Fussballverband Region Zürich

Nachwuchsförderung Footeco Zürich (Saison 2021/2022) - Reminder

Spieler-Meldung Jahrgang 2010 - Meldeschluss: 8. Februar 2021

Seit über 8 Jahren wird Footeco SFV beim FVRZ umgesetzt. Für die Umsetzung der SFV-Footeco-Nachwuchsförderung ist es wichtig, dass die potenziellen Talente der Breitenfussball-Vereine gemeldet werden.

Das SFV FE-12-Projekt „Teams statt Stützpunkte“ hat sich bewährt und wurde im Sommer 2020 definitiv in der ganzen Schweiz umgesetzt. Das heisst, dass die von den Vereinen gemeldeten und in die FE-12 aufgenommenen Kinder nur noch beim Spitzenfussballverein trainieren und spielen, aber nach wie vor für den Stammverein qualifiziert bleiben.

Meldungen der Vereine von Spielern des Jahrgangs 2010 müssen bis spätestens am 8. Februar 2021 erfolgen. Eingegangene Meldungen der Vereine werden vom FVRZ aufbereitet und an die Verantwortlichen der Spitzenfussballvereine übermittelt. Alle gemeldeten Spieler werden durch die Vereine FC Zürich, Grasshopper Club, FC Winterthur, FC Schaffhausen und FC Rapperswil-Jona im Frühjahr 2021 (März bis anfangs Mai) gesichtet. Die Aufgebote für die jeweiligen Sichtungen bekommen die Kinder/Eltern und Stammvereine direkt vom FVRZ. Bis spätestens Mitte Mai 2021 erhalten die Kinder/Eltern und Stammvereine die Information, ob ihr Kind respektive ihr Spieler aufgenommen wurde. Ein aufgenommenes Kind wird dem geografisch nächsten FE-12-Team zugeordnet.

Für detailliertere Informationen ist auf der FVRZ-Website unter der Rubrik „Auswahlen / Footeco – Footeco“ ein Factsheet aufgeschaltet, welches auch für Gespräche mit den Eltern sowie den Kindern genutzt werden soll.

Regelung für Mädchen:
Auch die talentierten Mädchen sind in der Nachwuchsförderung Footeco integriert. Die Mädchen dürfen dabei ein Jahr älter sein. Die Meldung für die Mädchen (Jahrgang 2009/2010) läuft nicht über das Footeco-Anmeldeformular sondern direkt über die Meldung Regionalauswahl FE-13 Mädchen. Diese Unterlagen wurden den Vereinen am 8. September 2020 zugestellt!

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Offene Fragen ohne definitive Antworten

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Die ungeschriebenen Gesetze unterscheiden sich von den geschriebenen dadurch, dass sie – logisch! – nicht geschrieben sind. Sie haben einen anderen Status: Sie zielen auf den «gesunden Menschenverstand» hin, auf allgemeines gesellschaftlich akzeptiertes Okay-Verhalten, auf Ethik- und Moralvorstellungen, die – je nach Ländern und Kulturen – durchaus unterschiedlich sind. Motto: ein durchschnittlich «gesunder» Mensch macht dies und jenes oder eben – das Kontra – jenes und dies nicht. Der interpretierbare Grauzonenbereich ist so gross, dass dessen Endpunkte schwarz und weiss unberührt bleiben.

Immer wieder tauchen – je nach Vorkommnis – diese Fragen auf: Inwieweit sollen sich Sportlerinnen und Sportler politisch äussern, Stellung beziehen, «klare Kante» zeigen? Man hat den permanenten Vorbildern einer möglichst heilen Sportwelt in vergangenen Jahrzehnten tief moralisch nahe gelegt, dass sie sich bitteschön aus politischen Debatten heraus halten sollen. Welch Aufschrei damals an den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko, als die US-Sprinter John Carlos und Tommie Smith anlässlich der Siegerehrung des 200-Meter-Laufs ihre in einen schwarzen Handschuh gehüllte Faust in den dunklen Himmel streckten. Den Blick zum Boden gesenkt, trugen sie als Zeichen der Armut schwarze Socken. Ein markantes Zeichen der damaligen Black-Power-Bewegung.

Sie durften dafür büssen. Smith resümierte Jahre später so: «Ich habe damals übelste Verwünschungen und ungezählte Morddrohungen erhalten, aber das alles war es wert. Weil ich an die Menschenrechte glaubte, sah ich es als meine moralische Verpflichtung an, diesen Moment zu nutzen. In meinem Land herrschten Rassismus und Ungerechtigkeit. Und ich stand auf einer weltweiten Bühne, im Trainingsanzug der USA.»

So dramatisch muss und kann sich politische Willensäusserung nicht erkennbar zeigen. Was ist bei Abstimmungen in der Schweiz? Sollen sich Vereine/Personen daraus öffentlich äussern? Was ist bei lokalen Abstimmungen? Dürfen Vereine dann, wenn ihre missliche Sportplatz-Infrastruktur Renovationen und Erweiterungen bedürfen, Werbung für ihre Anliegen machen? Oder weiter: Gibts irgend etwas auf dieser Welt, was offensichtlich oder in tiefer hintergründigen Recherchen nicht politisch ist?

Die so genannten sozialen Medien machen Plattformen auf, die althergebrachte Strukturen längst beiseite geschwemmt haben. Die Moralkeule indes zeigt auch heute noch Wirkungen. Nicht vergessen sind die Doppeladler von Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka an der WM 2018 in Russland und das Foto von Mesut Özil mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Natürlich höchst diskutable Vorfälle.

Dennoch: Dass der «heile Sport» in der global vernetzten Welt weiterhin den Status «Sportler treiben Sport und haben sich aus politischen Fragen herauszuhalten» noch lange Bestand hat, ist zu bezweifeln – mit allen Vor- und Nachteilen, welche die fliessende Lockerung nach sich zieht. Aber sich den (politischen) Mund verbieten lassen, nur weil man Sportlerin/Sportler ist? Das ist eine nicht hinnehmbare Ausgrenzung. Dies ausgerechnet im Sport, der weltweit in Sachen Integration und Akzeptanz beispiellos so viel leistet wie nichts anderes.