Fussballverband Region Zürich

1418coach – junge Leitende im Fussball

1418coach ist ein Programm zur Förderung des Leiternachwuchses. Neue Kurse im Oktober und November.

Seit einigen Jahren werden Jugendliche von 14 bis 18 Jahre in einem zweitägigen Ausbildungsweekend auf ihre Rolle als Leitende vorbereitet, um danach im Verein in Begleitung von J+S-Leitenden erste Erfahrungen in der Trainertätigkeit zu sammeln. Für ihre Einsätze erhalten die Jugendlichen durch den Kanton Unterstützungsbeiträge.

Das Angebot wird vom Kanton Zürich koordiniert und Zürcher Trainerinnen/Trainer haben das Glück, in einem der fünf Kantone zu wohnen, die am Projekt mitmachen. Diesen Herbst finden folgende zwei 1418coach-Weekends Fussball statt:

  • 19./20. Oktober 2019 in Filzbach
  • 2./3. November 2019 in Wetzikon

Das Ausbildungsweekend ist kostenlos und für Jugendliche mit den Jahrgängen 2001 bis 2005 aus den Kantonen Zürich, Zug, Schaffhausen, Nidwalden und Graubünden.

Anmeldung und weitere Informationen

Wer Interesse hat, 1418coach zu werden und am Fussball-Ausbildungsweekend teilzunehmen, kann sich über den J+S Coach eines Vereins anmelden.

Das Sportamt des Kantons Zürich und der Fussballverband Region Zürich freuen sich, schon bald neue Fussballtrainerinnen oder Fussballtrainer kennen zu lernen.

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Anmeldeschluss: Montag, 13. Januar 2020!
Dokumente:
- Spieltag 5. Liga Aktive Herren
  (PDF / zum Ausfüllen)
- Junioren D/9er Promo
  (Schreiben / Bewerbung: PDF / zum Ausfüllen)
- Auf-/Absteiger Vorrunde 2019/20

Flugwetter für Trainer

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Ist wieder da und dort Flugwetter für Trainer. Zu wenig Punkte. Voller Fokus auf einen, der dafür verantwortlich ist. Er, der doch vor ein paar Wochen noch «die ideale Lösung» war. Er, der «zu hundert Prozent unserem Vereinskonzept entspricht». Seine Verpflichtung verhiess einen Aufbruch in stabilere Zeiten.

Die Evaluation geschah mehr oder minder sorgfältig. Aus vier in die engere Wahl Gekommenen entschied sich das zuständige Gremium für eben diesen. Eigentlich stimmte alles – bis eben auf die (zu wenigen) Punkte. Und wenns davon zu wenige hat, beginnts zu bröckeln. Die Spieler diskutieren, nicht nur untereinander. Da ja irgend jemand Schuld sein muss, beginnt diese Dynamik: Man spricht nur noch über, aber nicht mehr mit dem Trainer. Dieser wird nach und nach ins Abseits geschoben. Nicht nur fussballbezogen – auch (und vor allem) menschlich.

Mode geworden sind diese unsäglichen Punkteultimaten: Aus den nächsten zwei Partien müssen mindestens vier Punkte her, sonst. Ja genau: sonst. Und prompt: sonst. Die «ideale Lösung» entpuppt sich als Luftschloss. Beim nächsten Spiel steht der bisherige Co an der Linie, und das zuständige Gremium sucht – na, was denn? – die neue «ideale Lösung». Einen nächsten, der «zu hundert Prozent dem Vereinskonzept entspricht».

Natürlich wird diskutiert. Die Zuschauer einigen sich mehr oder minder auf «der Trainer ist halt das schwächste Glied» und «man kann ja nicht die Spieler entlassen». Das übliche bla-bla. Ich habe noch welche, und drum stehen die Haare zu Berge: das schwächste Glied? Stimmt zu hundert Prozent dann, wenn man der «idealen Lösung» nach und nach das Vertrauen entzieht. Wenn dessen persönliche Eigenheiten – Trainer sind Menschen und keine Maschinen – für die magere Punkteausbeute verantwortlich gemacht werden.

Oder auch: Je weniger Punkte, desto grösser werden die Ansprüche. Sicher ist: Wenn das Trainer suchende Fachgremium mit sich selbst so kritisch wäre wie der ausgemachte Sündenbock, müssten mindestens zwei von den Dreien einen andern Verein suchen. Aber bitte nicht stören: sie sind auf der Suche. Der Neue soll auch dies erfüllen: Dieses Gremium hat eine aussergewöhnlich gute Nase, was Traineranstellungen betrifft. Man darf ihnen ruhig mal auf die Schultern klöpfeln.