Fussballverband Region Zürich

Grosse Zustimmung bei den Abstimmungs-/Wahl-Traktanden

134 Vereine beteiligten sich an der obligatorischen, im Online-Verfahren durchgeführten, Delegiertenversammlung des Fussballverbandes Region Zürich (FVRZ). Per Freitagabend des 20. August (23.59 Uhr) konnte die 100. DV für geschlossen erklärt werden.

Noch so gerne hätte der Verband «seine» Vereine zu einer physisch-persönlichen Versammlung eingeladen. Die Vergangenheit zeigte immer wieder, wie wichtig diese Treffen sind und das Gesellschaftliche in dessen Wert dem nüchternen Geschäftlichen fast mehr als Paroli bieten kann. Corona und die Massnahmen haben diesem Ansinnen ausgerechnet an der Jubiläumssitzung einen Strich durchs Vorhaben gemacht.
Mit einer 98-Prozent-Mehrheit wurden die Geschäfte genehmigt und der Regionalvorstand entsprechend entlastet. Den Mitgliedern des Regionalvorstands, den Rechnungsrevisoren, Protokollprüfern sowie der Rekurskommission wurde für die nächsten zwei Jahre das in sie gesetzte Vertrauen erneuert. Die vom Verband vorgeschlagenen fünf neuen Ehrenmitglieder dürfen sich in die lange Liste dieser wortwörtlich Ausgezeichneten eintragen lassen.

«Dienstleistungen stehen im Zentrum»
Präsidentin Rita Zbinden – nunmehr nicht mehr nur ad-interim-, sondern «voll gewählte» Verbandsvorsitzende – will den eingeschlagenen Verbandsweg weiter optimieren. In ihrem Informationsmail an die Vereine bekräftigt sie, dass «das Dienstleistungssegment des FVRZ permanent im Zentrum steht». Zu den bereits bestehenden sind weitere Angebote geplant und werden auch durchgeführt (zum Beispiel im September der erstmalige Kurs für Vereinsadministrator-Personen). Verbandsinterne Strukturen werden zudem Ende September an einem internen Seminar unter die Lupe genommen.

Die neuen Ehrenmitglieder
Diesen fünf verdienstvollen Personen wurden von den Vereinen die Ehrenmitgliedschaft zugesprochen:
- Carla Remy (Spielbetrieb)
- Andreas Baumann (Regionalvorstand)
- Bruno Sägesser (Schiedsrichter)
- Christian Frei (Spielbetrieb)
- Remo Rigoni (Technik)

 

 

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Vom «gefühlten Penalty»

von Bruno Füchslin, Medienberichterstatter FVRZ,
bfoxli@bluewin.ch  

Ich hocke im TV-Sessel und guck, wie sie kicken. Immer mit der nötigen Distanz zum Apparat, damit ich reagieren kann, wenn da einer unverhofft den Ball in meine Stube drischt. Für diesen Fall hab ich auch immer einen frisch gepumpten Ersatzball bereit liegen, damit ich das Original als Souvenir behalten und die Reserve gleich wieder ins Feld zurückschmeissen kann. Es soll ja keine künstliche Pause geben wegen mir.

«Ooh, diese Szene möchte ich nochmals sehen», sagt ein emotional leicht angeschubster Kommentator. Das «klare Foul» im Strafraum wurde wider Erwarten nicht sanktioniert. Des Sprechenden Wunsch wird erfüllt – beim nächsten Unterbruch fahren die Zeitlupen ein. Die Führungskamera gibt nichts Definitives preis. Die Hintertorkamera lässt vermuten, dass. Von der Seite links: eine klare Sache – zu hundert Prozent nie den Ball, nur das Bein berührt. Die andere Seite klärt dann auf: zu hundert Prozent den Ball gespielt; es fand gar kein Körperkontakt statt. Es war Schwalbenwetter.

Da sitzt er nun, der arme Tor, ist trotz «nochmals sehen» nix gescheiter wie zuvor. Lässt zu jeder Einstellung seine Interpretation verlauten und kann sichs nicht verkneifen, den Satz «das war ein gefühlter Penalty» von sich zu geben. So kann man sich aus der Rosa-Brille-Interpretation doch noch irgendwie rausschmuggeln.

Da ertappe ich mich beim Kopfschütteln. Lieber Kollege von der sprechenden Zunft: lass es doch einfach bleiben. Entschieden ist entschieden, ob so oder so. Nach subjektiven Wahrnehmungen aus geschätzten 70 Metern Distanz irgendwas ins Mikrophon plaudern, was dennoch – trotz viermal «nochmals sehen» – Vermutung bleibt, gehört nicht ins Kapitel einer seriösen Berichterstattung. Lass die Schiedsrichter ihren Job machen und konzentriere du dich darauf, dass du keine Versprecher machst und Fakten korrekt wiedergibst. So ist die Aufgabenteilung, und so soll sie bleiben.