Fussballverband Region Zürich

Clubmanagement SFV (Teil 3): Cluborganisation

Der Schweizerische Fussballverband (SFV) lancierte im Februar 2020 das Webportal „Clubmanagement“. Das neue Portal auf football.ch bietet den Vereinen praxisnahe Unterstützung.

Wieso braucht der Club ein Leitbild?

Ein gut organisierter Club hält seine strategische Ausrichtung, seine Werte und langfristigen Ziele in einem Leitbild fest. Das Leitbild ist das oberste Führungsinstrument; alle übrigen Führungsinstrumente wie Statuten, Organigramm, Pflichtenhefte, Konzepte und Reglemente richten sich nach den Inhalten des Leitbilds. Der Club und seine Mitglieder wissen dank dem Leitbild, wie sich der Club positioniert, welche Werte ihm zugrunde liegen, welche Ziele er verfolgt und wie er organisiert ist. Dies steigert die Attraktivität des Clubs und unterstützt die Kommunikation.

Mehr zum Leitbild erfährt man hier auf football.ch.

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Einseitig gegenvernommen

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Aha – es hat wieder einen «verwütscht». Die Computermännchen allüberall müssen die Meldung «entlassen» oder «freigestellt» durch die Leitungen tragen, und dies in Windeseile. Andere, die schon warten, pflastern die Neuigkeiten auf dem Bildschirm – voilà. Den so aussagekräftigen Satz «in gegenseitigem Einvernehmen» haben sie als Makro abgelegt; so gehts per Tastaturkürzel noch ein Mü schneller.

Eines der schnellen Nachrichtentransportmännchen hat sich einen Spass erlaubt und dann, als andere nicht da waren, zu nachtschlafener Stunde das Makro geändert. Hats einfach umgeschrieben. Und prompt steht jetzt in einer der Meldungen: «In einseitigem Gegenvernehmen». Als das Übeltäterchen gefunden wird, ist es auch grad sofort entlassen. Sowas geht nicht. Obwohl: Es hat ja was studiert dabei. Und ist dem, was tatsächlich stattfindet, wohl bedeutend näher gekommen als die nichtssagende Floskel, hinter der sich «so gut wie alle gegen einen» versteckt.

Wenn da wieder einer der erfolglosen Trainer gegangen wird: Wer definiert eigentlich die Grenze zwischen «verantwortlich» und «schuldig»? Er war doch vor Kurzem noch der «Hoffnungsträger» für Sofort-Resultate und langfristige Aufbauarbeit. Man lotete durch ihn und mit ihm Perspektiven aus. Und überhaupt: Etwas Besseres hätte man auf dem Fussballlehrermarkt nicht finden können, haben sie gesagt. Ehr und redlich.

Der da jetzt einseitig gegangen wird, hat nicht zwingend schlechte Arbeit geleistet. Dass sechs Langzeitverletzte das Kader empfindlich dezimieren, war nicht vorgesehen – die Vereinsärzte dürfen bleiben. Dass die Clubleitung in schwierigeren Phasen – dann, wenn Teamarbeit gefordert ist – nicht zu und hinter ihm steht und ihm Kopf und Füsse absägt, wurde beim Amtsantritt verschwiegen. Oder es wurde stillschweigend vorausgesetzt, dass er das schon weiss. Weil der Markt ist eben so. Und weil Arbeitsverhältnisse dem Arbeitgeber ab und zu Rechte in die Hände geben, die nur juristisch rechtens sind. Punkte sind eben viel, viel wichtiger als Menschen. Schiints …