindestens zwei von den Dreien einen andern Verein suchen. Aber bitte nicht stören: sie sind auf der Suche. Der Neue soll auch dies erfüllen: Dieses Gremium hat eine aussergewöhnlich gute Nase, was Traineranstellungen betrifft. Man darf ihnen ruhig mal auf die Schultern klöpfeln.