Fussballverband Region Zürich

Schutzkonzept für Trainings-/Spielbetrieb (Update)

Neue Corona-Massnahmen gemäss gestrigem Entscheid des Bundesrates und den heutigen Informationen des Schweizerischen Fussballverbandes.

 

Wegen der stark ansteigenden Fallzahlen hat der Bundesrat neue Massnahmen beschlossen, welche in der gesamten Schweiz gelten. Zusammenfassung der neuen Weisungen zu den bestehenden Schutzkonzepten:

  • Generelle Maskenpflicht auf allen Sportanlagen in den Garderoben (inkl. Eingangsbereich) und im Clubhaus.
  • Konsumation im Clubhaus (Restaurant) ausschliesslich sitzend erlaubt. Eine Maske darf nur am Sitzplatz abgenommen werden.
  • Bei mehr als 100 Zuschauern müssen Sektoren à 100 Personen organisiert werden, falls Contact Tracing und Gesichtsmaskenpflicht nicht angewendet werden (gemäss Korrektur-Mail SFV vom 21.10.2020).

Weitere, wichtige Punkte:

  • Kann der Mindestabstand auf der Sportanlage und im Clublokal nicht gewahrt und kontrolliert werden, ist in jedem Fall eine Präsenzliste zu führen. Diese soll nicht bloss aufliegen, sondern muss aktiv betreut werden.
  • Es muss vermieden werden, dass mehrere Personen die gleiche Trinkflasche benützen.
  • Ein übermässiger Jubel und ein dadurch zu naher Kontakt ist unbedingt zu vermeiden.
  • Keine Begrüssung mit Körperkontakt (z.B. Handschlag).
  • Hygienemassnahmen (regelmässiges Waschen und Desinfizieren).
  • Stets den Abstand von 1,5 Meter ausserhalb des Fussballplatzes wahren.
  • Verzicht auf Teamsitzungen in geschlossenen Räumen.

Damit die bundesrätlichen und kantonalen Richtlinien im Sinne der Gesundheit von uns allen (Schiedsrichter, Trainer, Funktionäre, Spieler) eingehalten werden und der Vorrundenabschluss sichergestellt wird, braucht es die Solidarität aller Beteiligten.

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Besänftigende Absolution

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,

bfoxli@bluewin.ch  

Ist lange her seit dem vorletzten Mal, aber ich habe gewusst: irgendwann taucht es wieder auf. Irgendwann wird dies wieder zum Floskelspruch. Zu dieser – suggeriert – gleichermassen tief erklärenden wie völlig nichtssagenden verbalen Nullnummer. Ausgangslage: zugegebenermassen einige diskutable (= Diskussionen auslösende) Entscheide eines Unparteiischen. Dass die eine Partei dieselbe Szene völlig anders bewertet als die andere, liegt nicht zwingend, aber irgendwie doch in der so genannten «Natur der Sache». Hätte der Ref diese und jene Szene genau umgekehrt bewertet, würden auch umgekehrt die Meinungen der Beteiligten wieder ins Gegenteil wechseln. So flexibel sind Fussballer und deren Fans nun mal. Dies war immer so und dürfte auch so bleiben.

Lange nach dem Abpfiff wird noch immer diskutiert, doch nach und nach legen sich die Aufregungen. Da und dort geschehenes eigenes Unvermögen wird höchstens marginal erwähnt. Ob der Trainer in den anstehenden Übungseinheiten tiefer analysiert und konkret an Fehlern arbeitet, sei dahin gestellt. Als sich die ersten zum Aufbruch bewegen, sagt einer am Tisch: «Was willst du – Schiedsrichter sind auch nur Menschen.»

Hoppla. Da ist es wieder. Welches der acht Wörter ist aus diesem Spruch das Wichtigste? Es ist das «nur». Es will heissen: Holen wir den Übermächtigen auf den Boden zurück. Machen wir diese allmächtige Regelinstanz-Person – zumindest verbal – zu einem «zu uns Zugehörigen». Dieses «nur» radiert fast alle so interpretierten Fehlentscheide weg. Die drei Buchstaben in dieser Reihenfolge sind irgendwie so etwas wie eine Pauschalabsolution. Er hat zwar gesündigt, aber ist ein Mensch! Also weder Tier noch einer aus extraterrestrischen Zivilisationen Stammender. Ein mit Fleisch und Blut Gesegneter. Hat zwar ab und zu keine Ahnung, aber gibt sich Mühe.

Ich muss dann auch irgendwann die Szenerie verlassen. Zu Hause vor den Compi sitzen und Bilder bearbeiten. Auf der Heimfahrt saust mir in einer Innerorts-Zone – keine Ahnung, woher! – dieser Spruch ins Hirn: Fussballer (und deren Umfeld) sind auch nur Menschen. Ob dasselbe auf der Autobahn geschehen wäre, entzieht sich allgemeinen Erkenntnissen …