Fussballverband Region Zürich

«ZKSport³»-Teamweekend

Der Zürcher Kantonalverband für Sport schenkt seinen Mitgliederverbänden, respektive deren Vereinen als Dankeschön im Juni 2020 ein GRATIS «ZKSport³»-Teamweekend.

Zeit, welche ein Team (Kader, Riege, Trainingsgruppe, etc.) als ein cooles, polysportives Trainingswochenende, als ein Saisonabschlussevent oder als eine sportliche Teamaktivität nutzen kann.

Die Anmeldephase für die Foto-Challenge endet bereits am 31. Januar 2020. Bis dahin dürfen alle Zürcher Sportteams ein Teamfoto zum Motto «min Sport. din Sport. euse Sport.» einsenden und am Wettbewerb teilnehmen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.zks-zuerich.ch/zksport3.

Anmeldeformular

zurück

Rassismus der anderen Art

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

Manchmal ist sie schon ver-rückt, «unsere» Welt. Der gewaltsame Tod des George Floyd zieht weltweit Proteste nach sich, die weit tiefer gehen als die an der Oberfläche sichtbaren Demonstrationen. Dass – wie solls auch anders sein – die «bösen Linken» wieder was Irreales aufbauschen, ist eine der typischen Reaktionen. Schublade auf, Klischees auspacken und draufhauen, damit man sich mit der Thematik gar nicht erst befassen muss.

So bin ich abgetaucht in «mein» Leben. Hab gesucht, wo ich mich in all den Jahren – wo auch immer – nicht korrekt verhalten habe. Und auch gefunden. Nicht rassistisch im eigentlichen Sinn des üblichen Verstehens, aber doch. An die 55 Jahre sinds her. Turnstunde. Als Dessert gibts Fussball, Korbball, Handball. Zwei werden bestimmt, um die Teams zu wählen. Der eine zu mir, der Nächste zu dir. Immer schön die tatsächlich oder vermeintlich Besten, in absteigender Reihenfolge. Am Schluss blieben meist dieselben beiden «vorig». Eine Hackhierarchie bestimmt, wer Wert hat und wer offenbar so etwas Ähnliches wie ein Abfallprodukt ist.

War damals ganz normal; Kinder sind zuweilen brutal ehrlich. Und vergessen vielleicht auch weit schneller als gedacht. Aber heute, in der Replik? Purer Rassismus der anderen Art. Waren sie zu unbeweglich, zu stümperhaft, für einen angestrebten «Sieg» schlicht unbrauchbar? Oder waren die Letztgewählten auch ausserhalb der Turnstunde so etwas wie «Ausgestossene» – aus welchen Gründen auch immer? Weichlinge? «Brüelilätsch»?

Hätte es etwas genützt, wenn des Lehrers Kompetenz das Szenario umgedreht hätte? «Ihr wählt jetzt mal zuerst jene, die Ihr sonst als Letzte auch noch mitschleppt». Erst in der letzten Runde wären die vermeintlich Besten auch noch dem einen oder andern Team zugeordnet worden. Eine schöne Schlappe – oder einfach ein auf den Kopf gestellter «Leistungsausweis», der letztlich dennoch wieder «die Besten» im Zentrum gesehen hätte?

So oft ist zu vernehmen: «Der Mensch ist halt so». Die Realität beweist: ja, ist er. Zuweilen ganz nahe an tierischem Verhalten. Aber «der Mensch» kann doch auch anders? Differenzieren, Abwägen, in Frage stellen und Korrekturen anbringen?