Fussballverband Region Zürich

Präsidium Fussballverband Region Zürich (FVRZ)

Anlässlich der ausserordentlichen Delegiertenversammlung der Amateur Liga (AL) SFV wurde Sandro Stroppa am gestrigen Samstag zum neuen Präsidenten der AL gewählt.

Der Regionalvorstand FVRZ freut sich über diese Wahl auch im Sinne der gesamtschweizerischen Weiterentwicklung des Breitenfussballs sehr und gratuliert Sandro Stroppa zur Wahl.

Noch am gleichen Tag hat der Regionalvorstand die Nachfolgeregelung besprochen und die folgenden Beschlüsse gefasst:

  • Vizepräsidentin Rita Zbinden wird ab sofort ad interim die Aufgaben des Präsidenten übernehmen und Regionalvorstandsmitglied Mark Keller ad interim von Rita Zbinden die Funktion als Vizepräsident.
  • Alle weiteren Mitglieder des Regionalvorstandes sowie der Geschäftsführer werden Rita Zbinden wie auch Mark Keller bei ihren Aufgaben begleitend unterstützen.
  • Auf eine ausserordentliche Delegiertenversammlung FVRZ wird verzichtet. Die nächsten Wahlen finden wie geplant im Jahr 2021 statt.


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der Regionalvorstand

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Verein als Auslaufmodell?

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Wer von «früher» erzählt, sollte kein Schönheits-Nostalgiker sein. Es war nicht alles besser als heute. Sowohl Zeiten, Umfeld und Beeinflussungen haben sich innert weniger Jahrzehnte teils massiv verändert. Die «alten Knacker» kommen aus einem ganz anderen Wertestatus, sind auch Produkt aus einer Zeit mit nahezu unangetasteten Hierarchien. Auch wenn es «damals» schon immer und immer wieder Probleme (= Herausforderungen) gab: Es war diese gesellschaftliche Phase auch der Boden, in das ein Pflänzchen namens Verein gesetzt werden konnte und das im besten Fall Wurzeln schlug und Früchte gab.

Ein Verein althergebrachter Schule ist ein ziemlich konservatives Gebilde, das seine Standhaftigkeit gegen «moderne» Strömungen zu verteidigen hat. Und dieses «modern» bedeutet für die meisten Jugendlichen: Mit möglichst wenig Verpflichtungen Spass haben. Schon in der Schule, im Beruf immer mehr gefordert, will man sich immerhin in der Freizeit nicht auch noch sagen lassen, was geltende, von Erwachsenen aufgestellte Regeln sind. In der warmen Stube Netzwerk-Surfen statt im Regen trainieren ist im Lauf der letzten Jahre zu einer spassigen Alternative aufgestiegen. Wer als erste Handlung nach dem Training sein Handy nach (ach so wichtigen) Mitteilungen abgrasen muss, ist geistig nicht zwingend da, wo er eben ist.

Wen wunderts: Die eigene Mannschaft ist der Verein. Weiter als über den Rand des eigenen Teams hinaus schauen bedeutet nicht zwingend Kurzsichtigkeit, gibt aber preis, wo die Prioritäten liegen. Tendenzen, denen positiv zu begegnen schwierig sind: Ein sich um die Gesamtheit eines Vereins bemühender Vorstand hat als Basis so gut wie nur «etwas von früher» vorzuweisen. Er hat ein Gebilde, zu dem Jugendliche eine hin und her tendierende Ambivalenz, zuweilen gar gröbere Zerrissenheit verspüren.

Es liesse sich – teils durchaus berechtigt – das Wort «Egoismus» anfügen. Damit wäre angefügt, in der Sache jedoch rein gar nichts gewonnen.