Fussballverband Region Zürich

Das Fussballjahr mit Sichtungstraining abgeschlossen

Bei knapp zwei Wärmegraden fanden sich am Sonntagnachmittag des 29. November 90 Mädchen der Jahrgänge 2009/2010 auf dem Klotener «Stighag» ein, um sich a) fussballerisch zu vergnügen und sich b) dabei beobachten zu lassen.

Text und Bilder von Bruno Füchslin (Medienberichterstatter FVRZ)

Die Abteilung Technik organisierte das letzte der drei Sichtungstrainings für die Regionalauswahl 2021/22. Einem ersten (am 25. Oktober in Kloten) folgte als «Hausaufgabe» eine Jonglieraufgabe, ehe nun das letzte Element des Jahres anstand. Carole Nievergelt, im Ressort Auswahlen für die Juniorinnen zuständig, informierte vorab der sportlichens Tuns über den Ablauf, der mit einem Scoreturnier auch geistige Präsenz erforderte. Die Spielerinnen agierten immer wieder in anderen Teams über sechs bis acht Runden und wechselten dabei stets die Spielfelder.
Dies gab Gewähr, dass das Team der Sichter – zehn Beobachterinnen/Beobachter standen oder sassen an den Spielfeldrändern – jedes Mädchen mindestens einmal in Aktion sehen und beurteilen konnte. Ihnen obliegt die Aufgabe, aus den von allen FVRZ-Vereinen rund 90 gemeldeten Kandidatinnen einen sportlichen Schnitt zu machen. Auf der einen Seite tut dies individuell sicher weh; anderseits ist die Reduktion auf rund 40 Mädchen Grundbedingung, um mit den Qualifizierten auch fokussiert arbeiten zu können.

Das bekannte «alles» gegeben
So gaben die Mädchen denn auf den vier markierten Feldern das bekannte «alles». Und so in kleinen Sequenzen war zu beobachten: Auch wenn dieses letzte Sichtungstraining des Jahres nochmals so etwas wie eine Prüfung darstellte, wischte die Faszination des Fussballs allfällige Nervositäten relativ schnell weg und machte – durchaus ja auch so gewollt – den Emotionen Platz.
Kloten-untypisch war, dass niemand Richtung Wolken schielte: Die sonst in unregelmässigem Rhythmus im Landeanflug schwebenden, wegen Corona jedoch ausbleibenden Flugzeuge liessen den Fokus auf die irdischen Fussballaktivitäten beschränkt. Und die Gehörgänge bestätigten: Auch hinter dem Hochnebel tat sich diesbezüglich nichts. Sympathisch: Im Gegenzug hörte man die Mädchen sich verbal unterstützen und Anweisungen geben.

Baldige Rückmeldung
Die Mädchen erhalten noch im Dezember eine Rückmeldung, wie es weiter geht. Einige Teilnehmerinnen – zirka deren 20 – werden ausscheiden und nicht mehr weiter berücksichtigt. Die Mehrheit bestreitet im Januar, März und April weitere Sichtungstrainings; die sehr Talentierten gar im Footeco. Letztere werden im März die Footeco-Selektionen absolvieren und sind bereits für die Regionalauswahl aufgenommen. Ab Ende April ist die Selektion abgeschlossen; dann sollte das Kader für die Saison 21/22 für das erste SFV-Turnier im Juni 2021 bereit stehen.

 

Schon beim Einlaufen eine tolle Stimmung.

Der Tortransport als Kollektiverlebnis.

Dehnen für Muskeln und Sehnen.

Die farbigen Hütchen haben nie ausgedient.

Carole Nievergelt (links) und das Helferteam informieren.

Kühl wars: fast alle mit Kopfbedeckung.

Die Sichter sind dick eingepackt.

Dies ist definitiv das Spielfeld B.

Sechs Augen haben Aussergewöhnliches im Blick.

Gespannte Erwartung: was wird der Tag wohl bringen?

Vier kämpfen ums Leder, eine schaut zu.

Der doppelhändige Auswurf.

Direktabnahme mit Torfolge.

Zu Zweit in Richtung Nummer 73.

Sich viel bewegen gibt entsprechend warm.

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Anmeldeschluss: Montag, 11. Januar 2021!
Dokumente:
- Eingabe Spieltag (5. Liga Aktive Herren)
  (PDF / zum Ausfüllen)

«Süüferli» beim Süüffelen

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

«Ales Suufcheibe». Zu Beginn meiner Breitensport-Karriere war dies vielfach zu hören. Diese Bemerkung stammte nicht nur, aber auch von einer eigenartigen «Konkurrenz»: Der damals noch zwar spürbar abflauende, aber doch noch vorhandene ideelle Zwist zwischen Turnvereinen und Fussballclubs hinterliess solche seltsame Spuren. Als ob Turner nie was hinter die Binde gekippt hätten … Glücklicherweise sind solche Zeiten längst passé.

Nun gut – grad totalabstinent waren Fussballer nie. Eine Jede/ein Jeder macht(e) ihre seine eigenen Erfahrungen mit dem Genussmitteln/der Droge. Dass die «Knirpsli» während Jahren so gut wie überall Getränkestandard wurden, fiel mir erst mit so zirka 30 Jahren auf. Bei einem Mittagessen klickte was im Hirn: weshalb denn schon wieder ein Knirpsli? Gibt ja noch andere Getränke. Dies war ein wichtiger Input, um den Automatismus zu brechen.

Nur Glück gehabt? Alkohol als Suchtmittel ging an mir vorbei. In jungen Jahren verarbeitet der Körper Alkohol sowieso ganz anders als in altersmässig fortgeschrittenem Stadium. Gewiss: Ab und zu war ein zünftiger «Chlapf» das Ergebnis eines ungezügelten Überbordens. Aber auch wenn diese Hunderten von «Knirpslis» stetige Begleiter waren, bliebs beim Überschau- und Kontrollierbaren.

Irgendwie seltsam: Das Kollektiv eines Teams hatte im Alkoholgenuss eine nie ausgesprochene und eigenartige Disziplin. Kaum einer aus den verschiedenen Mannschaften wurde während der Zeit aktiven Fussballgeschehens Alkoholiker. Und so balancierte sich alles auf einen Nenner aus: Einerseits durchaus den Bierchen zuneigend, war Fussball und dessen Drumherum gleichzeitig auch Bremser in der Gefahr, abhängig zu werden.

Na denn: Prost! Und immer schön «süüferli» beim Süüffelen!