Fussballverband Region Zürich

Die Tornetze auf deren Festigkeit geprüft

Endlich wieder kicken, was Herz und Füsse begehren: Das fünfte Juniorinnen-Saisonabschlussturnier des FVRZ konnte in enger Zusammenarbeit mit Gastgeber SV Höngg reibungslos über die Rasenbühnen gehen.

(Text und Bilder von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ)

Corona beziehungsweise dessen folgende und gelockerte Massnahmen hatten ein Einsehen: Das fünfte Juniorinnen-Saisonabschlussturnier des FVRZ konnte am Sonntag des 27. Juni in allen Kategorien (F/G bis A+) durchgeführt werden. Dies auch dank kräftiger Mithilfe des SV Höngg, der an die 25 Helferinnen und Helfer mobilisierte und unter Leitung von Daniel Iten einmal mehr hervorragende Bedingungen präparierte.

Gross die Freude, so «wie einst» wieder Fussball spielen zu können. Total 36 Teams aus 16 Vereinen lebten mit Engagement und Enthusiasmus einen innewohnenden Urtrieb aus: Ab nach vorn mit Ball am Fuss und die Reissfestigkeit der Tornetze testen. Natürlich gibts auch «Umwege»: Konzentriere Zuspiele an die Teamkolleginnen verhindern, in die Defensiv«wand» der Gegenüberstehenden zu laufen. Macht sowieso mehr Spass, wenn an einem möglichst krönenden Torerfolg jede ihren kleinen Beitrag leisten kann.

Dieselbe Farbe wie die Spielfelder konstatierte Claudia Gfeller – ihres Zeichens Projektentwicklerin Frauenfussball im FVRZ – vom Turnierablauf: «Es verlief alles im grünen Bereich. Es war zwar heiss, aber es gab keine Verletzten zu beklagen. Während des Tages konnten an die 100 Partien ausgetragen werden. Diese seltsame Saison so abschliessen zu können, war immer unser Ziel, das dank der aktuellen Situation auch erreicht werden konnte.»

5. Saisonabschluss-Turnier des FVRZ
Sonntag, 27. Juni / Sportanlage des SV Höngg

Teilnehmende Vereine / Anzahl Teams
6 Teams: Schlieren
5 Teams: Höngg
4 Teams: Albisrieden
je 3 Teams: Altstetten, Blue Stars Frauen, Uster
je 2 Teams: Pfäffikon, Team Schwerzenbach-Volketswil
je 1 Team: Brüttisellen-Dietlikon, Glattfelden, Niederweningen, Phönix-Seen, Töss, Unterstrass, Veltheim, Wipkingen

Ranglisten
Juniorinnen A+/B
1. Pfäffikon, 2. Schlieren, 3. Team Schwerzenbach-Volketswil, 4. Höngg, 5. Niederweningen, 6. Altstetten 1, 7. Altstetten 2.
Juniorinnen C
1. Schlieren, 2. Phönix-Seen, 3. Team Schwerzenbach-Volketswil, 4. Glattfelden, 5. Höngg, 6. Veltheim, 7. Blue Stars Frauen, 8. Albisrieden, 9. Altstetten, 10. Uster.
Juniorinnen D
1. Pfäffikon, 2. Höngg, 3. Blue Stars Frauen, 4. Uster, 5. Schlieren.
Juniorinnen E
1. Unterstrass, 2. Blue Stars Frauen, 3. Brüttisellen-Dietlikon, 4. Schlieren, 5. Albisrieden, 6. Höngg, 7. Uster, 8. Töss.
Juniorinnen F/G
1. Albisrieden 1, 2. Höngg, 3. Schlieren 1, 4. Albisrieden 2, 5. Wipkingen, 6. Schlieren 2.

Lieber exakt von Hand auswerfen statt (fast) blind per Fuss nach vorn dreschen.

Ball im Netz und Penaltyschiessen gewonnen.

Sauber «mit links» abgezogen.

Im Sandwich zwischen zwei Grünen.

Am frühen Morgen spritzten noch Tautropfen auf.

Eben (erfolgreich?) den Teamgeist beschworen.

Zwei gegen eine im D-Duell zwischen Blue Stars und Höngg.

Zwei der vielen Helfer des SV Höngg: Schiedsrichter Andreas Roth …

… und Speaker Andrea Saluz.

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Je lauter, desto gaga

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Zeiten waren das: Nach und nach Eintrudeln in die Garderobe, Grüezi sagen, ein Witzchen da und ein Schalk dort. Kurzer Austausch des seit dem letzten Training Erlebten. Der Trainer gibt bekannt, was er will und wie er es möchte. Dann wird umgezogen, ab nach draussen, Einlaufen (ohne Spezialtrikots), Passkontrolle – und los gehts.

Ist doch heute noch so. Vielleicht ein bisschen vermodernisiert, aber prinzipiell unverändert. So bereitet man sich vor im Breitenfussball, der nicht nur in die Breite gespielt werden soll – auch Steilpässe sind erlaubt. Und doch: es ist in einem Bereich ganz dramatisch anders geworden.

Einer trägt immer eine Musikmaschine mit. Muss nicht, aber darf ein Monstermöbel sein. Ab dem Drücken der Starttaste darf man sich anschreien, denn miteinander schwatzen scheint verpönt. Gehört heute zum guten Ton, denn der Ton ist gut (?) und vor allem laut. Der für die «Unterhaltung» Zuständige darf zeigen, was er in Sachen Geschmack und Volumendrehen so drauf hat. Ein Schelm, der vermutet, dass der Name (Lady) Gaga etwas mit dem allgemeinen Verhalten eines Fussballers in der Garderobe zu tun hat.

Kaum ist der Trainer mit seinen Ausführungen fertig, spurtet wieder einer zur Maschine und drückt «play». Ja keine Stille. Ja keine Ruhe. Kopf volldröhnen macht aggressiv. Schiints. Vielleicht macht Kopf volldröhnen auch dumm – das lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Als alle die Garderobe verlassen haben und das Möbel noch immer lautstark Rhythmen spuckt und Töne kotzt, scheint das Ziel erreicht. Jetzt sind alle so aggressiv und fixiert, dass man gar vergisst, diesen elenden Lärmkübel abzustellen. Für irgendwas hat man ja einen Platzwart. Der läuft eh schon permanent mit montierten Schallschutzmuscheln herum – immerhin: Wenn er damit Rasen mähen muss, ist das Geräusch jenes Motörchens wie eine Sinfonie troppo silenzio.

Man könnte meinen: Da hat ein ganzes Team, inklusive Trainer und Betreuer, nicht mehr alle Tassen im Schrank. Oder, auf den Fussball bezogen: Da fehlen bei einigen ein paar Töggeli. Nicht an der Schuhsohle, sondern im Kopf. Der Captain meint nach Spielschluss gegenüber der Lokalpresse, dass im Team «immer eine gute Stimmung» herrsche. Vielleicht so: Wenn man nicht mehr miteinander redet, gibts auch keine Konflikte.