Fussballverband Region Zürich

Den ganzen Samstag für Weiterbildung investiert

65 Nachwuchs-Obleute fanden sich am Samstag des 16. November im Seminarhotel «Bocken» in Horgen ein. Sie kehrten gegen Abend mit einem so genannt «gerüttelt Mass» an Informationen und Eindrücken nach Hause zurück.

Gewiss: Es gibt in einem Club viele wichtige Positionen. Es wäre auch unvernünftig, diese und jene Chargen als relevanter als andere zu taxieren – das Vereinsrädchen läuft nur dann, wenn jedes Element als solches funktioniert und zum Gesamten beiträgt. Dennoch: Wohl keine Aufgabe ist so intensiv, fordernd und anspruchsvoll wie die der für die Nachwuchsabteilungen Zuständigen. Dies belegte auch das Tagespensum des Weiterbildungskurses 1, dem 65 Obleute beiwohnten. Sie wurden durch Referate informiert und danach in Workshops zur aktiven Teilnahme im kleineren Kreis aufgefordert.

Statistisch Interessantes
Nach dem mit zehn Fragen bestückten Einstiegsquiz gehörten die ersten Referatsminuten der Firma med&motion, seit mehreren Jahren Premium-Partner des FVRZ und ihres Zeichens Experten in Physiotherapie und Training. Hoch interessante Statistiken erweckten Aufmerksamkeiten: So geschehen in einem Spiel in der Startviertelstunde die meisten Verletzungen und sind die letzten Minuten in dieser Viertelstundenstatistik fast wider Erwarten am wenigsten betroffen. Während der Saison ist der April jener Monat mit den meisten Verletzungen, während in Trainingsphasen der Januar diesbezüglich zuoberst steht. 

Zweite Auflage im März 2020
Vor der ersten Pause gab Theo Widmer (Leiter Technische Abteilung) Neuerungen und Anpassungen aus der Technischen Abteilung bekannt, bevor Regierungsrat und FVRZ-Ehrenmitglied Mario Fehr die «von der Gesellschaft massiv unterschätzte Bedeutung des Sports, insbesondere des Fussballs» zum primären Referatsthema machte. Der weitere Tagesverlauf gestaltete sich vor und nach dem Mittagessen in Besuch und aktivem Mitmachen von vier weiterbildenden Workshops. Alle Workshops waren für die Teilnehmer sehr aufschlussreich. Insbesondere derjenige mit dem Thema Footeco aus der Sicht eines Breitenfussballvereins wie auch eines Spielers, welcher alle Footeco-Stufen durchlaufen hat.
Die zweite Auflage dieses Weiterbildungskurses 1 findet am Samstag des 7. März 2020 in Wallisellen statt. Die Nachwuchs-Obleute werden dazu entsprechend eingeladen.

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Weiterbildungskurs 1 für Leiter Junioren
Samstag, 16. November
Seminarhotel «Bocken», Horgen
65 Teilnehmererinnen/Teilnehmer aus den Vereinen
Vom FVRZ präsent: Claudia Gfeller, Benjamin Benz, Theo Widmer, Willy Scramoncini, Pascal Humbel
Gastreferent: Regierungsrat und FVRZ-Ehrenmitglied Mario Fehr

Die Workshops und ihre Leiter
Workshop 1:
Informationen Beziehung Footeco/Stammverein (Thomas Maag, Julien Frei)
Workshop 2: Juniorenschiedsrichter und Rekrutierung Schiedsrichter (Reto Hauser)
Werkshop 3: Korrektes und sinnvolles Kraft- und Stabilisationstraining im Juniorenfussball (med&motion; Claudio Gasser, Isabelle Juchler)
Workshop 4: Kursangebote ZKS und Bezug zu den Fussballvereinen (Jacqueline Parthier)

Impressionen (Fotos: Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)

Beim Eintreffen gabs Namenstäfeli.

Benjamin Benz war Moderator des Anlasses.

Claudio Gasser (med&motion) als aufmerksamer Zuhörer.

Nach dem Mittagessen gabs Süsses.

Die Morgenarbeit regte den Appetit an.

Der Workshop «Footeco» klärte einige Fragen zum Thema.

Schmackhafter Hauptgang beim Mittagessen.

Isabelle Juchler und Claudio Gasser von der Firma med&motion.

Regierungsrat Mario Fehr lobte das Engagement der Juko-Obleute.

Vitaminreiches Entrée vor dem Hauptgang.

Reto Hauser bestritt den Workshop «Schiedsrichter»

Jacqueline Parthier (rechts) stellte den ZKS und dessen Leistungen vor.

Gut gefüllter Saal im Seminarhotel «Bocken» in Horgen.

Theo Widmer (Leiter Abteilung Technik) gab Neuerungen und Anpassungen bekannt.

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Anmeldeschluss: Montag, 13. Januar 2020!
Dokumente:
- Spieltag 5. Liga Aktive Herren
  (PDF / zum Ausfüllen)
- Junioren D/9er Promo
  (Schreiben / Bewerbung: PDF / zum Ausfüllen)
- Auf-/Absteiger Vorrunde 2019/20

Nicht nur «mega», sondern «gala»

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Am Freitagabend des 6. Dezember war zum 18. Mal ein festliches Jahres-Adieu angesagt. In der Dübendorfer Samsung Hall wurde wieder gefeiert, geehrt, gegessen und geschwatzt.

Gala? Die einen verbinden das Wort mit dem gleichnamigen Streichkäse (nature oder mit Kräuter); andere mit der mehr oder minder bekannten Apfelsorte oder auch einer frühreifen Kartoffelvariante. Drei Orte in Schweden, Osttimor und Norwegen tragen ebenso diese Buchstabenkombination. Fussballbezogen kann sich Galatasaray Istanbul der «Gala»-Kurzversion erfreuen. Und nicht zu vergessen die Frau an Salvador Dalís Seite – sie wurde zur halb vergötterten Muse des exzentrischen Genies.

Wohin man das Wort «Gala» auch immer verwendet: Am Freitagabend war nicht das im Sprachgebrauch fest eingenistete «mega» angesagt, sondern gar ein «gala». «Gala» war auch, dass sich das Schweizer Nationalteam erneut für ein grosses Turnier qualifiziert hat. Vielen ist dies längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Wehe, wenns mal nicht reichen sollte – da werden Boulevardblatt und «Fans» aber sowas von losbrettern, alles, aber wirklich alles besser wissen und die üblich Schuldigen ausmachen – vorwiegend Trainer und Verband.

Ohne Breitensport kein(e) Spitzensport(ler) und umgekehrt. Die beiden miteinander zu vergleichen, ist in deren Extremen unmöglich und dürfte da und dort ins Skurrile abgleiten. Eine Parallele lässt sich sicher ausmachen: Das von der Politik stets geforderte Investitionsvolumen in «Bildung, Bildung und nochmals Bildung» gilt auch für jegliche Sportart. Dieses Engagement lebt von Vereinen und Menschen, denen nichts zu schade ist, Kindern und Jugendlichen Wegbegleiter zu sein. Eine Karriere im Breitensport bleibt gross überwiegend in diesem hängen; aber individuell rückblickend: Niemand möchte all das Erlebte jemals missen.

Ja, tatsächlich – dies ist und war seit jeher «gala». Durchaus als leise Abkürzung von «galaktisch» gemeint.