Fussballverband Region Zürich

SFV-Kinderfussball-Projekt «play more football»

Am vergangenen Samstagmorgen fand auf der Sportanlage Flüeli in Winterthur eine Informationsveranstaltung zum SFV-Kinderfussball-Projekt «play more football» statt.

Über 30 Funktionärinnen/Funktionäre und Trainerinnen/Trainer aus dem Kinderfussball nahmen am Anlass teil. Zuerst wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Pascal Humbel (Technischer Leiter FVRZ) das Spielformat «play more football» und die entsprechenden Hintergründe erklärt. «Play more football» ist eine Mischform zwischen einem Kleinfeld- und einem Grossfeldspiel. Dabei sollen die positiven Aspekte der jeweiligen Form gleichzeitig an einem «Spieltag» in einer Turnierform von den Kindern erlebt werden. In der Kleinfeldform wird auf je zwei Mini-Tore mit einer speziellen Regel beim Seiten- oder Toraus des Balles gespielt, was die Intensität des Spiels stark erhöht. Insgesamt sollen sich die individuellen Begabungen und Potenziale jedes Kindes bestmöglich entfalten können. Das Ziel des SFV ist es, auf die Saison 2022/23 das Wettspielformat «play more football» schweizweit einzuführen.

Im zweiten Teil beobachteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein F-Turnier, das gemäss den «play more football»-Bestimmungen durchgeführt wurde. Dabei fand ein reger Austausch unter den Teilnehmern und den FVRZ-Funktionären statt. Neben Pascal Humbel waren auch der Kinderfussball-Verantwortliche des FVRZ, Paolo Vitale, sowie die Präsidentin des FVRZ, Rita Zbinden, anwesend.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den SC Veltheim und seinen KIFU-Koordinator Daniel Eichenberger, der als Turnierleiter alles bestens im Griff hatte. Ein grosser Dank gilt auch den teilnehmenden Teams und deren Trainern.

Paolo Vitale (KIFU-Verantwortlicher FVRZ) bedankt sich bei den Kindern, Eltern und dem Turnierleiter (Daniel Eichenberger.)

Kleinfeldform 3:3 mit je 2 Mini-Toren (Video)

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Besänftigende Absolution

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,

bfoxli@bluewin.ch  

Ist lange her seit dem vorletzten Mal, aber ich habe gewusst: irgendwann taucht es wieder auf. Irgendwann wird dies wieder zum Floskelspruch. Zu dieser – suggeriert – gleichermassen tief erklärenden wie völlig nichtssagenden verbalen Nullnummer. Ausgangslage: zugegebenermassen einige diskutable (= Diskussionen auslösende) Entscheide eines Unparteiischen. Dass die eine Partei dieselbe Szene völlig anders bewertet als die andere, liegt nicht zwingend, aber irgendwie doch in der so genannten «Natur der Sache». Hätte der Ref diese und jene Szene genau umgekehrt bewertet, würden auch umgekehrt die Meinungen der Beteiligten wieder ins Gegenteil wechseln. So flexibel sind Fussballer und deren Fans nun mal. Dies war immer so und dürfte auch so bleiben.

Lange nach dem Abpfiff wird noch immer diskutiert, doch nach und nach legen sich die Aufregungen. Da und dort geschehenes eigenes Unvermögen wird höchstens marginal erwähnt. Ob der Trainer in den anstehenden Übungseinheiten tiefer analysiert und konkret an Fehlern arbeitet, sei dahin gestellt. Als sich die ersten zum Aufbruch bewegen, sagt einer am Tisch: «Was willst du – Schiedsrichter sind auch nur Menschen.»

Hoppla. Da ist es wieder. Welches der acht Wörter ist aus diesem Spruch das Wichtigste? Es ist das «nur». Es will heissen: Holen wir den Übermächtigen auf den Boden zurück. Machen wir diese allmächtige Regelinstanz-Person – zumindest verbal – zu einem «zu uns Zugehörigen». Dieses «nur» radiert fast alle so interpretierten Fehlentscheide weg. Die drei Buchstaben in dieser Reihenfolge sind irgendwie so etwas wie eine Pauschalabsolution. Er hat zwar gesündigt, aber ist ein Mensch! Also weder Tier noch einer aus extraterrestrischen Zivilisationen Stammender. Ein mit Fleisch und Blut Gesegneter. Hat zwar ab und zu keine Ahnung, aber gibt sich Mühe.

Ich muss dann auch irgendwann die Szenerie verlassen. Zu Hause vor den Compi sitzen und Bilder bearbeiten. Auf der Heimfahrt saust mir in einer Innerorts-Zone – keine Ahnung, woher! – dieser Spruch ins Hirn: Fussballer (und deren Umfeld) sind auch nur Menschen. Ob dasselbe auf der Autobahn geschehen wäre, entzieht sich allgemeinen Erkenntnissen …