Fussballverband Region Zürich

Corona-Virus: Soforthilfe Kanton Zürich

Frist für Eingabegesuche bis am 30. Juni 2020 verlängert. Bis heute profitierten 20 Fussballvereine und der FVRZ von der Soforthilfe.

Der Regierungsrat hat 2 Millionen Franken «Soforthilfe Sport» beschlossen, um die wichtigen gemeinnützigen Sportstrukturen im Kanton Zürich aufrecht zu erhalten. Damit kann auch Fussballvereinen geholfen werden, deren finanzielle Situation durch die Einschränkungen stark belastet wird und die in der Weiterführung ihrer Tätigkeiten gefährdet sind.

Viele Clubs werden erst Ende Mai genauer wissen, welche finanziellen Einbussen bis Ende Jahr noch hinzukommen werden. Entsprechend können «Soforthilfe Sport»-Gesuche noch bis Ende Juni beim Sportamt eingegeben werden: Informationen und Online-Gesuchsformular.

Ein grosses Dankeschön im Namen der 20 Fussballvereine und des FVRZ für die Soforthilfe.

Der FVRZ bedankt sich auf der Geschäftsstelle beim Kanton Zürich (von links nach rechts: Stefan Schötzau, Leiter Sportamt; Mario Fehr, Regierungsrat; Patrick Meier, Geschäftsführer FVRZ; Rita Zbinden, Präsidentin a.i. FVRZ)

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Gesucht sind junge Routiniers

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch
  

So manchmal im Tag-für-Tag-Alltag werden Sätze gesagt, von denen man weiss, was gemeint ist. Wenn man genauer hinhört, tun sich plötzlich Fragen auf. Jüngstes Beispiel, im Radio gehört: «Beim Einbau eigener Nachwuchsleute in die erste Mannschaft geben wir denen das Vertrauen, dass sie auch Fehler machen dürfen.» Tönt gut, gell? Ist ja aber sowas von hochempfindlicher Behutsamkeit. Das Pflänzchen darf im eigenen Gewächshaus wachsen. Ganz natürlich, ohne Pestizid-Zugaben.
Es sei nicht erwähnt, wers gesagt hat. Dieser Spruch wird weltweit gebraucht und ist auch im Breitenfussball gang und gäbe. Aber wenn ich diese 19 Worte in dieser Reihenfolge lese, ist der Satz nicht fertig. Es fehlt eine Angabe, wann denn diese Geduld ein Ende hat. Ab wann fertig ist mit Auge zudrücken. Ab wann sich das Pflänzchen zum fehlerlosen Teamgesellschaftlichen integriert haben muss.

Sogar jetzt ist noch immer ersichtlich, was gemeint ist. Der Verständnis-Bruch kommt dennoch, mit dem zweiten Teil des Satzes nach dem Komma: «(…), dass sie Fehler machen dürfen». Heisst dies, wortwörtlich weiter gesponnen: Wer im Fehlersport Fussball auf Stufe erster Mannschaft noch immer Fehler macht, hat dort nichts zu suchen? Ja aber: weshalb fallen Tore? Wegen (Defensiv-)Fehlern. In der Replik beginnt das Fehlverhalten bereits weit vorn im Angriff und zieht sich nach und nach rückwärts, bis der Ball im Netz liegt. Oder: Haben Fehler von gestandenen Profis oder routinierten Vereinstreuen einen andern, «höheren» Stellenwert als von Nachwuchsleuten Begangene?

Ob in der Champions League oder in der fünften Liga: Fehler im Fussballsport sind immer dieselben. Der Unterschied liegt einzig in Rhythmus und Intensität des Spiels beziehungsweise der Akteure. Fussball-Fehler haben höchstens bedingt mit Altersjahren zu tun. Auf alle Fälle sind und bleiben dies die Besten: Dynamische, erfolgshungrige, unverbrauchte Junge mit der Routine eines 35-Jährigen. Wer sucht, der findet (nicht) …